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Was macht eigentlich ein...?

Hubschrauber-Pilot

Hauptmann Karl Sebert

Hauptmann Karl Sebert vor seinem Hubschrauber.

Hauptmann Karl Sebert ist Hubschrauber-Pilot und fliegt mit dem S-70 "Black Hawk". Seine Hubschrauberstaffel ist im niederösterreichischen Langenlebarn stationiert.

Wie sind Sie zum Bundesheer gekommen?

Seitdem ich als Jugendlicher in den Nachrichten Militärhubschrauber bei einer Übung gesehen habe, habe ich für diesen Job gebrannt. Ich wollte die Einjährig-Freiwilligen-Ausbildung zum Milizoffizier machen und hatte eigentlich das Ziel ins Cockpit einer AB212 zu kommen.

Das Bundesheer selbst übte mit seinen vielen Tätigkeitsbereichen und dem hohen Erlebnisfaktor schon früh seinen Reiz auf mich aus.

Wie ging es danach weiter?

Im ersten Jahr habe ich die militärfliegerische Selektion absolviert. Das war der Startschuss für den Beginn der fliegerischen Ausbildung, die mich von Zeltweg über Graz nach Langenlebarn bis nach Linz-Hörsching zu den ersehnten AB212-Staffeln führte.

Dann bekam ich nach dreijähriger Tätigkeit als Einsatzpilot die Möglichkeit, mich zu den damals noch ganz neuen "Black Hawks" nach Langenlebarn versetzen zu lassen. Das war die Krönung meiner bisherigen Laufbahn.

 Sebert im Cockpit des Black Hawk

Am Arbeitsplatz: Sebert im Cockpit des "Black Hawk".

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?

Wenn wir nicht gerade auf Einsätzen in Österreich unterwegs sind - das kann tage- oder auch wochenweise sein - beginnen wir den Dienst in der Staffel um 7:30 Uhr mit einem Morgenbriefing. Dort erhalten wir Wettervoraussichten, allgemeine dienstliche Informationen und die Flugdiensteinteilung.

Danach begibt sich jeder mit seinen Aufträgen an die Arbeit und erledigt Vorabsprachen und die Flugvorbereitung, ohne die die anschließenden Flüge nicht durchführbar wären.

Was ist das Besondere am "Black Hawk"?

Der "Black Hawk" ist ein sehr leistungsstarker Hubschrauber, der mit seinen knapp 4.000 PS bis zu zwölf voll ausgerüstete Soldaten oder Lasten bis vier Tonnen transportieren kann. Sein Einsatzspektrum reicht von der Waldbrandbekämpfung über den Truppentransport im Gebirge bis hin zum Abseilen von Spezialeinsatzkräften auf Häuser.

Er ist am Tag und in der Nacht, bei Sonnenschein und schlechtem Wetter, zu allen Jahreszeiten und in allen Klimazonen einsetzbar. Mit seiner vielfältigen Sicherheitsausstattung ist der "Black Hawk" auch unter Gefahr ein sehr zuverlässiger und robuster Hubschrauber.

Sebert mit einem Kameraden

Sebert mit einem seiner Piloten-Kollegen. Sicheres Fliegen setzt vor allem intensive Planungen voraus.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job besonders?

Die Abwechslung, die Erlebnisse, die Vogelperspektive vom Gelände und natürlich das Steuern dieses tollen Fluggerätes.

Was müsste noch verbessert werden?

Es gibt beim Zusammenarbeiten von Menschen immer Aspekte, die verbessert werden können. Auch in unserer Hubschrauberstaffel ist das Miteinander ein ständiger Prozess.

Konkret hätte ich gerne mehr Piloten in unserer Staffel. Das würde es uns erleichtern, die vielen Aufgaben abzuarbeiten.

Was ist Ihnen bisher besonders in Erinnerung geblieben?

Meine erste multinationale Flieger-Übung im Jahr 2002 in Plovdiv in Bulgarien. Die war für mich sehr einprägsam und wegweisend für etliche weitere Übungen und Einsätze im In- und Ausland.

Die Zusammenarbeit von Fliegerbesatzungen aus allen Teilen der Welt bedeutet immer wieder Spannung und großen Erfahrungsgewinn für alle Beteiligten. Die Teams bringen so viele individuelle Erfahrungen und Eigenheiten in die oft aufwendigen Planungsprozesse ein - und dann muss das alles die "Feuerprobe": die tatsächlichen Durchführung der geplanten Flüge.

Außerdem sehe ich noch immer das Bild der kroatischen Küste von oben vor mir, die ich bei Auslandseinsätzen mehrmals entlang fliegen durfte. Das ist mir im Gedächtnis geblieben.

Wie geht's beruflich weiter?

Das Fliegen ist und bleibt das Hauptaugenmerk in meinem Job. Und das erfordert konstant hohe Leistungsbereitschaft. In Kursen und Lehrgängen bekomme ich Neuerungen vermittelt und kann mein Wissen beziehungsweise meine Fertigkeiten erweitern.

Die Schwergewichte in meiner Ausbildung liegen derzeit auf dem Planen und Trainieren von Gefechtstechniken mit Hubschrauberformationen und auf dem richtigen Reagieren auf Bedrohungen vom Boden und aus der Luft.

Wenn demnächst das Cockpit des "Black Hawk" wieder auf den neuesten technischen Stand gebracht wird, bleibt das Fliegen in unserer Staffel auch weiterhin höchst attraktiv.

Soldaten knien hinter einem Schützenpanzer.

Hauptmann Karl Sebert kehrt von einem Flug zurück.

 Der Name des Piloten wurde geändert. Weil Hubschrauber-Teams des Bundesheeres regelmäßig mit Spezialeinsatzkräften zusammenarbeiten und oft auch im Ausland zum Einsatz kommen, unterliegen ihre persönlichen Daten besonderen Sicherheitsbestimmungen.

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