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Katastrophen-Einlagen in Trieben und St. Andrä

Wien, 16. April 2004  - Ein Horrorszenario - aufgebaut vom ABC-Abwehrzug in Salzburg. Schutz04 "gastierte" am Freitag auf dem RHI-Gelände und in der Kärntner Gemeinde St. Andrä. Übungsannahme in Trieben: Terroristen haben eine Bombe im Turm gezündet. Um 8.05 Uhr heulen im Ort die Sirenen. Die Betriebsfeuerwehr rückt Minuten später an. Feuerwehr-Kommandant Franz Haberl verschafft sich einen ersten Überblick. Seine Leute schlagen Alarm: Bei der Explosion wurde Cäsium 137 freigesetzt.

"Die Freisetzung von Cäsium 137 ist nur eine Übungsannahme. Wir verwenden zur Materialprüfung Nukleide. In einem realen Katastrophenfall bestünde daher weder für die Mitarbeiter noch für die Bevölkerung Gefahr", erklärt Werksleiter Gerhard Tomani. Die Übung findet auf einem stillgelegten Teil des Werkgeländes statt - in der Fabrik selbst läuft die Produktion. "Aus diesem Grund haben wir der Übung gerne zugestimmt. Wir betreiben weltweit 27 Standorte. Die Übung gibt uns die Möglichkeit, unsere eigenes Krisenmanagement zu überprüfen", meinte Tomani.

Gefordert sind in Trieben auch die Krisenmanager von Exekutive, Rotem Kreuz, Feuerwehr und dem Bundesheer.

Insgesamt standen 130 Feuerwehrleute mit 21 Fahrzeugen aus zwölf Wehren im Einsatz. Dazu kamen noch 50 Gendarmeriebeamte, Suchhunde und Mitglieder des Einsatzkommandos Cobra. Das Bundesheer war mit zwei Transporthubschraubern sowie 120 Mann der ABC-Abwehrkompanie des Militärkommandos Steiermark im Einsatz. An Sanitätern standen 55 Rot-Kreuz-Mitarbeiter, fünf Notärzte und neun Fahrzeuge zur Verfügung.

Den Einsatz leiteten der Liezener Bezirkshauptmann Kurt Rabl und der Triebener Bürgermeister Fritz Weissenbacher.

Die Verletzten wurden mit Strahlenmessgeräten überprüft. Verstrahlte Personen wurden zu einem eigenen mobilen Lazarett des Roten Kreuzes transportiert. Das Bundesheer baute einen Deko-Platz auf, an dem verstrahlte Personen dekontaminiert wurden. Alle anderen Unglücksopfer wurden in einem weiten Zelt der Rettungsorganisation betreut.

In Kärnten wurde in der Gemeinde St. Andrä ebenfalls die Bewältigung eines Katastrophenszenarios mit der Freisetzung von radioaktivem Material geübt. Ein Transporter mit radioaktivem Material war auf einer Brücke in einen Unfall verwickelt worden. 250 Mann aller Einsatzkräfte bereinigten die Situation. Verteidigungsminister Günther Platter, der beide Übunen besuchte, zeigte sich zufrieden: "Eine großartige Übung, Respekt allen Beteiligten und jenen, die dies vorbereitet haben. Gerade solche Übungen sind wichtig und zeigen die ausgezeichnete Kooperation der Behörden.

Katastrofeneinsatz in Trieben.

Katastrofeneinsatz in Trieben.

Verwundetenbergung im Magnesitwerk.

Verwundetenbergung im Magnesitwerk.

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