Bundesheer Bundesheer Hoheitszeichen

Instagram
flickr
YouTube
facebook-button

Militärhundezentrum

Das Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch ist das zentrale Zucht- und Ausbildungszentrum für Diensthunde im Österreichischen Bundesheer. Insgesamt verfügt das Heer über ca. 250 Militärhunde, darunter größtenteils Rottweiler. Weil sich die Aufzucht vorwiegend auf diese Rasse konzentriert, gilt das Zentrum auch als weltweit führender Rottweilerhalter. Rund 100 Tiere sind in Kaisersteinbruch stationiert.

Ausbildung und Einsatz

Eine Hundeführerin und ihr Schützling auf Streife im Tschad. Eine Hundeführerin und ihr Schützling auf Streife im Tschad.

Neben Rottweilern werden auch belgische und deutsche Schäferhunde zum Diensthund ausgebildet. Der Grundkurs für Militärhundeführer im Wach- und Sicherungsdienst dauert zwölf Wochen, die Weiterbildung zum Spezialhund weitere drei Monate. Während Rottweiler die hauptsächlich im Wachdienst geschult werden, kommen Schäferhunde vor allem als Spürhunde zum Einsatz. Vor allem in Auslandseinsätzen erfüllen sie als Sprengstoffspürhunde wichtige Aufgaben und helfen, das Risiko für österreichische Soldaten zu minimieren. Im Inland suchen sie unter anderem auf militärischen Liegenschaften nach Drogen.

Integriert in Familienverband

Ein Mädchen mit einem Militärhund. Die Tiere werden voll in die Familie ihres Führers eingebunden.

Unter Ausnutzung der Prägungsphasen werden die Welpen bereits ab der fünften Lebenswoche durch eigenes Personal spielerisch auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet. Die umfangreiche Palette beinhaltet das Kennenlernen ihres Umfeldes und verschiedener Umwelteinflüsse sowie die Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen.

Mit etwa 15 Monaten beginnt die eigentliche Ausbildung, die in Kursform und vom Hundeführer selbst, unter Aufsicht and Anleitung des Ausbildungspersonals, durchgeführt wird. Neben dem Erreichen der höchsten Ausbildungsstufe, die für die Erfüllung der Aufgaben im Dienst notwendig ist, wird der Hund voll in die Familie des Hundeführers integriert und lebt in dessen Wohnverband. Die Familie muß in der Lage sein, im Falle einer Erkrankung des Hundeführers, den Hund kurzfristig zu versorgen.

Strenge Auswahl für Hundeführer

Ein Militärhund trainiert das stellen eines Angreifers. Ein Militärhund trainiert das stellen eines Angreifers.

Neben der Ausbildung der Hunde wird auch der Schulung der Hundeführer größte Bedeutung beigemessen: Bevor künftige Hundeführer mit der Ausbildung beginnen dürfen, durchlaufen sie eine 14-tägige Überprüfung, die sie in die Fütterung, Pflege und Ausbildungsgrundlagen eines Hundes einweisen. Darüber hinaus werden sie über 24 Stunden unter Schlafentzug und starker körperlicher Belastung vom Heerespsychologischen Dienst auf ihre physische and psychische Belastbarkeit überprüft.

Ein Abschlußtest über das Erlernte komplettiert das Programm and entscheidet über die Zulassung zur Teilnahme am Militärhundeführer-Lehrgang.

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
Impressum | Kontakt