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Allerseelenfeier der Garnison Graz

Graz, 31. Oktober 2019  - Am Donnerstag fanden in Graz die traditionellen Allerseelenfeierlichkeiten der Garnison Graz statt. Auch in diesem Jahr wurden die Feiern zum Totengedenken für die Gefallenen beider Weltkriege sowohl auf dem Zentralfriedhof wie am Jüdischen Friedhof in Graz begangen. Im Zuge eines militärischen Festaktes, der von der Militärmusik Steiermark musikalisch umrahmt wurde, traten neben dem Feldzeichentrupp und einem Ehrenzug des Militärkommandos Steiermark auch Abordnungen des Österreichischen Kameradschaftsbundes, des Privilegierten Grazer Bürgerkorps und des Traditionszuges des K.u.K. Feldjägerbataillon 9 an.

Am Zentralfriedhof konnte der Militärkommandant der Steiermark, Brigadier Heinz Zöllner, als Ehrengäste den steirischen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und in Vertretung des Grazer Bürgermeisters Gemeinderat Peter Piffl-Percevic begrüßen.

Gräber sind Ausdruck der Gedenkkultur

"Die Gräber der Kriegstoten sind Orte individueller Trauer. Dort gedenken Menschen ihrer verstorbenen Angehörigen. Aber die Gräber dienen auch der kollektiven Erinnerung, sie sind Ausdruck der Gedenkkultur unseres Landes", so Brigadier Heinz Zöllner in seiner Rede am Zentralfriedhof.

"Wir müssen dankbar sein"

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer mahnte zur Dankbarkeit und Achtsamkeit. "Wir müssen dankbar sein für Wohlstand, Frieden und Demokratie in unserem Land. Diese Freiheiten sind nicht gepachtet, sondern wir müssen sie uns jeden Tag aufs Neue erarbeiten", so der Landeshauptmann, der gerade in Zeiten wie diesen Erinnerungskultur einmahnte: "Wir dürfen nicht vergessen!"

Nach den Ansprachen legten Schützenhöfer, Percevic und Zöllner Kränze beim Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges nieder.

Kranzniederlegung am Jüdischen Friedhof

Im Anschluss fand die Gedenkveranstaltung des Militärkommandos Steiermark auf dem Jüdischen Friedhof in Graz statt. Dabei wurde gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Graz der während des Ersten Weltkrieges gefallenen jüdischen Soldaten der K.u.K. Armee gedacht.

Das Gedenken muss selbstverständlich sein

"Es muss für uns eine Selbstverständlichkeit sein, auch der gefallenen jüdischen Soldaten des Ersten Weltkrieges zu gedenken und uns im Zusammenhang mit diesem Gedenkstein auch an die grauenhaften Verbrechen zu erinnern, die an der jüdischen Bevölkerung während der NS-Zeit begangen wurden", unterstrich der Militärkommandant, der aber auch einen jüdischen Grundwehrdiener aus dem Jahr 2014 zitierte: "Als strenggläubiger Jude sind mir im Bundesheer viele Sonderleistungen zu Gute gekommen. Sei es, dass ich Zeit für das Gebet bekam oder koscher essen konnte. Zudem bin ich wirklich sehr froh, dass es derzeit keine Probleme zwischen jüdischen und muslimischen Soldaten gibt."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Steiermark

Die Allerseelenfeiern fanden am Grazer Zentralfriedhof...

Die Allerseelenfeiern fanden am Grazer Zentralfriedhof...

...und am Jüdischen Friedhof statt.

...und am Jüdischen Friedhof statt.

Nach den Ansprachen wurden Kränze niedergelegt.

Nach den Ansprachen wurden Kränze niedergelegt.

Die Militärmusik Steiermark sorgte für eine würdevolle musikalische Gestaltung.

Die Militärmusik Steiermark sorgte für eine würdevolle musikalische Gestaltung.

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