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Eurofighter üben taktische An- und Abflugverfahren

Zeltweg, 05. März 2014  - Die Eurofighterpiloten des Überwachungsgeschwaders führen von März bis Ende Juni 2014 ein spezielles Training ("Low Level Awareness Training") durch. Dabei werden auch taktische An- und Abflugverfahren auf dem Militärflugplatz Zeltweg geübt, die vom üblichen Flugbetrieb abweichen.

Die Flugübungen sind für Eurofighterpiloten erforderlich, um bei Einsätzen mit höherer Bedrohungsstufe alle fliegerischen Aufträge umfassend erfüllen zu können. Grundsätzlich sind im Übungsflugbetrieb zwei bis drei Trainingsflüge pro Tag im Zeitraum von 8.00 bis 17.00 Uhr vorgesehen, wobei aber dieses spezielle Training nicht täglich geflogen wird und keine Flüge im Überschallbereich erfolgen.

Besondere Pilotenausbildung

Das taktische Anflugverfahren dient dazu, den Eurofighter im Falle einer Bedrohung durch Waffen am Boden in kürzest möglicher Zeit zu landen beziehungsweise sich durch spezielle Flugmanöver der Bekämpfung durch Fliegerabwehrwaffen zu entziehen. Bei einem üblichen Landeanflug ohne Bedrohung fliegt der Pilot den Flughafen mit einer Geschwindigkeit von etwa 200 Knoten an. Das entspricht ungefähr der Geschwindigkeit eines Formel-1-Rennwagens bei maximaler Leistung. Der Landeanflug dauert dann ungefähr drei Minuten.

Bei einem taktischen Landeanflug hält der Pilot eine Anfluggeschwindigkeit von 450 Knoten und bringt das Flugzeug in der halben Zeit zur Landung. Das verkürzt seine Gefährdung durch Fliegerabwehrwaffen am Boden.

Erfahrener Einsatzpilot als Übungsleiter

Oberstleutnant Günter Taschler, selbst ein Eurofighterpilot, ist verantwortlich für den Flugbetrieb . Er ist im Zuge seiner Pilotenlaufbahn zahlreiche Düsenflugzeuge geflogen, darunter die Saab 105OE, der Saab "Draken", die Northrop F-5 "Tiger" und der Saab "Viggen". Seit sieben Jahren ist er als Pilot im Flugdienst mit dem Eurofighter unfallfrei unterwegs.

Zu den besonderen Fertigkeiten für alle an der Ausbildung Beteiligten sagt er: "Die Herausforderung für die Piloten bei diesen taktischen Anflügen besteht darin, die hohe Anfluggeschwindigkeit von fast 900 km/h in möglichst kurzer Zeit und auf kleinstem Raum auf die Aufsetzgeschwindigkeit von etwa 300 km/h zu reduzieren. Die Einteilung des Flugweges muss dazu trotz extrem hoher Fliehkräfte im Kurvenflug, die den Piloten belasten, präzise stimmen. Erschwerend kommt hinzu, dass wir als taktische Einheit immer mit mindestens zwei Flugzeugen fliegen, die diesen Anflug gemeinsam und koordiniert durchführen müssen."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Steiermark

Der Eurofighter startet mit Nachbrenner.

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Mit maximaler Triebwerksleistung gewinnt der Abfangjäger rasch an Höhe.

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Der Eurofighterpilot beginnt den taktischen Landeanflug.

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In kurzer Zeit landet der Eurofighter sicher auf der Landepiste.

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Oberstleutnant Günter Taschler leitet den Flugdienst und erklärt die Flugmanöver.

Oberstleutnant Günter Taschler leitet den Flugdienst und erklärt die Flugmanöver.

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