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Grey's Anatomy im Kosovo: Als österreichischer Militärarzt im deutschen Einsatzlazarett

Salzburg / Kosovo, 21. Dezember 2012  - Gerade zu Weihnachten wünschen wir uns Frieden auf Erden. Sehr konkret wird dieser Wunsch für Menschen in Krisengebieten auf der ganzen Welt. Über 1.400 Österreichische Soldaten stehen zurzeit für den Frieden im Auslandseinsatz. Im Sommer dieses Jahres war auch Dr. Arnold Suda im Einsatz - als Militärarzt im Kosovo. Erstmals hatte damit ein Arzt des Österreichischen Bundesheeres die Möglichkeit, als stellvertretender Leiter des Einsatzlazaretts der deutschen Bundeswehr in Prizren zu arbeiten.

Milizarzt in der Feldambulanz Salzburg

Nach seinem Studium der Humanmedizin wurde Suda 2002 zum Grundwehrdienst einberufen. "Ich wurde als Wiener in der Heeressanitätsanstalt in Salzburg eingesetzt. Dank meiner Vorgesetzten erlebte ich dort sechs lehrreiche Monate und blieb so als Milizarzt beim Bundesheer." Im Zivilleben begann anschließend in Wien die Ausbildung zum Orthopäden.

2006 folgte der Wechsel nach Deutschland: Zuerst Abschluss der Fachausbildung als Unfallchirurg und Orthopäde in Heidelberg und seit 2010 als Facharzt an der Unfallklinik in Ludwigshafen. Zum Krankenhaus gehört auch ein Rettungshubschrauber, erzählt Oberarzt Suda: "Der Dienst am Hubschrauber bedeutet Menschen direkt am Notfall zu behandeln – das ist teils sehr fordernd aber man sieht sofort den Erfolg seiner Hilfe."

Gesundheit für 20.000 Menschen

Ein Kollege im Krankenhaus erzählte Suda von seinem Einsatz im deutschen Feldlazarett im Kosovo. "Durch meine Funktion als Milizarzt im Bundesheer konnte ich den Kontakt mit der Bundeswehr herstellen und aufgrund der guten Zusammenarbeit von Deutschland und Österreich im Auslandseinsatz wurde mir die Leitung der Chirurgie angeboten."

Von Mitte Juni bis Mitte August dieses Jahres ging es dann in den Einsatz. Das Einsatzlazarett der deutschen KFOR-Truppe besteht aus 128 Soldaten. Kommandant war eine Frau Oberfeldarzt. Das Lazarett entspricht einem kleinen Bezirkskrankenhaus. Die Ausrüstung vor Ort ist topmodern: zwei OP-Säle, Computertomograph, Schockraum und Intensivstation. Sichergestellt wird damit die medizinische Versorgung für 6.500 KFOR-Soldaten und Mitarbeiter von UNO und Europäischer Union - insgesamt rund 20.000 Menschen.

Acht Wochen durchgehende Einsatzbereitschaft

"In der Chirurgie hatten wir pro Tag rund 30 ambulanten Patienten und bis zu fünf Operationen", erklärt Suda sein Aufgabenbereich. "Wir hatten ein sehr breites Spektrum zu behandeln: von Trauma über allgemeinchirurgische Eingriffe, Behandlung von Wunden und Verletzungen bis hin zu Notfällen wie etwa gynäkologischen Eingriffen."

Fordernd waren auch die acht Wochen durchgehende Einsatzbereitschaft: "Auch wer nicht im Hauptdienst war, musste für Notfälle erreichbar bleiben." Ausgezahlt habe sich der Auslandseinsatz auf jeden Fall, sagt der 36-Jährige: "Mir bleiben viele spannende und neue Erfahrungen aus der Militärmedizin. Die Zusammenarbeit mit den deutschen Kameraden war prima und auch die Akzeptanz als Führungskraft war kein Problem."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Stets mit einem Lächeln bei der Arbeit: Dr. Suda behandelt einen Patienten.

Stets mit einem Lächeln bei der Arbeit: Dr. Suda behandelt einen Patienten.

Feingefühl: Eine Hand-Operation des deutsch-österreicheischen Medizinerteams.

Feingefühl: Eine Hand-Operation des deutsch-österreicheischen Medizinerteams.

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