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Studieren an der Militärakademie

16. November 2005 - 

Der Studienbetrieb an der Theresianischen Militärakademie läuft nach einem vorgegebenen Curriculum ab. Der Dienst beginnt täglich um 7.30 Uhr mit der Standeskontrolle im Innenhof der Burg. Dabei wird der Jahrgang auf Anwesenheit kontrolliert, Wichtiges angesagt und Organisatorisches bekannt gegeben. Danach teilen sich die vier Lehrzüge in die Lehrsäle auf und beginnen mit dem Unterricht.

Oft werden die Unterrichte von Gastprofessoren gehalten, die dazu von Universitäten (Uni Wien, Graz, Linz) oder Fachhochschulen (z.B. FH Wiener Neustadt) an die Militärakademie kommen. Auch der Sprachunterricht kommt nicht zu kurz. So werden neben Englisch auch Französisch, Spanisch oder Russisch gelehrt, wobei viele der Sprachlehrer "native speaker" sind.

Breites Spektrum

Der Lehrplan beinhaltet neben militärischen Fächern auch viele zivile: Von politischer Theorie über "Bildung, Lernen, Lehren" bis zur Ausbildungsmethodik ist für alle Geschmäcker etwas dabei. Ziel ist es dabei, den auszubildenden Militärakademikern ein möglichst breit gefächertes Spektrum an Wissen zukommen zu lassen.

Rhetorikunterrichte in Verbindung mit Lehr- und Präsentationstechniken sorgen dafür, dass wir unsere Fähigkeiten auf diesem Gebiet weiter entwickeln können. Ein Medientraining ermöglicht dem Jahrgang interessante Einblicke in die Medienwelt. Natürlich ging bei den ersten Versuchen, ein Interview zu geben oder auf telefonische Anfragen richtig zu reagieren, einiges schief. Aber mit viel Humor der Professoren und auch der Fähnriche stellten sich die ersten Erfolgserlebnisse sehr schnell ein.

Sport

Die Unterrichtseinheiten dauern 45 Minuten und sind meist in Doppelblöcken organisiert. Nach jeweils zwei Einheiten ist eine kurze Pause eingeplant, und um die Mittagszeit bleibt etwas mehr Zeit für das Essen. Nach dem Mittagessen setzen die Lehrzüge ihre Ausbildung bis Dienstschluss fort. Dieser kann schon mal sehr spät erfolgen, etwa nach 21.00 Uhr. Denoch bleibt genug Zeit zur Freizeitgestaltung.

Besonders beliebt bei den Studenten ist der Sport, der immer für eine angenehme Abwechslung zu den Lehrsälen sorgt. Da die körperliche Leistungsfähigkeit eine nicht unwesentliche Rolle im Militär spielt, werden die Militärakademiker auch zu staatlich geprüften Lehrwarten ausgebildet. Mit zunehmendem Ausbildungsstand werden immer mehr militärische Unterrichte nach draußen verlegt, um das Gelernte auch praktisch anzuwenden.

Diplomarbeit

Dei aufeinander aufbauenden Lehrinhalte bereiten die Studenten auf die abschließende Diplomarbeit vor. Dazu wird bereits früh mit Lehrveranstaltungen zum wissenschaftlichen Arbeiten begonnen. Und auch die häufig zu schreibenden Seminar- bzw. Proseminarsarbeiten dienen der Vorbereitung. Vorlesungen zu rechtlichen Aspekten sind auch privat von großem Nutzen, und psychologische Gegenstände sollen dem besseren Verständnis von Gruppenprozessen dienen.

Unterbrochen wird das Studienjahr durch diverse Kurse, etwa dem Truppenoffizierslehrgang, dem Heereshochalpinistenkurs oder dem Sportausbilderkurs - um nur einige zu nennen. Natürlich nehmen die Fähnriche auch an Übungen des Bundesheeres teil, die die Verwendung als Ausbilder bei der Truppe ergänzen.

Ballsaison

Auch das Gesellschaftliche kommt nicht zu kurz: Traditionell eröffnet der erste Jahrgang den Ball der Offiziere in der Wiener Hofburg. Dazu wird zuerst ein Tanzkurs besucht, das Gelernte kann dann auch beim Concordia-Ball und natürlich auch am Ball in der Burg angewendet werden.

Durch die vielen abwechslungsreichen Wochen verfliegt die Zeit förmlich, und alle Termine, die "eh erst irgendwann einmal sind", kommen und gehen weit schneller als man glaubt.

Der gute alte Geländesandkasten hat auch heute noch Bedeutung. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der gute alte Geländesandkasten hat auch heute noch Bedeutung.

Improvisation ist alles. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Improvisation ist alles.

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