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Fragen und Antworten

Irgendwie mutet der Einstieg in den Grundwehr-/Ausbildungsdienst wie ein kleines Abenteuer an. Man hat zwar das eine oder andere von Freunden und Bekannten gehört, aber trotzdem weiß man nicht so recht, was wirklich auf einen zukommt. Wir wollen, dass Sie sich schon jetzt ein richtiges Bild davon machen können, was Sie bei Ihrem Dienst im Österreichischen Bundesheer tatsächlich erwartet. Vom ersten Tag in der Kaserne bis zur Ausbildung - hier erfahren Sie das Wesentliche über Ihre künftigen Grundwehrdienst/Ausbildungsdienst.


Was soll ich zum Einrücken mitnehmen?

Es ist ganz nützlich, einige zivile Utensilien ins "Einrückungsgepäck" zu stecken. Aber man braucht ja nicht gleich zu übertreiben. Damit Sie sich die Qual der Wahl ersparen, haben wir für Sie einige Tipps gesammelt.

Das könnten Sie einpacken

  • Zivilkleidung
    Sie dürfen erst nach dem Ende der zweiten Ausbildungswoche in Uniform die Kaserne verlassen, so dass es ganz gut ist, wenn Sie über zusätzliche zivile Kleidung verfügen.
    Tipp: Ausreichend Unterwäsche für die erste Ausbildungswoche einpacken!
  • Persönlicher Bedarf für die Körperpflege
    (Waschzeug, Rasierzeug, Zahnbürste, Badeschlapfen etc.)
  • Turnschuhe
    Sie bekommen zwar welche in der Kaserne, wenn Sie zum Sport aber lieber Ihre eigenen Laufschuhe anziehen wollen, wird Ihnen das niemand verwehren.

Auf eigenes Risiko mitbringen können Sie

  • Radio, Fernseher, Videoanlage, Walkman etc.
    Die Aufstellung dieser Geräte ist an eine Genehmigung des Kasernenkommandanten gebunden, die Ihnen in der Regel auch erteilt wird, sofern diese Anlagen nicht allzu große Stromfresser sind. Übrigens: In (fast) jeder Kaserne gibt es einen oder mehrere Freizeiträume, in denen ohnehin Radio und Fernseher aufgestellt sind.
  • Wecker
    Sie können natürlich einen mitbringen, Sie brauchen ihn aber nicht. Denn Sie werden täglich verlässlich von der Charge vom Tag geweckt: Das Stichwort "Tagwache" kennen Sie vielleicht schon.
  • Literatur (Bücher, Zeitschriften etc.)
    Ein japanisches Sprichwort sagt: "Nur eine Gesellschaft, die liest, ist eine Gesellschaft, die denkt!" Ein Spruch, an den man bei der Freizeitgestaltung denken sollte...

Was Sie nicht mitnehmen dürfen

  • Waffen und Munition
  • Haustiere

Was Sie nicht mitnehmen sollten

  • PC oder Notebook
  • größere Bargeldbeträge und Wertgegenstände
  • sperrige Gebrauchsgegenstände und
  • ebensolche Sportgeräte
  • alkoholische Getränke

Werden meine Fahrtkosten ersetzt?

Dem Einberufungsbefehl wird in der Regel ein Bahngutschein beigelegt. Auslagen für eventuell anfallende weitere Reisekosten werden Ihnen ersetzt. Sollten Sie mit einem privaten Kraftfahrzeug zur Kaserne fahren, können Sie binnen vier Wochen bei Ihrer militärischen Dienststelle um Fahrtkostenvergütung ansuchen. Nicht benützte Bahngutscheine sind abzugeben. In jedem Fall ist es aber günstiger, wenn sie am Einrückungstag mit der Bahn anreisen. Sie werden nämlich, wenn Ihnen kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht, von dem der Kaserne am nächsten gelegenen Bahnhof abgeholt.

Ersparen Sie sich den Kampf mit der Zeit

Natürlich ist es richtig, dass Sie erst zum "befohlenen" Zeitpunkt, in der Regel um elf Uhr, einrücken müssen. Sollten Sie etwas früher kommen, wird Ihnen niemand böse sein. Vielmehr ist es sogar ratsam, und das gilt nicht nur für das Einrücken, nicht bis zum letzten Augenblick zu warten. Es kann ja unterwegs zu unvorhersehbaren Zwischenfällen kommen.

Muss ich mir beim Bundesheer die Haare schneiden lassen?

Man hört sehr viel über den "Bundesheerhaarschnitt". Vieles davon ist nicht mehr als ein Gerücht. Doch einige Punkte sollten Sie unbedingt beachten, damit Ihre Frisur "heerestauglich" ist:

Ihre Haare sollen gepflegt sein und weder Hemd- noch Uniformkragen berühren (bei normaler Kopfhaltung). Auch dürfen überhängende Haare Ohren und Stirn nicht bedecken. Ausgefallene Modehaarschnitte (z.B. teilrasierter Kopf) wie auch ausgeflippte Farbtönungen sind untersagt.

Und noch etwas: Oberlippenbärte und Koteletten sind erlaubt, sofern sie den ordnungsgemäßen (dichten) Sitz der ABC-Schutzmaske nicht beeinträchtigen. Kinn- und Backenbärte dürfen überhaupt nicht getragen werden. Auch aus hygienischen Gründen, aber vor allem, weil sonst die Schutzmaske nicht mehr dicht abschließt. Ausnahmen werden nur aus medizinischen Gründen genehmigt.

Für Soldatinnen gilt folgende Vorschrift: Die Haupthaare weiblicher Soldaten sind, angepaßt an die jeweilige Verwendung, derart zu tragen, dass der ordnungsgemäße Sitz der militärischen Kopfbedeckungen sichergestellt ist und dass durch die Länge bzw. die Trageweise der Haare keine Eigen- bzw. Fremdgefährdung eintritt. Dies ist entweder durch den Haarschnitt oder die Trageweise der Haare sicherzustellen.

Weil wir bei schmuckem Haar waren, bleiben wir gleich beim Schmuck. Darunter fallen Ringe, Ketten, Bänder etc. In Uniform ist das sichbare Tragen von auffallendem Schmuck sowie Nasen- und Ohrenschmuck verboten. Wenn Sie diese Bestimmungen einhalten wird gegen das Tragen von nicht sichtbarem Schmuck grundsätzlich nichts einzubringen sein, sofern dieser nicht beim Sport- oder bei der Gefechtsausbildung eine Verletzungsgefahr darstellt.

Soldatinnen ist das Tragen von dezentem Ohrschmuck zum kleinen oder großen Ausgangs- bzw. Gesellschaftsanzug gestattet.

Was muss ich beim Anpassen der Uniform beachten?

Gleich am ersten Tag Ihres Wehrdienstes werden Sie eingekleidet und ausgerüstet. Wenn Sie die Ausrüstung und Bekleidung ausfassen, ist es ganz gut zu wissen, welche Größe Sie sonst tragen. Sie ersparen sich damit das umständliche Probieren. Schließlich soll die Hose nicht rundum zwicken, und sollen die Schuhe keine Druckstellen erzeugen.

Freilich, das "Eingehen" neuer Schuhe kann Ihnen niemand abnehmen. Falls Sie unsicher sind, sollten Sie zur Vorsicht die Uniformteile probieren, um sich ein späteres Tauschen zu ersparen. Wenn Sie erst beim ersten Marsch merken, dass Sie Ihre Schuhe drücken, ist es zu spät. Blasen sind meist sehr schmerzhaft.

Ist das Essen beim Heer wirklich so schlecht?

Ernährungsbewusstsein ist heute gefragt. Auch beim Heer. Die Ernährung ist für den Soldaten von besonderer Bedeutung. Das werden Sie vor allem in der relativ anstrengenden Grundausbildung rasch merken. Das Essen beim Bundesheer ist wesentlich besser, als manche Kritiker es wahrhaben wollen. Modernst eingerichtete Großküchen sorgen für eine abwechslungsreiche und nahrhafte Kost, die den neuesten ernährungsphysiologischen Erkenntnissen entspricht. Lassen Sie also Ihr "Lunchpaket" getrost zu Hause.

Apropos Essen: Natürlich essen die "Chefs" (Ausbilder und sonstige Vorgesetzte) das gleiche wie die Rekruten!

Sollte Ihnen das kulinarische Angebot trotzdem nicht immer zusagen: im "Soldatenheim" (Kantine) können Sie etwas zum Essen - meist Kaltes - kaufen. Von der Wurstsemmel bis zu Durstlöschern und von der Schuhpasta bis zum Rasierschaum werden hier Waren zum Selbstkostenpreis angeboten. Der Aufenthalt im Soldatenheim ist in der Regel nur in der dienstfreien Zeit gestattet. Besuchen Sie die Lokalität im Dienst, brauchen Sie die Genehmigung Ihres Vorgesetzten.

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