Österreichs Bundesheer

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Was macht eigentlich ein...?

Gardesoldat

Im Österreichischen Bundesheer arbeiten tausende Männer und Frauen in verschiedensten Berufen. Soldaten der Jägertruppe oder Panzergrenadiere erfüllen dabei vollkommen andere Aufgaben als etwa Piloten, Heeresärzte oder Militärpfarrer.

In kurzen Interviews stellen hier einige Mitarbeiter ihre Arbeit vor.

Wachtmeister Adam Vukovic

Wachtmeister Adam Vukovic.

Wachtmeister Adam Vukovic ist Gruppenkommandant beim Gardebataillon.

Adam Vukovic ist Gruppenkommandant bei der Garde. Der 25-Jährige bildet Grundwehrdiener in den verschiedenen Einsatzbereichen der Garde aus. Meist ist er dabei für 15 bis 20 Soldaten verantwortlich.

Wie sind Sie zur Garde gekommen?

Seit ich denken kann, wollte ich Soldat werden. Für mich hat der Beruf des Soldaten schon immer etwas Heldenhaftes an sich gehabt. Dann habe ich erfahren, dass man schon mit 17 zum Heer gehen kann und bin 2005 bei der Garde eingerückt. Ich habe mich damals bewusst für die Garde entscheiden, weil ich von Freunden gehört habe, wie vielseitig der Aufgabenbereich eines Gardisten ist.

Und wie ging es dann weiter?

Ich habe meinen damals noch achtmonatigen Grundwehrdienst geleistet, wo ich nicht nur das Exerzieren, sondern auch das Showprogramm der Garde erlernt habe. Schon als Grundwehrdiener war ich bei mehreren Assistenzeinsätzen dabei. Danach habe ich den Chargenkurs absolviert und als Ausbildner bei der Truppe begonnen.

Vukovic verbessert die Gewehrhaltung eines Rekruten.

Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit Grundwehrdienern.

Von 2008 bis 2009 habe ich die Unteroffiziersakademie in Enns absolviert und seitdem bin ich Gruppenkommandant. Das bedeutet, ich bilde Rekruten in verschiedenen Disziplinen aus. Neben Sport und Exerzieren sowie die Waffenausbildung und Training an schweren Waffen lehre ich die Rekruten auch Formaldisziplin. Auch Bügeln und Krawattenbinden müssen die jungen Burschen lernen. Besonders wichtig ist mir als Ausbildner, dass ich die Rekruten zur Selbstständigkeit erziehe.

Wie sieht Ihr typischer Tagesablauf aus?

Eigentlich gibt es in meinem Beruf keinen typischen Tagesablauf, weil kaum ein Tag wie der andere ist. Die Ausbildungsinhalte sind zwar insgesamt vorgegeben, es hängt allerdings vom Dienstplan ab, was ich wann und wie lange zu tun habe.

Ein Tag bei der Garde könnte beispielsweise so aussehen: Um 7.30 Uhr ist Dienstbeginn. Danach steht bis zur Mittagspause, die immer um 11.15 Uhr beginnt, Sport und Exerzieren mit den Rekruten auf dem Programm. Nach dem Mittagessen kommt eine Ausbildung im Bereich der schweren Waffen sowie eine Infanterieausbildung dran. Dienstschluss ist heute um 20 Uhr.

Die Ausbildung bei uns ist sehr umfangreich. Weil die Garde nicht nur Repräsentationsaufgaben hat, brauchen die Grundwehrdiener unbedingt auch eine Infanterieausbildung. Die Gruppe muss auch bei einem unerwarteten Ereignis jederzeit einsatzbereit sein.

Vukovic beim Infanterietraining mit Rekruten.

Neben ihren Repräsentationsaufgaben erhalten die Gardisten auch eine infanteristische Ausbildung.

Was ist das Spannendste an Ihrem Beruf?

Bei der Garde gibt es eine Vielseitigkeit, die andere Einheiten nicht haben. Wir müssen von den Repräsentationsaufgaben und dem Exerzieren bis zum Umgang mit Infanterie und schweren Waffen alles beherrschen, weil wir ja eigentlich Jäger sind.

Mir gefällt besonders gut, dass ich viel mit Menschen zu tun habe und als Gruppenkommandant Vorbild und irgendwie auch Erzieher für die Rekruten bin. Ich versuche auch an schlechten Tagen, die Gruppe immer zu motivieren und das Positive zu sehen. Und ich glaube, das spüren die Rekruten, weil es funktioniert.

Außerdem habe ich oft eine besondere Funktion als Dolmetscher. Ich spreche Deutsch, Englisch, Serbokroatisch und Ungarisch und darf daher manchmal, wenn Militärangehörige aus anderen Ländern in Österreich sind, übersetzen.

Welche Erlebnisse sind Ihnen bisher besonders in Erinnerung geblieben?

Ganz klar, die Staatsempfänge. Das Gefühl, so nahe an hochrangigen Personen dran zu sein, ist einfach unbeschreiblich. Ein besonderes Erlebnis war 2007 der Besuch von Pabst Benedikt XVI. Spannend war auch, als der russische Präsident Putin in Österreich war.

Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft vor?

Ich möchte auf jeden Fall bei der Truppe bleiben. Wenn es dienstlich möglich ist, möchte ich verschiedene Kurse belegen. Meine nächsten Ziele sind der C-Führerschein und der Nahkampf-Grundkurs. Diese Kurse kann ich dann auch für die Ausbildung meiner eigenen Gruppe sehr gut verwenden. Irgendwann möchte ich dann Zugskommandant bei der Garde werden.

Wachtmeister Vukovic überwacht das Training mit dem Panzerabwehrrohr.

Wachtmeister Vukovic überwacht das Training mit dem Panzerabwehrrohr.

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