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Strahlenalarm in der Aualm

St. Martin a. Tennengebirge, 03. Dezember 2004  - Das Militärkommandos Salzburg führte in Zusammenarbeit mit zivilen Einsatz- und Rettungsorganisationen eine Strahlenschutzübung am Truppenübungsplatz Aualm durch.

"Die zivil-militärische Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und erstmalig in einer gemeinsamen Übung die Maßnahmen des Strahlenalarmplanes umzusetzen, das ist das Ziel dieser Übung“, sagt Oberst Heinz Hufler, stellvertretender Militärkommandant von Salzburg und verantwortlich für die Strahlenschutzübung.

Die gemeinsame Übung mit Bundespolizeidirektion, Berufsfeuerwehr, Landesfeuerwehrverband und Rotem Kreuz fand am Mittwoch, den 1. Dezember, auf dem Bundesheer-Übungsplatz Aualm statt.

ALs Szenario lag der Absturz eines Kleinflugzeuges auf dem Bundesheer-Übungsplatz (Gemeinde St. Martin am Tennengebirge) zugrunde. Dabei kam es zum Austritt von radioaktiven Material, welches sich im Laderaum befunden hat. Erschwert wurde die Lage dadurch, dass das Flugzeug auf eine im Aufstieg befindliche Tourengruppe von Soldaten fiel. Dabei wurden die verletzten Tourengeher teilweise kontaminiert (verstrahlt).

Mitarbeiter des Übungsplatzes wurden Augenzeugen des Unfalls und alarmierten ihre vorgesetzte Dienststelle. Das Militärkommando Salzburg setzte unverzüglich seine ABC-Abwehr-Kräfte (Atomar, Biologisch, Chemisch) und Sanitätselemente in Marsch.

Eine Kurzbeurteilung der Lage ergab, dass mit den militärischen Kräften nicht das Auslangen gefunden werden konnte.

Von der Bundespolizeidirektion Salzburg wurde ein Spürhubschrauber zum Festellen der Strahlung eingesetzt. Der Landesfeuerwehrverband Salzburg und die Berufsfeuerwehr Salzburg brachten ebenfalls Spürtrupps zum Einsatz. Das Rote Kreuz stellte eine Hilfsstelle zur Versorgung der anfallenden Verletzten zu Verfügung.

Von Seiten des Militärs kam dabei die durch die Sanitätsanstalt und Sanitätslehrkompanie entwickelte Patienten-Dekontaminationsanlage zum Einsatz. Dies ist eine europaweit einzigartige Einrichtung, in der verstrahlte Patienten dekontaminiert werden können. Diese Anlage ist rasch aufzubauen und daher in weiterer Folge auch für Einsätze österreichischer Soldaten im Ausland geeignet.

Bei diesem Anlass wurde wieder einmal die gute Zusammenarbeit zwischen den Kräften des Bundesheeres und den Salzburger Einsatz- und Rettungsorganisationen demonstriert. Besonders auf dem Gebiet des Strahlenschutzes trug die Übung zu einer Optimierung der Abläufe im gemeinsamen Umgang mit derartigen Szenarien bei.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Feststellen der Strahlungsintensität durch einen Spürer.

Feststellen der Strahlungsintensität durch einen Spürer.

Bergung von Patienten im kontaminierten Gebiet.

Bergung von Patienten im kontaminierten Gebiet.

Kooperation zwischen den Kräften des Militärkommandos und zivilen Einsatzorganisationen.

Kooperation zwischen den Kräften des Militärkommandos und zivilen Einsatzorganisationen.

Die Patienten-Dekontaminationsanlage im Einsatz.

Die Patienten-Dekontaminationsanlage im Einsatz.

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