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Was macht eigentlich ein...?

Aufklärer

Die Grundwehrdiener Bäck, Assl und Micu-Budisteanu.

V.l.: Bäck, Assl und Micu-Budisteanu sind ein Team und möchten auch so im Porträt erscheinen.

Christoph Bäck, Christoph Assl und Mario Micu-Budisteanu leisten ihren Grundwehrdienst beim Jägerbataillon 17 im südsteirischen Straß. Dort gehören sie dem Aufklärungszug an, einer Art Elite innerhalb des Verbandes. Weil Teamwork dort der Schlüssel zum Erfolg ist, war ihre erste Reaktion auf das Interview einhellig: Wir treten nur gemeinsam auf!

Warum haben Sie sich für den Grundwehrdienst entschieden?

Bäck: Mein Vater arbeitet beim Bundesheer, über ihn habe ich es kennengelernt. Wir waren immer wieder bei Veranstaltungen wie der AirPower in Zeltweg, aber auch beim Tag der offenen Tür in Straß. Vielleicht hat es mich deshalb immer schon gereizt.

Assl: Also, auch wenn das jetzt abgedroschen klingt, für mich gehört es zum Erwachsenwerden dazu, das Bundesheer zu machen. Die Kameradschaft, die Erlebnisse, die man hier macht, macht man sonst nirgends.

Micu-Budisteanu: Mich hat das Abenteuer gelockt. Und ich wollte die Möglichkeit haben, Sport zu machen.

Mit den Waffen im Anschlag beobachten die Soldaten ihre Umgebung.

Aufklärer-Alltag: Assl und Micu-Budisteanu beobachten die Umgebung. Bäck verlässt das Iglu, in dem die Soldaten übernachtet haben.

Wie kann man sich einen typischen Arbeitstag für Aufklärer vorstellen?

Bäck: Schwer zu sagen, wir sind viel unterwegs. Am ehesten so: Um 6 Uhr Tagwache. Zuerst erledigen wir Morgentoilette und Frühstück, dann hat jeder seinen Reinigungsbereich zu machen. Das ist ein Gang in unserer Unterkunft oder ein Zimmer. Und dann geht's ab auf den Übungsplatz neben der Kaserne.

Micu-Budisteanu: Dort tarnen wir unsere Fahrzeuge und dann übt jeder seine Aufgaben: Die Scharfschützen, die Kraftfahrer oder ich als Funker des Zugskommandanten. Schön ist es, wenn man später sieht, wie all diese Funktionen zusammenarbeiten.

Assl: Das Mittagessen gibt es meistens draußen am Übungsplatz. Und am Nachmittag geht das Training weiter. Wobei es zwei- oder dreimal pro Woche länger dauert und wir bis am Abend im Freien bleiben.

Micu-Budisteanu: Nicht zu vergessen: Einmal pro Woche sind wir die ganze Nacht unterwegs.

Aufnahme von Oberstabswachtmeister Eduard Haibl.

Aufklärer-Kommandant Oberstabswachtmeister Eduard Haibl (2.v.r.) mit den drei Grundwehrdienern.

Was gefällt Ihnen bisher am besten?

Assl: Also für mich ist es die Kameradschaft, wie wir als Team zusammenhalten.

Bäck: Dass die Arbeit mit den Kadersoldaten auch Spaß macht. Das Kaderpersonal kann uns gut motivieren, schreiben Sie das bitte! Und dass zwischendurch der Schmäh rennt und man trotzdem seine Leistung bringt, das schließt sich ja nicht aus.

Und was läuft nicht so gut, was könnte besser sein?

Micu-Budisteanu: Die Bezahlung könnte besser sein. Ansonsten fällt mir nur ein: Ein WLAN wie auf dem Truppenübungsplatz Seetaler Alpe wäre auch in unserer Kaserne super. Nach Dienst wäre ich gerne mit meinem Laptop online. Mit dem Handy kostet mir das zu viel und es ist auch langsam.

Bäck: Ja, ganz klar die Bezahlung. Plötzlich mit dem Grundwehrdiener-Sold auskommen zu müssen ist hart für Menschen, die schon Geld verdient haben.

Assl: Die Ausbildung ist toll, aber die Freizeit schon sehr knapp. Wir kommen oft auf 60 oder 70 Stunden pro Woche, da würd ich mir ein bißchen mehr Zeit für Privates wünschen.

Die Grundwehrdiener Bäck, Assl und Micu-Budisteanu.

Die Jobs der Grundwehrdiener (v.l.): Assl ist Kraftfahrer des Zugskommandanten, Micu-Budisteanu dessen Funker. Bäck ist Fahrer eines Scharfschützentrupps und selbst ausgebildeter Scharfschütze.

Wie geht es nach dem Bundesheer weiter?

Assl: Ich will in Graz studieren, da gibt's eine Fachhochschule für Automatisierungstechnik.

Micu-Budisteanu: Ich gehe an die Montanuni in Leoben, mache aber in der Miliz weiter. Das ist auch der Grund, warum ich jetzt schon Gefreiter bin.

Bäck: Ich habe mich zu einem sechsmonatigen Einsatz im Kosovo gemeldet. Für mich geht das Bundesheer also weiter.

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