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Neue Führungsstrukturen für EU-Militäreinsätze

Projektuntergruppe zum "European Capabilities Action Plan (ECAP)" tagt in der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg.

Salzburg, 18. Jänner 2006  - Bis Juli 2006 soll die Geschäftsordnung des Militärstrategischen Hauptquartiers (des Operational Headquaters, OHQ) der Europäischen Union fertig sein. Dieses ehrgeizige Ziel verfolgen 22 Militärexperten aus elf Mitgliedsstaaten, des EU-Militärstabes sowie des Nato-Hauptquartiers. Von 16. bis 19. Jänner traf die Projektuntergruppe in der Schwarzenberg-Kaserne in Wals-Siezenheim zusammen.

Österreich aktiv beteiligt

"Aus österreichischer Sicht ist es unser Ziel, im Rahmen dieser Arbeitsgruppe konstruktiv an der Entwicklung der Ablauforganisation für das EU-Hauptquartier mitzuarbeiten", sagt der österreichische Vertreter und Gastgeber des Treffens, Oberst Thomas Heinold. Österreich ist seit 2003 Mitglied in der von Frankreich geführten Arbeitsgruppe. Und gearbeitet wird sehr intensiv, beinahe jedes Monat findet ein Meeting statt. Neben der Geschäftsordnung für das neue Militärstrategische Hauptquartier sollen auch die Geschäftsordnungen für die Hauptquartiere von europäischen Streitkräften (Force Headquaters, FHQ) erstellt werden.

Der "European Capabilities Action Plan"

Beim Gipfel von Helsinki beschloss die Europäische Union 1999, eine 60.000 Mann starke Streitkraft aufzustellen, die innerhalb von 60 Tagen in ein Einsatzgebiet verlegt werden kann. Dort angekommen sollte die Truppe in der Lage sein, ein Jahr lang ihre Aufgaben zu erfüllen.

Dazu meldeten alle europäischen Länder - darunter auch Österreich - freiwillige Beiträge ein. Eine Analyse dieser Beiträge ergab, dass es auf gewissen militärischen Gebieten zu Einschränkungen und Engpässen kommt. Im Rahmen des "European Capabilities Action Plan (ECAP)" sollen nun Lösungen zur Behebung der Defizite erarbeitet werden.

19 Arbeitsgruppen beraten nun über Spezialeinsatzkräfte, medizinische Versorgung, Drohnen oder Luft- und Seetransportkapazitäten, und viele andere Themen. Der Arbeitskreis, dem auch die Experten des Salzburger Meetings angehören, beschäftigt sich mit der Aufstellung von militärischen Führungseinrichtungen auf Ebene der EU und der einzelnen Streitkräfte.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Militärexperten aus elf Nationen arbeiten an der Geschäftsordnung für das neue Militärhauptquartier der EU.

Militärexperten aus elf Nationen arbeiten an der Geschäftsordnung für das neue Militärhauptquartier der EU.

Oberst Thomas Heinold (li) mit Oberstleutnant Christian de Bellecombe, dem Leiter der Arbeitsgruppe.

Oberst Thomas Heinold (li) mit Oberstleutnant Christian de Bellecombe, dem Leiter der Arbeitsgruppe.

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