Österreichs Bundesheer

Fragen und Antworten

Stimmt es, dass man auf seine Menschenrechte verzichten muss, wenn man sich der Jagdkommando-Ausbildung unterziehen will?

Natürlich muß man nicht auf seine Menschenrechte verzichten. Da diese Rechte in der Europäischen Menschenrechtskommission und in der österreichischen Bundesverfassung verankert sind, ist dies nicht möglich.

Richtig ist aber, dass man sich vor Beginn des Auswahlverfahrens einverstanden erklärt, an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gebracht zu werden. Das ist notwendig, weil nur auf diese Weise einsatznahe Belastungen erzeugt werden können. Unter solchen Bedingungen zu trainieren ist wichtig, damit Jagdkommando-Soldaten dann in einem tatsächlichen Einsatz bestehen können.

Bekommen Soldaten beim Jagdkommando mehr bezahlt als andere Soldaten?

Auch Jagdkommando-Soldaten werden nach dem für alle Militärpersonen gültigen Gehaltsschema bezahlt. Darüber hinaus stehen jedem Jagdkommando-Soldaten eine Jagdkommando-Zulage für seinen Dienst in der Jagdkommando-Ausbildung sowie verschiedene Erschwernis-Zulagen zu. Soldaten der Jagdkommando-Einsatzorganisation erhalten außerdem die KIOP-Zulage für ihre erhöhte Einsatzbereitschaft.

Wie lange muss man sich nach dem Grundkurs verpflichten und beim Jagdkommando bleiben?

Derzeit besteht noch keine Verpflichtung, nach dem Jagdkommando-Grundkurs eine bestimmte Zeit beim Jagdkommando Dienst zu versehen. Es wird allerdings von Seiten des Kommandos eine fünf- bis acht-jährige Verweildauer der Soldaten angestrebt. Möglich ist übrigens auch eine Milizverwendung beim Jagdkommando.

Stimmt es, dass man zu Beginn der Jagdkommando-Ausbildung "gebrochen" und dann zur "Killermaschine" aufgebaut wird?

Die Ausbildung beim Jagdkommando verlangt neben einer überdurchschnittlichen körperlichen Leistungsfähigkeit vor allem mentale Stärke, um die Belastungen während des Trainings sowie im Einsatz auszuhalten.

Soldaten, die mental schwach sind, sind daher für das Jagdkommando ungeeignet. Während des Auswahlverfahrens werden im Zuge der psychologischen Eignungstestung ungeeignete Personen von der Ausbildung ausgeschlossen.

Außerdem werden beim Jagdkommando keine "Killermaschinen", sondern Teams ausgebildet, denn Einsätze können nur gemeinsam bewältigt werden.

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