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Chargenkurs bei der Lehrkompanie des Militärkommandos Salzburg

Salzburg, 24. Juni 2004  - Von März bis Juni 2004 fand in der Lehrkompanie des Militärkommandos Salzburg der 1. Chargenkurs 2004 statt. Die jungen Soldatinnen und Soldaten des Kurses erweiterten und festigten ihre Kenntnisse in den Themen der Basisausbildung und lernten, einen Trupp zu kommandieren. Zu Beginn mussten sich 102 Kursteilnehmer einer Eignungsprüfung der allgemeine Kondition (EPraKond) unterziehen. Diese Überprüfung bestanden insgesamt 83 der Anwärter.

Ziel des Chargenkurses ist es, die Kursteilnehmer vom "einfachen Schützen" zum Truppkommandanten auszubilden. Die Grundlage dafür ist das Modell der Jägergruppe. Am Kursbeginn standen Waffen- und Schießdienst, Exerzierdienst und Gefechtsdienst als Hauptthemen im Vordergrund. Die Waffen und Kampfmittel der Jägergruppe waren zu erlernen. Bei zwei Schieß-Trainings konnte das Erlernte dann in die Praxis umgesetzt werden.

Im Rahmen einer dreitägigen Sicherungsübung am Übungsplatz "Saalach-Au" erlernten die Kursteilnehmer die Fertigkeit, einen Sicherungstrupp zu führen. Im Rahmen einer Verlegung auf den Truppenübungsplatz "Glainach" übten die Kursteilnehmer dann sehr intensiv den "Kampf im verbauten Gebiet". Räume wurden gestürmt, Straßenkreuzungen richtig überwunden und Gräben gewaltsam eingenommen. Als Schwergewicht wurde das richtige Eindringen in einen Raum, rasches Erkennen der Bedrohung und die richtige Reaktion bei Standard-Situationen geübt.

Als Grundlage für einen Auslandseinsatz wurde auch eine PSO-Ausbildung (Peace Support Operation) durchgeführt. Diese Ausbildung war auf die aktuellen Erfordernisse von Auslands-Missionen abgestimmt. Mit der Unterstützung von Nahkampfausbildern wurden den Kursteilnehmern die Grundzüge im Umgang mit der Waffe in einem Handgemenge und das Kontrollieren von Emotionen vermittelt. Bei einem 24-Stunden-Kampftag setzten die Teilnehmer das Erlernte dann in die Praxis um. Die Feinddarsteller sorgten für realistische Szenarien und Vorfälle. So wurden die Auszubildenden bei gestellten Demonstrationen unter anderem mit Wasserbomben beworfen oder auch (in kontrolliertem Rahmen) körperlich attackiert, mussten diese Angriffe aber professionell abwehren, ohne die Nerven zu verlieren.

Auf Patrouillenwegen im Raum Elsbethen stießen die Kursteilnehmer auf so manche Überraschung. Hier wurde zum Beispiel ein Sprengstoffattentat auf eine Kaserne dargestellt. Verwundete Minenopfer mussten geborgen und versorgt werden; Schmugglern, Waffenschiebern und flüchtenden Feinddarstellern musste das Handwerk gelegt werden.

Am Ende der Übung mussten drei "verdächtigen Personen" aus einem Reisebus geholt und festgenommen werden, ohne dass bei den anderen Fahrgästen Panik ausbrach. Auch diese Aufgabe bewältigten die Kursteilnehmer mit großer Professionalität und Ruhe. Erfahrungen aus derartigen Situationen sind notwendig, um den Soldaten zu zeigen, welche Belastungen in einem Einsatzfall auf sie zukommen könnten.

Den Abschluss der Ausbildung bildete der Gefechtsdienst-Leistungswettbewerb "Jäger", der den Teilnehmern alles abverlangte. Dieser Marsch war Voraussetzung, um den Kurs erfolgreich abzuschließen. Alle gestarteten Gruppen erreichten am zweiten Tag - mehr oder weniger fit - das Ziel.

Am 4. Juni war es dann soweit: 75 Kursteilnehmer des 1. Chargenkurses 2004 legten ihre Prüfung ab. Die beachtliche Anzahl von 66 Soldaten konnte bestehen. Gut ausgebildet und um einige Erfahrungen reicher wurden die jungen Chargen wieder in ihre Heimatgarnisonen zurückgeschickt.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Mutproben sind Teil des Chargenkurses.

Mutproben sind Teil des Chargenkurses.

Auch eisige Gewässer müssen überwunden werden.

Auch eisige Gewässer müssen überwunden werden.

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