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Presseaussendung vom 02. August 2002

Übung von friedensunterstützenden Einsätzen an der Jägerschule Saalfelden=

Vom 29. Juli bis 2. August 2002 findet im Raum Saalfelden eine Übung zum Ausbildungsthema Friedensunterstützende Einsätze statt. Als Höhepunkt fand dabei heute eine Windenbergung von zwei mit einem LKW verunglückten Soldaten mittels Hubschrauber statt. Bei einer Demonstration an einem Checkpoint galt es dann, die Demonstranten unter Vermeidung von Gewalt zu beruhigen und zum Rückzug zu bewegen.****

Da Friedensunterstützende Einsätze im internationalen Umfeld immer mehr an Bedeutung gewinnen, wurde von der Jägerschule Saalfeldendieses Ausbildungsthema in die praktische Zugskommandantenausbildung der Militärakademiker aufgenommen. Dabei erhielten 14 Militärakademiker des Jahrganges HADIK eine fundierte Ausbildung über das Verhalten als Zugskommandant im Rahmen eines friedensichernden Einsatzes wie es derzeit z. B. im Kosovo oder Afghanistan der Fall ist.
Als Ausbildungsthemen standen dabei Betreiben von stationären oder mobilen Kontrollpunkten, Patrouillen zu Fuß oder motorisiert, Beherrschen von Demonstrationen und Aufruhren und Hausdurchsuchungen auf dem fordernden Dienstplan. Dass diese Themen in der Ausbildung tatsächlich notwendig sind, wurde durch die Auslandserfahrung des Ausbildungskaders bereits mehrmals "am eigenen Leib" erlebt.
Dazu wurde in Saalfelden eine Zeltstadt aufgebaut, die als "Basiscamp" der eingesetzten Kräfte dient. Von hier aus wurden alle Aktivitäten im AOR (Area Of Responsibility) gesteuert. Als "Darsteller" für die unterschiedlichsten Szenarien waren ca. 200 Soldaten des Jägerbataillons 18 aus St. Michael in der Steiermark nach Saalfelden verlegt worden.

Als Höhepunkte der Übung darf heute die Windenbergung von zwei Soldaten nach einem Verkehrsunfall und die gewaltlose Auflösung einer Demonstration bei einem Checkpoint angesehen werden.
Die Windenbergung erfolgte von einem Hubschrauber AB212 aus, der den Retter punktgenau auf der Ladefläche des verunfallten LKW´s absetzte. Nach der notärztlichen Erstversorgung wurden die beiden verletzten Soldaten geborgen und mit dem Hubschrauber einer sanitäts-mäßigen Weiterversorgung zugeführt.
Kurz darauf wurden an einem stationären Checkpoint Demonstranten gemeldet. Die rasch herangeführte Eingreifreserve konnte aber durch geschicktes Verhandeln eine Eskalation der Situation vermeiden und die Demonstranten zum Abziehen vom Checkpoint bewegen.
Die österreichischen Soldaten haben sich gerade auf dem Gebiet der Verhandlungen bei solchen Demonstrationen schon in schwierigsten Situationen im Ausland bewährt.

Die Jägerschule Saalfelden, als Schmiede der Infanterie, hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, dieses Wissen in die Ausbildung einfließen zu lassen und damit einen weiteren Beitrag der österreichischen Soldaten zur Friedenssicherung zu ermöglichen.

02. August 2002 Michael Miller, Stabswachtmeister (Schluß) nnnn

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