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Die Medaille der Vereinten Nationen

Österreich entsandte im Rahmen der Mission ONUC (Operation des Nations Unies aux Congo) das "UN-Sanitätskontingent der Republik Österreich" von November 1960 bis September 1963 in den Kongo. Das war der Anfang - seitdem haben rund 45 000 österreichische Soldaten an zahlreichen UN-Missionen teilgenommen. Die meisten davon wurden dafür mit der United Nations Medal ausgezeichnet.

Aus Kostengründen ist die (erst am 16. Februar 1966 offiziell eingeführte) Medaille standardisiert. Die einzelne Mission wird durch das Band dokumentiert, manchmal auch zusätzlich ergänzt durch eine Metallspange mit dem Namen des Landes oder der Region, in dem der Einsatz stattfand.

Ein Vorläufer dieser Medaille war die 1950 eingeführte United Nations Korean Medal (deren Vorderseite weist noch keine Buchstaben UN auf, die Rückseite trägt die Widmung FOR SERVICE IN DEFENCE OF THE PRIN­CIPLES OF THE UNITED NATIONS) und die United Nations Emer­gency Force Medal (auf der Vorderseite mit den Buchstaben UNEF) für den UN-Einsatz UNEF I auf der Sinai-Halbinsel (1956 bis 1967).

Die aus Bronze geprägte runde Medaille der Vereinten Nationen hat einen Durchmesser von 35 mm. Sie zeigt auf der Vorderseite das Emblem der Vereinten Nationen und darüber die Buchstaben UN sowie auf der Rückseite die Devise IN THE SERVICE OF PEACE.

Der jeweilige Einsatz ist vor allem an den je nach der Mission verschieden farbigen ca. 34 mm breiten Bändern erkennbar. Die Farben nehmen auf die jeweilige Mission auch in symbolischer Hinsicht Bezug:

So erinnern beim Band für ONUC der breite grüne Streifen an die Hoffnung der neuen Nation sowie an das fruchtbare Gebiet des Kongobeckens und die blau-weißen Randstreifen an die Farben der Vereinten Nationen.

Das Band für UNFICYP zeigt mit seinen hellblauen und weißen Streifen ebenfalls die UN-Farben und erinnert mit seinen dunkelblauen Streifen an das Mittelmeer.

Das Band für UNTSO zeigt eben­falls die UN-Farben.

Das Band für UNEF II erinnert hingegen mit seinen breiten gelben Mittelstreifen an die Wüste Sinai, mit den blau-weißen Streifen an die UN-Farben und mit den beiden schmalen dunkelblauen Streifen an den Suez-Kanal.

Das durch einen schmalen roten Streifen geteilte blaue Mittelfeld des Bandes für UNDOF symbolisiert das geteilte und durch die UN kontrollierte Gebiet, die beiden schwar­­zen Streifen stehen für die vulkanischen Erhebungen der Golan­hö­hen, die weißen Streifen erinnern an die schnee­­be­deck­ten Spitzen des Mount Hermon und die burgunderroten Enden des Bandes an die am Golan wachsende Distel.

Das dominierende Gelb im Band für UNIKOM repräsentiert die Wüstengebiete des Irak und Kuwaits, der blaue Mittelstreifen die Präsenz der UN in diesem Gebiet.

Auf den Bändern befinden sich fallweise Metallstreifen mit der Bezeichnung der Mission, so etwa bei den Medaillen für den Einsatz im Kongo, für UNGOMAP (UN Good Offices Mission in Afghanistan and Pakistan) und OSGAP (Office of the Secretary General for Afghanistan and Pakistan).

Mehrere Einsätze einer Person werden durch ebenfalls am Band angebrachte arabische Zahlen angezeigt.

Für die Verleihung der Medaillen ist eine bestimmte Dauer der Dienstleistung vorgeschrieben - je nach Einsatzort zwischen einem (Korea) und sechs Monaten.

Das Tragen am Originalband in einer österreichischen Ordensschnalle ist nicht gestattet. Deshalb fertigen öster­reichische Bandhersteller die im Original länglichen Bänder auch in der üblichen Drei­ecks­form. Als ausländische De­koration rangiert die UN-Medaille nach allen inländischen Auszeichnungen.

-WAS-

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