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Tag der Landstreitkräfte

Salzburg, 26. Juni 2006  - 250 Gäste folgten Freitag den 23. Juni 2006 der Einladung von Generalleutnant Edmund Entacher zum Tag der Landstreitkräfte. Unter ihnen waren u.a. Bundesministerin Ursula Haubner, Verteidigungsminister a.D. Herbert Scheibner, Landtagspräsident Hans Holztrattner in Vertretung der Landeshauptfrau sowie Prälat Walchhofer in Vertretung des Erzbischofs von Salzburg. Zu den Gästen zählten auch hohe Offiziere aus Deutschland, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien und Ungarn.

Das Offizierskasino der Schwarzenbergkaserne war letztmalig Veranstaltungsort eines derartigen Empfanges. Mit 1. September 2006 wird bekanntlich das Kommando der Landstreitkräfte im Zuge der Heeresreform in das Streitkräfteführungskommando mit Kommandositz in Graz übergeleitet.

Masse der Bediensteten bleibt in Salzburg

Am 1. Dezember 2002 hat das Kommando der Landstreitkräfte mit Sitz in Salzburg seine Arbeit aufgenommen. Mit der Funktion des höchsten Kommandanten des Bundesheeres wurde Generalleutnant Edmund Entacher, ein gebürtiger Großarler, betraut. Auch nach der Überleitung der Landstreitkräfte in das Streitkräfteführungskommando verbleiben wesentliche Grundgebiete dieses Kommandos in Salzburg: Die Personal-, die Logistik-, die Informations- und Kommunikationstechnikabteilung, die Inspektion und Controlling sowie Teile des Budgetbereiches. Entacher gelang es, die Masse seiner über 250 Bediensteten an den neu aufgestellten Arbeitsplätzen in Salzburg zu halten.

Verantwortlich für 37.000 Soldaten

Das Kommando der Landstreitkräfte hatte die Führungsverantwortung über neun Militärkommanden und fünf Brigaden. Die Friedensstärke betrug 13.000 Bedienstete und durchschnittlich 24.000 Rekruten Österreichweit. Bei einer Mobilmachung hätten die Landstreitkräfte auf 55.000 Soldaten anwachsen können.

"Ich bin sehr dankbar und glücklich über diese intensive Zeit bei den Landstreitkräften. Wir hatten eine Übungs- und Ausbildungsdichte, die im europäischen Bereich herzeigbar ist", sagte Entacher in seiner Ansprache. Bundesministerin Haubner dankte den Landstreitkräften, dass sie immer ein verlässlicher Partner für die österreichische Bevölkerung gewesen seien.

Intensive Übungstätigkeit

Eine der größten Initiativen des Kommandos der Landstreitkräfte war das Manöver Schutz 04 welches im April 2004 in Kärnten und der Steiermark abgehalten wurde. Geübt wurde besonders das koordinierte Zusammenwirken zwischen Exekutive, zivilen Stellen und dem Bundesheer bei terroristischen Bedrohungen.

Eine weitere, international sehr große Beachtung findende Übung, war die EUDREX 04 im Oktober 2004 in Niederösterreich. Hier wurde die internationale Zusammenarbeit im Katastrophenschutz anhand eines Erdbebenszenarios trainiert. Die Einsatzleitung setzte sich dabei aus Kräften des Bundesheeres, des Innenministeriums, des Roten Kreuzes, des Samariterbundes sowie der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren zusammen. An der Übung nahmen auch Katastrophenhilfsteams aus sechs europäischen Ländern teil.

Katastropheneinsätze

Eine große Herausforderung für die Landstreitkräfte stellten die Hochwassereinsätze im Jahr 2005 in der Steiermark, in Salzburg, in Tirol und Vorarlberg dar. Nachdem im August besonders der Salzburgische Pinzgau von Unwettern heimgesucht wurde, war es im September Tirol und Vorarlberg. Fast der gesamte Westen Österreichs war vom übrigen Land abgeschnitten. Um die Schäden in Grenzen zu halten und die zivilen Einsatzkräften zu unterstützen kamen innerhalb von kürzester Zeit bis zu 2.700 Soldaten aus dem gesamten Bundesgebiet zum Einsatz. Koordiniert wurden diese Einsätze von Salzburg aus durch das Kommando der Landstreitkräfte.

Anfang 2006 brachten lang anhaltende heftige Niederschläge an der Alpennordseite Schneemengen von bisher nie bekanntem Ausmaß. Weil durch den Schneedruck öffentliche Gebäude und Produktionsstätten einzustürzen drohten, waren die Landstreitkräfte im Februar mit zahlreichen Assistenzanforderungen konfrontiert. Bis zu 2.800 Soldaten wurden dabei zur raschen Hilfe in die betroffenen Regionen in Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol entsandt.

Der letzte große Katastropheneinsatz für das Salzburger Kommando war das Hochwasser im April diesen Jahres in Niederösterreich.

Dank an Mitarbeiter

Zum Abschluss seiner Ansprache bedankte sich Entacher bei seinen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit und die gezeigte Loyalität. Ein Dankeschön richtete er auch an das Heimatbundesland der Landstreitkräfte Salzburg und an die Landeshauptstadt, denn, so Entacher: “Es gab nie eine Situation, die nicht lösbar war!“

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Generalleutnant Entacher war 4 Jahre Kommandant der Landstreitkräfte.

Generalleutnant Entacher war 4 Jahre Kommandant der Landstreitkräfte.

10 Panzer bildeten das Spalier für den Empfang.

10 Panzer bildeten das Spalier für den Empfang.

Bundesministerin Haubner (li), Verteidigungsminister a.D. Scheibner (2.v.l.), Brigadier Heidecker (2.v.r.), Landtagspräsident Holztrattner (re).

Bundesministerin Haubner (li), Verteidigungsminister a.D. Scheibner (2.v.l.), Brigadier Heidecker (2.v.r.), Landtagspräsident Holztrattner (re).

Korpskommandant Luc Fellay (li.) und Brigade-General Milan Maxim.

Korpskommandant Luc Fellay (li.) und Brigade-General Milan Maxim.

v.l.n.r.: Bürgermeister Bieringer, Brigadier Berktold, Korpskommandant Fellay und Generalleutnant Entacher.

v.l.n.r.: Bürgermeister Bieringer, Brigadier Berktold, Korpskommandant Fellay und Generalleutnant Entacher.

Brigadier Oschep und Brigadier Waldner.

Brigadier Oschep und Brigadier Waldner.

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