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Panzerbataillon 14

Das Panzerbataillon 14 ist der mobile, feuerkräftige und gepanzerte Kern der 4. Panzergrenadierbrigade. Durch seine "Leopard" 2A4 Kampfpanzer verfügt es über drei Stärken: Feuerkraft, Beweglichkeit und Schutz. Vor allem im offenen aber auch im verbauten Gebiet kommen diese Stärken voll zum Tragen. Das Bataillon ist eines der zwei Panzerbataillone des Österreichischen Bundesheeres.

Der Auftrag des Panzerbataillons ist die Abwehr panzerstarken Feindes im offenen Gelände. Gemeinsam mit dem Panzergrenadierbataillon 13 bildet das Panzerbataillon 14 das mechanisierte Rückgrat der 4. Panzergrenadierbrigade. Mit ihren Kampfpanzern (KPz) "Leopard" 2A4 verfügen die "Welser Panzermänner" über ein international bewährtes Gerät, das auch in Afghanistan zum Einsatz kommt.

Der KPz "Leopard" 2A4 ist mit seiner 120-mm-Glattrohrkanone und seinem 1 500 PS starken Motor in der Lage mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h gepanzerte Ziele in zwei bis vier Kilometer Entfernung zu bekämpfen. Seine starke Panzerung sichert der Besatzung die Überlebensfähigkeit am Gefechtsfeld. Der "Leopard" 2A4 erweist sich als optimale Ausgangsplattform für Modifikationen, um auch aktuellen Bedrohungen (z. B. Terrorismus, verschanzte Gegner in Ortschaften) zu begegnen.

Ausbildung

Nach der Grundausbildung, der Basisausbildung 1 (BA1) beginnt die Panzerausbildung. Dabei werden drei der insgesamt vier Besatzungsfunktionen (der Panzerkommandant ist ein Kadersoldat) ausgebildet:

  • Richtschütze (bedient die Panzerkanone),
  • Ladeschütze (lädt die Panzerkanone, bedient das Turmdach-MG und stellt die Funkverbindung sicher) sowie
  • Panzerfahrer.

Die Ausbildung selbst erfolgt in den Ausbildungsblöcken der Basisausbildung 2 (BA2) und der Basisausbildung 3 (BA3). In der BA2 werden die Simulatoren des Bataillons genützt, um die Ausbildung des Lade- und des Richtschützen zielgerichtet und kostengünstig durchzuführen.

Den Abschluss der Panzerausbildung bildet in der Regel die Verlegung auf den Truppenübungsplatz Allentsteig, wo mit Vollkaliber im Kompanierahmen (14 Kampfpanzer) geschossen wird. Dies ist für die Rekruten der Höhepunkt ihrer Ausbildung.

Für alle Rekruten, die sich während oder nach ihrer Ausbildung eingehender mit dem Panzer auseinander setzen wollen, besteht die Möglichkeit über den Ausbildungsdienst die Laufbahn des Panzerkommandanten einzuschlagen. Jedes Jahr wird diese Laufbahn im Panzerbataillon 14 von ca. 20 Soldaten begonnen, allerdings beenden kaum mehr als 20 Prozent der Bewerber diese fordernde Ausbildung.

ÖBH 2010

Am grundsätzlichen Auftrag hat auch das Ergebnis der Bundesheerreformkommission "ÖBH2010 nichts geändert. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Kampfpanzer hat sich durch die Auflösung eines Panzerbataillons sogar erhöht, und es kam zu einer organisatorischen Anpassung. 20 Kampfpanzer mussten zusätzlich in die materielle Ausstattung eingegliedert werden. Die Stabskompanie bekam einen Aufklärungszug (vier "Leopard" 2A4) als Aufklärungselement des Bataillons dazu. Damit ist es nun möglich die Gefechtsaufklärung selbstständig durchzuführen - ohne eine Panzerkompanie damit zu beauftragen.

Die Einbindung der territorialen Sanitätseinrichtung in das Bataillon betraf das PzB14 genauso wie alle anderen Kampfverbände des Bundesheeres. Außerdem erhielt das Bataillon fast 30 Soldaten im Zuge von "ÖBH2010" aufgelösten Verbänden, v. a. vom Jägerbataillon 15, deren Eingliederung mit umfangreichen Ausbildungsmaßnahmen (z. B. Ein- und Umschulungen auf das im Panzerbataillon vorhandene Gerät) verbunden war.

Mit der Einnahme der neuen Gliederung stehen dem Kommandanten nunmehr zehn Panzerzüge (drei Panzerzüge je Kompanie und ein Aufklärungszug) zur Verfügung. Jede der drei Panzerkompanien ist mit 14 KPz (vier je Zug und je einer für den Kompaniekommandanten und dessen Stellvertreter) ausgestattet. Somit verfügt das Panzerbataillon 14 mit den KPz des Bataillonskommandanten und seines Stellvertreters in der Einsatzgliederung über 48 "Leopard" 2A4.

Damit ist das Bataillon in der Lage, einen erheblichen Beitrag zur unmittelbaren Landesverteidigung zu leisten, es steht aber auch für andere Aufträge bereit. Die Katastrophenhilfe ist dabei ein genauso fester Bestandteil des Einsatzspektrums eines Panzersoldaten wie der Dienst an der Grenze (Assistenzeinsatz/SCHENGEN-Erweiterung). Auch sind laufend Soldaten des Bataillons in aktuellen Missionen des Bundesheeres im Ausland eingesetzt. Ein Schwergewicht bleibt jedoch die Weiterentwicklung der Fähigkeiten im oberen Einsatzspektrum (z. B. Friedensdurchsetzung), die sowohl gefechtstechnisch als auch technisch auf die Anpassung des "Leopard" 2A4 an den Kampf im urbanen Umfeld fokussiert ist.

Geschichte

Der Traditionstag des Panzerbataillons 14 ist der 12. September 1917 - an diesem Tag haben die sogenannten "schwarzen Hessen" den Monte San Gabriele erstürmt.

Während der Ersten Republik wurden die Volkswehrbataillone I/14 und II/14 aufgestellt. Nach einer kurzen Phase als Alpenjägerregiment Nr. 7 wurde 1935 der Verband ins Oberösterreichische Infanterieregiment Nr. 14 übergeführt. Nach der Eingliederung in die Wehrmacht ging der Verband als Infanterie- bzw. Grenadierregiment 133 durch den Zweiten Weltkrieg.

Am 1. September 1956 wurde das Oberösterreichische Infanterieregiment Nr. 14 neu aufgestellt. 1957 wurde der Verband in Jägerbataillon 14 umbenannt und mit 1. April 1964 zum Panzerbataillon umgegliedert. Seit 1976 ist das Bataillon geschlossen in der Garnisonsstadt Wels stationiert, wo es auch die Tradition des Infanterieregiments Nr. 14 - der 14er Hessen - fortführt.

Kooperationen und Partnerschaften

Die Instandhaltung der Gefechtsfahrzeuge erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Heereslogistikzentrum Wels. Dieses ist auch ein unverzichtbarer Partner bei technischen Verbesserungen, um den Anforderungen der Panzerbesatzungen im erweiterten Aufgabenspektrum (z. B. für den Kampf in bebautem Gebiet) gerecht zu werden.

Seit 21. Mai 2001 besteht eine Partnerschaft mit dem Panzerbataillon 104 der Deutschen Bundeswehr, das in Pfreimd (Bayern) stationiert ist. Dabei findet ein reger Austausch mit den deutschen Kameraden statt, der sich von der Ausbildung über die gemeinsame Traditionspflege bis hin zu sportlichen Wettkämpfen spannt und unter dem gemeinsamen Leitspruch "Panzer voraus!" steht.

Autor und Kontakt: Vizeleutnant Kronberger, Tel.: 050201/43 31502, E-Mail: pzb14.S6@bmlvs.gv.at

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