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2. Internationale Pferdewallfahrt

Hochfilzen/ Maria Kirchental, 25. Juni 2004  - 40 Militär-Tragtiere aus 3 Nationen (Österreich, Schweiz, Deutschland) nahmen am Freitag den 25. Juni an der 2. Internationalen Pferdewallfahrt von Hochfilzen in die Wallfahrtskirche Maria Kirchental teil.

Start war pünktlich um 08.00 Uhr am Römersattel, dem nördlichsten Punkt des Bundesheer-Übungsplatzes von Hochfilzen. Die erst halbe Stunde führte entlang eines malerischen Saumpfades hinunter in den Raum Vorderkaserklamm, dann ging es den Schüttachgraben hinaus bis zur Bundesstraße im Bereich Weissbach bei Lofer. Die nächsten Kilometer führten entlang der Saalach bis St. Martin. Dort wartete noch ein ca. 20-minütiger Anstieg nach Maria Kirchental. In Maria Kirchental zelebrierte Weihbischof Jakob Mayr ein Feldgottesdienst. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Militärmusik Salzburg unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberstleutnant Ernst Herzog.

Von den 40 Tragtieren kamen 9 Pferde der Rasse "Freiberger" von der Schweizer Armee aus Bern und 10 Mulis von der Deutschen Bundeswehr aus Bad Reichenhall. Der Rest waren "Haflinger" des Österreichischen Bundesheeres. Das Bundesheer hat derzeit noch rund 180 Haflinger, wovon sich je 35 bei den Tragtierstaffeln in Landeck (Tirol), Lienz (Osttirol) und Spittal/Drau (Kärnten) befinden. Die restlichen etwa 70 Pferde sind auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen, der zum Militärkommando Salzburg gehört. Hochfilzen ist verantwortlich für die Aufzucht dieser in alpinen Regionen einsetzbaren Rasse.

Die Idee der Pferdewallfahrt entsprang einem Gespräch des Kommandanten von Hochfilzen, Oberst Fritz Bieler, mit dem Militärseelsorger des Militärkommandos Salzburg, Dekan Mag. Peter-Paul Kahr. Bis vor zwei Jahren fand jährlich einmal auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen eine Pferdesegnung statt. Bieler und Kahr stellten Überlegungen an, wie man eine solche Pferdesegnung attraktiver gestalten könnte. Dabei kamen sie auf die Idee einer Wallfahrt, wobei es in unmittelbarer Nähe kein besseres Ambiente als die Wallfahrtskirche von Maria Kirchental geben dürfte. Beide Herren stießen mit ihrem Anliegen beim Militärkommandanten von Salzburg, Generalmajor Paul Kritsch, auf offene Ohren. Aufgrund der guten Kontakte wurden damals auch gleich die Kameraden aus dem nahe gelegenen Bad Reichenhall eingeladen. Die guten Rückmeldungen der Auftaktveranstaltung hatten sich rasch bis in die Schweiz durchgesprochen. So meldeten sich dieses Jahr auch die Schweizer Tragtierführer für die Wallfahrt an.

An der Wallfahrt nahmen neben den Tragtieren noch etwa 160 Personen des Bundesheeres aber auch des zivilen Lebens als "normale Pilger" teil. Darunter konnten Vertreter verschiedener Konfessionen begrüßt werden.

Für die hervorragende Ablauforganisation und das gute Gelingen zeichneten der Kommandant des Truppenübungsplatzes Hochfilzen, Oberst Fritz Bieler, und der Kommandant der Tragtierstaffel Hochfilzen, Vizeleutnant Georg Messner, verantwortlich.

Ein Haflinger des Bundesheeres kann etwa 120 kg Gewicht tragen, davon wiegt der Sattel 25 kg. Auch in Zeiten der Hochtechnologie, wo Hubschrauber über 1000 kg innerhalb von 10 Minuten auf jeden Berggipfel absetzen können, sind Tragtiere für eine moderne Armee unersetzbar. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn das Wetter (Nebel, Schneefall, Stürme, etc.) keinen Einsatz von Hubschraubern zulassen, die Soldaten im Gebirge aber dennoch zuverlässig versorgt werden müssen. Die Tragtierführer des Bundesheeres sind speziell im Umgang mit Pferden geschulte Soldaten. Ihr Leitspruch lautet: "Zuerst kommt das Pferd, dann sein Führer!"

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Trittsicherheit ist gefragt.

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Durch eine enge Schlucht geht es weiter.

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Die ersten Wallfahrer treffen ein.

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Die Feldmesse vor dem "Pinzgauer Dom".

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Die Wallfahrer vor der Kirche Maria Kirchental.

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