Österreichs Bundesheer

Aufgaben der Streitkräfte

Das Bundesheer ist die bewaffnete Streitmacht der Republik Österreich. Seine vielfältigen Aufgaben leiten sich vor allem aus dem Wehrgesetz ab. Zusätzlich wird in diesem Zusammenhang aber auch immer bedeutender, dass Österreich Mitglied in der Europäischen Union und in der Partnerschaft für den Frieden (PfP) ist.

Oberbefehlshaber über alle Soldatinnen und Soldaten ist der Bundespräsident, wobei die Befehls- und Verfügungsgewalt beim Bundesminister für Landesverteidigung und Sport liegt. Höchstrangiger Offizier des Bundesheeres ist der Generalstabschef.


Die Hauptaufgaben des Bundesheeres sind:

Militärische Landesverteidigung

Soldaten im Gefechtstraining. Die Landesverteidigung ist die Kernaufgabe des Bundesheeres.

Im Falle einer Aggression von außen oder bei einem Angriff auf österreichisches Territorium stehen die Kampftruppen des Bundesheeres bereit.

Die militärische Landesverteidigung ist nach wie vor die Kernkompetenz der Land- und Luftstreitkräfte sowie der Spezialeinsatzkräfte. Im Anlassfall können die Kampfverbände schnell reagieren und bei Bedarf nach kurzer Reaktionszeit durch weitere Truppen, unter anderem durch Soldaten der Miliz, verstärkt werden.

Schutz von Einwohnern und Einrichtungen

Ein Soldat bewacht das Donaukraftwerk Melk. Während einer Übung bewacht ein Soldat das Donaukraftwerk Melk.

Wenn nötig helfen Soldaten des Bundesheeres, die Ordnung und Sicherheit in Österreich aufrechtzuerhalten. Denkbar ist dabei, dass Einsatzkräfte des Heeres die verfassungsmäßigen Einrichtungen unseres Landes (wie etwa Regierung, Parlament, Landräte oder Bezirkshauptmannschaften) schützen und damit die demokratischen Freiheiten der Bürgerinnen und Bürger sichern.

Weil derartige Einsätze im Inland aber grundsätzlich die Aufgabe der Exekutive sind, dürfen Soldaten diese Assistenzaufgaben nur auf Ansuchen des Innenministeriums übernehmen.

Hilfe bei Naturkatastrophen oder Unglücksfällen

Soldaten im Hochwassereinsatz. Soldaten im Einsatz gegen Überschwemmungen.

Bei Naturkatastrophen, sogenannten Elementarereignissen, und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfangs sind die Helfer des Bundesheeres zur Stelle.

Ob Hochwasserhilfe, Löschflüge bei Waldbränden, großflächige Schneeräumungen, Suche nach Lawinenopfern oder Waldarbeiten nach Sturmschäden - zu jeder Jahreszeit gibt es für die Einsatzkräfte viel zu tun.

Hilfe im Ausland

Spezialeinsatzkräfte mit Flüchtlingskindern im Tschad. Spezialeinsatzkräfte des Bundesheeres mit Flüchtlingskindern im Tschad.

Als Mitglied vieler internationaler Organisationen ist Österreich auch bereit, im Ausland zu helfen. Soldaten des Bundesheeres haben sich dabei in den letzten Jahrzehnten sowohl bei friedensunterstützenden oder friedenserhaltenden Missionen, als auch durch schnelle Hilfe nach Katastrophen einen hervorragenden Ruf erworben.

Größere Kontingente des Bundesheeres sind zurzeit in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo, auf den Golanhöhen und im Tschad stationiert.

Personalstärke

Um all diese Aufgaben zu erfüllen, stützt sich das Bundesheer auf drei Standbeine ab: Die Landstreitkräfte, die Luftstreitkräfte und die Spezialeinsatzkräfte. Derzeit weisen Verteidigungsministerium und Bundesheer folgende Personalstärke auf:

14.000 Soldaten
8.000 Zivilbedienstete
25.000 Miliz-Soldaten
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47.000 Personen

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