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Was macht eigentlich eine...?

Militärhundeführerin

Petra Schneidhofer mit ihrer Schäferhündin Blaze.

Petra Schneidhofer mit ihrer Schäferhündin Blaze.

Petra Schneidhofer arbeitet als Militärhundeführerin beim Österreichischen Bundesheer. Mit ihrer belgischen Schäferhündin "Blaze" teilt sie nicht nur ihre Arbeit und die Freizeit, sondern auch schon einige Erfolge: Bei den Weltmeisterschaften für Diensthunde in der Schweiz konnten sie und Blaze im Vorjahr den zweiten Platz erobern, um den 380 Teams gekämpft hatten. Dies brachte der jungen Hundeführerin unter anderem eine Nominierung zum "Soldier of the Year" des Bundesheeres.

Wie kamen Sie zu diesem außergewöhnlichen Beruf?

Ich habe mich schon immer für Hunde interessiert und wollte schon als Kind einen Vierbeiner als Freund. Meine Eltern haben mir diesen Wunsch aber nicht erfüllt, also beschloss ich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und meine Berufung zum Beruf zu machen. Ich habe mich beim Militärhundezentrum beworben, wurde zur Aufnahmeprüfung zugelassen, und nach zwei Wochen Prüfungsstress wurde ich als Militärhundeführeranwärterin aufgenommen.

Wie ging es dann weiter?

Bevor ein künftiger Hundeführer mit der Ausbildung beginnen darf, muss er eine 14-tägige Überprüfung über sich ergehen lassen. So war's auch bei mir. Ich durchlief mehrere Stationen, die mich in die Fütterung, Pflege und Ausbildungsgrundlagen eines Hundes einweisen. Außerdem wurde ich über 24 Stunden unter Schlafentzug und starker körperlicher Belastung vom Heerespsychologischen Dienst auf meine Belastbarkeit überprüft.

Am Ende gab's einen Abschlusstest, und dann wurde über meine Zulassung zur Teilnahme am Militärhundeführer-Lehrgang entschieden. Glücklicherweise hat's geklappt.

Petra Schneidhofer mit ihrer Schäferhündin Blaze.

Mittlerweile hat sich das Duo auf die Suche nach Suchtgiften spezialisiert.

Wann begann die Arbeit mit Ihrer Hündin?

Die wurde mir danach zugeteilt. Gemeinsam haben wir dann die dreimonatige Grundausbildung absolviert. Nach dieser Basisausbildung, die alle Hunde und natürlich auch alle Hundeführer durchlaufen müssen, erfolgt die Spezialisierung. Ich wurde Suchtgifthundeführerin und durchlief mit Blaze eine weitere dreimonatige Spezialausbildung.

Was ist das Wichtigste im Umgang mit den Tieren?

Die Philosophie der Hundeausbildung ist immer die gleiche. Für die Hunde ist es ein Spiel, und wenn sie die Aufgabe meistern, gibt es eine Belohnung. Das ist die Motivation für den Hund - egal ob Rottweiler oder Schäferhund.

Außerdem leben unsere Hunde bei ihren Führern. Nur so kann ein vertrauensvolles Verhältnis entstehen. Mein Tag beginnt und endet mit dem Hund, die berühmten 24 Stunden, 7 Tage die Woche sind bei einem Hundeführer ganz normal. Die Tiere gehen nach Dienstschluss mit uns nach Hause und bleiben auch nach ihrer Pensionierung bei ihrem Frauchen oder Herrchen.

Grundvoraussetzung ist also, beruflich und privat in der Lage zu sein, den Beruf eines Militärhundeführers auszuüben. Auch der Freund oder der Ehepartner muss dabei sehr tolerant sein und in das Leben dieser "Dreiecksbeziehung" passen.

Petra Schneidhofer bei der Feier zum "Soldier of the Year".

Im Jahr 2011 kam Schneidhofer in die Endauswahl zum "Soldier of the Year".

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