Österreichs Bundesheer

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Was macht eigentlich ein...?

Bootsführer

Im Österreichischen Bundesheer arbeiten tausende Männer und Frauen in verschiedensten Berufen. Soldaten der Jägertruppe oder Panzergrenadiere erfüllen dabei vollkommen andere Aufgaben als etwa Piloten, Heeresärzte oder Militärpfarrer.

In kurzen Interviews stellen hier einige Mitarbeiter ihre Arbeit vor.

Oberstabswachtmeister Gerhard Falkensteiner

Oberstabswachtmeister Gerhard Falkensteiner.

Oberstabswachtmeister Gerhard Falkensteiner auf einem der neuen Boote.

Oberstabswachtmeister Gerhard Falkensteiner hat alle Wasserfahrausbildungen beim Bundesheer abgeschlossen. Außerdem ist er Fährenkommandant und darf als solcher auch das neue Arbeits- und Transportboot steuern. Sein Arbeitsgerät hat sechs Zylinder und 266 PS und wurde erst im Frühjahr bei den Melker Pionieren eingeführt.

Wie gefällt Ihnen die Arbeit mit den neuen Booten?

Sehr gut. Das Boot liegt sehr stabil im Wasser, es fährt sich super. Das ist wirklich ein tolles Gerät. Der Jetantrieb beschleunigt das Boot auf 70 km/h, außer der Zwei-Mann-Besatzung können zwölf Soldaten transportiert werden. Eingesetzt wird es vor allem als Arbeitsgerät, aber auch zu Patrouillenfahrten oder zum Übersetzen.

Wie begann Ihre Karriere beim Bundesheer?

Ich habe meine Grundausbildung bei den Melker Pionieren abgeschlossen und bin dann zur Militärmusik Niederösterreich gegangen. Zusätzlich habe ich beim Musikverein Kilb Flügelhorn gespielt. Ich habe dann aber schnell gesehen, dass sich die Militärmusik und die Tätigkeit bei einer Musikkapelle schwer vereinbaren lassen, weil sich die Ausrückungen überschneiden. Deshalb habe ich bei der Militärmusik wieder aufgehört.

Weil das Thema Bundesheer für mich aber nicht erledigt war, bin ich zu den Melker Pionieren zurück und habe die Unteroffizierslaufbahn eingeschlagen.

Oberstabswachtmeister Gerhard Falkensteiner am Steuer eines Bootes.

Bis zu 70 km/h sind mit dem 266 Ps starken Motor möglich.

Was gefällt Ihnen besonders?

Die Hauptbereiche der Pioniere sind Sprengen, Wasserfahren und die Kampfmittelabwehr. Ich habe mich immer für das Wasser interessiert. So eine Einführung wie die des neuen Arbeitsbootes ist natürlich etwas Besonderes.

In Erinnerung geblieben sind mir aber auch die Auslandseinsätze. Ich war beim Aufbau eines Feldlazarettes in Albanien dabei und habe im Kosovo bei der Errichtung des Camp Casablanca mitgearbeitet.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf aus?

Was mir gut gefällt ist, dass es eigentlich keinen Normbetrieb gibt. Der Tagesablauf hängt bei uns ganz vom Auftrag ab. Es gibt zwar Spezialisierungen, aber Pioniere müssen alles können: Wasserfahren, Brückenbauen oder Sprengen. Bei uns ist immer etwas los, es ist extrem abwechslungsreich.

Oberstabswachtmeister Gerhard Falkensteiner mit einem Kameraden.

Falkensteiner mit einem Pionier-Kameraden aus Melk.

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