Österreichs Bundesheer

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Was macht eigentlich ein...?

Scharfschütze

Im Österreichischen Bundesheer arbeiten tausende Männer und Frauen in verschiedensten Berufen. Soldaten der Jägertruppe oder Panzergrenadiere erfüllen dabei vollkommen andere Aufgaben als etwa Piloten, Heeresärzte oder Militärpfarrer.

In kurzen Interviews stellen hier einige Mitarbeiter ihre Arbeit vor.

Gefreiter Aleks Hasikic

Gefreiter Aleks Hasikic.

Gefreiter Aleks Hasikic während einer Trainingspause am Truppenübungsplatz Seetaler Alpe.

Aleks Hasikic hat bis Ende Oktober 2014 seinen Grundwehrdienst beim Jägerbataillon 18 im obersteirischen St. Michael geleistet - und das in einer Spezialfunktion: Er wurde zum Scharfschützen ausgebildet.

Warum sind Sie zum Jägerbataillon 18 in St. Michael eingerückt?

Ich bin ja aus Wien und musste auch in Wien zur Stellung. Dort habe ich aber gleich angegeben, dass ich gerne zu den Jägern einrücken möchte, also in eine Kaserne, wo richtige Action ist. Ich wollte einfach, dass mein Grundwehrdienst interessant wird. Und daraufhin wurde ich dem Jägerbataillon 18 zugeteilt.

Und wie kam es dazu, dass Sie Scharfschütze geworden sind?

Der Scharfschützen-Ausbilder, ein Stabswachtmeister, hat uns über diese Möglichkeit informiert. Wir konnten uns dann freiwillig melden und mussten eine sportliche Prüfung bestehen. Unter anderem mussten wir dabei einen Sieben-Kilometer-Marsch und einen 2.400-Meter-Lauf absolvieren, beides auf Zeit. Liegestütze und Sit-ups mussten wir auch machen. Ich hab's unter die besten Fünf geschafft und wurde zur Ausbildung zugelassen.

Zwei Scharfschützen marschieren in schwierigem Gelände.

Scharfschützen gehen in der Regel zu zweit vor.

Was hat Ihnen besonders gefallen?

Mir hat's generell getaugt. Am besten gefallen haben mir sicher die Gefechtsdienste, also wenn wir draußen waren. Als Scharfschütze bist du nicht so gebunden wie andere Soldaten. Du kannst dich freier bewegen, musst mehr nachdenken und selbstständig handeln. Außerdem musst du mitdenken, was dein Kommandant will und was für ihn wichtig ist.

Was war nicht so toll?

Wenn unser Tarnanzug, den wir Ghillie nennen, nass geworden ist. Der saugt sich dann voll und wird ziemlich schwer. Das macht dann weniger Spaß.

Zwei Scharfschützen beobachten kniend ihre umgebung.

Hasikic (l.) und ein Kamerad bei einem Beobachtungshalt.

Wie hat ein typischer Tagesablauf ausgesehen?

Unsere Tage haben eigentlich schon am Abend davor begonnen. Da haben wir die Packordnung hergestellt, also unsere Ausrüstung für den nächsten Tag vorbereitet, und unsere Waffe gereinigt.

Dann, in der Früh, ging's meist gleich im Fußmarsch auf in unser Übungsgebiet. Dort angekommen, haben wir uns erstmal gründlich getarnt und den Ghillie angezogen. Dann mussten wir meist unsere Umgebung aufklären, also festhalten: Wo sind die Stellungen der anderen Soldaten, welche Wege gibt es, welche Hindernisse und so weiter. Danach haben wir unsere eigenen Stellungen angelegt. Nach dem Mittagessen ging's dann mit Gefechtsdienst weiter.

Zwei gut getarnte Scharfschützen in Stellung.

Kaum noch zu sehen: Der Trupp in Stellung.

Wie geht es nach dem Grundwehrdienst weiter?

Ich brauch jetzt eine kurze Pause und dann gehe ich in meinen Beruf als Gebäude- und Installationstechniker zurück. Von meiner Zeit beim Bundesheer werde ich Vieles in Erinnerung behalten. Auch Sachen, die ich gelernt habe. zum Beispiel kann ich jetzt im Freien sehr gut orientieren, vor allem mit Karte und Kompass. Und wenn ich mit Freunden Zelten gehe, kann ich ihnen einige Tricks zeigen.

Gefreiter Aleks Hasikic im Video

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