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Was macht eigentlich ein...?

Logistikoffizier

Major Jaidl im Libanon.

Anerkennung: Für seinen Einsatz im Libanon erhielt Martin Jaidl, 2.v.r., eine UN-Medaille.

Eigentlich versieht Martin Jaidl seinen Dienst beim Militärkommando Burgenland in Eisenstadt. Zwischendurch aber zieht es den zweifachen Vater und Ehemann immer wieder ins Ausland: zu Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres.

Welche Auslandseinsätze haben Sie bereits absolviert?

Ich war bis jetzt zweimal in Bosnien-Herzegowina, je einmal im Kosovo und auf den Golanhöhen und zuletzt von 2011 bis 2012 im Libanon. Bei allen meinen Einsätzen war ich als Logistikoffizier eingesetzt. Das Aufgabenspektrum hat dabei von A wie Abfallentsorgung bis Z wie Zahlstellenabrechnung gereicht.

Läuft die Arbeit als Logistikoffizier im Ausland anders als zuhause?

Zum Teil schon. Im Auslandseinsatz fallen Aufgaben in diesen Verantwortungsbereich, die auch für einen Logistikoffizier im Inland sebstverständlich sind - wie zum Beispiel die Versorgung der Soldaten mit Waffen und Munition und Betriebsmitteln. Außerdem organisiert man die Verpflegung, Unterkünfte und die Finanzgebahrung.

Im Ausland kommen aber auch neue Tätigkeiten dazu: Etwa der kombinierte Transport über Straße, Schiene, Luft und Wasser unter Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen. Oder auch der Bereich Zollwesen, der internationale Zahlungsverkehr und der sogenannte "Host Nation Support", also das Andocken an andere Nationen in verschiedenen Grundbereichen der Versorgung. Diese Dinge gibt es eben nur im Realbetrieb des jeweiligen Einsatzes.

Martin Jaidl mit Nahversorgerin im Kosovo.

Apfelstrudel für die Friedenstruppe: Das Organisieren von Essen und Trinken für die Soldaten zählte im Kosovo zu den Aufgaben des Logistikoffiziers.

Welcher Einsatz ist besonders in Erinnerung geblieben?

Vor allem mein letzter Einsatz im Libanon. Von der Formierung der Truppe in Österreich bis hin zur Übernahme der Verantwortung von den dänischen Kameraden gab es im Versorgungsbereich reichlich zu tun. Ausrüstung und Fahrzeuge mussten übernommen werden, der Aufmarsch von 160 Soldaten und ca. 100 Tonnen Gerät musste über den Luft- und Seeweg geplant und organisiert werden.

Als dann im November 2011 der kommandierende General der UNIFIL-Mission unserem Kontingentskommandanten die UN-Flagge als Zeichen der Kommandoführung übergab, hatte ich schon mehrere tausend Kilometer auf libanesischen Straßen und die Übernahme von zig Tonnen Ausrüstungsgütern bewältigt - gemeinsam mit den Unteroffizieren des dänischen und des österreichischen Kontingents. Als unsere Vorgänger dann im Camp die österreichische Fahne gehisst haben, war das schon ein besonders bewegender Moment.

Was motiviert Sie zu diesen Einsätzen?

Beweggründe gibt es dafür viele. Für mich ist die persönliche Bestätigung ausschlaggebend. Im Einsatz habe ich die Möglichkeit, das Wissen, das ich mir in zahlreichen Ausbildungen und Kursen angeeignet habe, in die Praxis umzusetzen. Die Möglichkeit, sich einzubringen und freie Entscheidungen zu treffen, ist nirgends so hoch wie im Auslandseinsatz.

Ein weiterer Aspekt für einen Einsatz war immmer die spürbare Dankbarkeit der Bevölkerung des jeweiligen Gastlandes gegenüber uns Soldaten aus Österreich. Ob am Balkan oder im Nahen Osten, das Bundesheer war immer gern gesehen.

Warum sind die Österreicher gern gesehen?

Das Bundesheer hat sich in den Einsätzen, in denen ich Dienst versehen habe, einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet und gilt als verlässlicher Partner für alle. Für die Bevölkerung ebenso wie für die Truppenkontingente aus anderen Nationen. Denn egal ob ich unter der Flagge der Vereinten Nationen, der NATO oder der EU gedient habe, eine Erfahrung war in allen Auslandeinsätzen gleich: Wann immer eine Aufgabe besonders viel Improvisationsgeschick verlangte, wurde diese von den internationalen Kommandanten den österreichischen Soldaten übertragen.

Jaidl mit Kameraden aus Indien und Israel.

Jaidl, ganz rechts, mit Kameraden aus Indien und Israel.

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