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Pionierbataillon 2

Das Pionierbataillon 2 (PiB2) ist der Kampfunterstützungsverband der 6. Jägerbrigade, der Gebirgsbrigade des Österreichischen Bundesheeres. Die besondere Stärke des Bataillons liegt in der Vielfältigkeit seiner Unterstützungsmöglichkeiten.

Vom Einsatz im Hochgebirge über die mechanisierte Kampfunterstützung, die Errichtung von Brücken, den Wasserfahrbetrieb und die Kampfmittelabwehr bis hin zu jeglicher Form von Bauunterstützungen kann das Pionierbataillon alle denkbaren Pionieraufgaben wahrnehmen. Der Verband erfüllt dabei gemäß dem Motto "Pioniere wie immer - innovativ, professionell und effizient" innerhalb der 6. Jägerbrigade grundsätzlich folgende Aufgaben:

  • Fördern der eigenen Bewegung,
  • Erhöhen der eigenen Standfestigkeit,
  • Hemmen der feindlichen Bewegung,
  • Hilfeleistungen bei Elementarereignissen (Katastropheneinsatz).

Diese Aufgaben müssen sowohl im Inland als auch im Ausland, in ebenen Gebieten, aber auch in Städten oder, als besondere Herausforderung, im Gebirge zu erfüllt werden können. Gebirgstruppen sind geschaffen, um unter widrigsten Gegebenheiten und außergewöhnlichen Umfeldbedingungen stehts ihren Auftrag zu erfüllen. Diese Eigenschaften zeichnen auch die Gebirgspioniere des Salzburger Pionierbataillons 2 als Spezialverband der 6. Jägerbrigade (Hochgebirge) aus.

Gliederung

Das Pionierbataillon 2 ist seit dem 1. Dezember 2009 wie folgt gegliedert:

Kommando & Stabskompanie, eine Panzerpionierkompanie, eine Pionierkompanie (gebirgsbeweglich), eine Pionierbaukompanie (KIOP/KPE) sowie eine technische Kompanie. Diese Zusammensetzung von Kompanien mit unterschiedlichen Fähigkeiten und verschiedenem Gerät lässt einerseits die Herausforderung an die Führungsfähigkeit jedes Kommandanten sowie andererseits die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sowohl im In- als auch im Ausland erahnen.

Kommando & Stabskompanie

Das Kommando des Pionierbataillons 2 ist anderen Bataillonskommanden ähnlich, beinhaltet aber zusätzlich ein Pionierverbindungskommando & Kampfmittelabwehrleitstelle sowie eine pioniertechnische Planungszelle.

Die Stabskompanie hebt sich im Vergleich zu anderen Stabskompanien des Bundesheeres durch zwei wesentliche Merkmale hervor:

  • Einerseits wurde hier erstmals ein Pionieraufklärungszug implementiert, durch den der Bedeutung der Informationsbeschaffung im Pionierwesen Rechnung getragen wurde.
  • Andererseits hat der Instandsetzungszug neben einer Räder-, Waffen- und Fernmeldewerkstätte eine Panzer- und eine Pionierwerkstätte zur Instandsetzung leichter und schwerer Pioniermaschinen.

Panzerpionierkompanie

Die Panzerpionierkompanie ist auf Grund ihrer Ausstattung mit Schützen-, Pionier- und Bergepanzern jenes Element im Pionierbataillon 2, das zur Pionierkampfunterstützung der gepanzerten Kampftruppe in der Lage ist.

Pionierkompanie (gebirgsbeweglich)

Die Pionierkompanie (gebirgsbeweglich) versetzt das Pionierbataillon 2 in die Lage, die 6. Jägerbrigade (Hochgebirge) im gebirgigen Terrain zu unterstützen. Mit zwei Pionierzügen, einem schweren Pioniermaschinenzug und vor allem einem Seilbahnzug weist sie eine einzigartige Gliederung auf.

Pionierbaukompanie (PiBauKp) (KIOP/KPE)

Die PiBauKp setzt sich aus dem Kompaniekommando und vier unterschiedlichen Zügen zusammen, wobei das Kompaniekommando, der Straßenbauzug und der Pioniermaschinenzug durch KPE-Soldaten besetzt sind. Auf Grund des Status "KPE" (Kaderpräsenzeinheit) erfolgte in den letzten Jahren in der Pionierbaukompanie ein enormer Gerätezulauf, wodurch sie befähigt ist, jegliche Art von Bauunterstützung (Feldlager-, Straßenbau etc.) zu leisten.

Technische Kompanie

Die Technische Kompanie kann vielfältige Arbeiten erledigen. Die beiden Brückenzüge sind mit der "Pionierbrücke 2 000" ausgestattet, die eine Errichtung von zwei Brücken über eine Hindernisbreite von bis zu 40 Metern innerhalb kürzester Zeit erlauben. Im Pioniergerätezug ist die Komponente "Wasser" des Pionierbataillons abgebildet (Fähre, Pioniertaucher etc.). Der Kampfmittelabwehrzug hat zwei Kampfmittelabwehrgruppen mit KPE-Status. Diese Soldaten sind häufig im Ausland eingesetzt und haben sich einen guten Ruf erarbeitet.

Geschichte

Die Geschichte des Bataillons begann im August 1956 in Melk. Damals wurde unter Major Franz Schiedek die 1. Kompanie des Pionierbataillons 8 aufgestellt. Die gesamte Kompanie verlegte am 9. September 1956 nach Salzburg, wo am 15. Oktober der erste Einrückungstermin der Pioniere in die Schwarzenbergkaserne stattfand.

Bereits am 1. September 1958 wurde das Pionierbataillon 8, bestehend aus einem Bataillonskommando, einem Stabs- und Versorgungszug sowie der 1. und 2. Kompanie aufgestellt. Mit Beginn 1963 erfolgte die Umbenennung in Pionierbataillon 3. In den folgenden Jahren wurde das Bataillon immer wieder unterschiedlich gegliedert. Am 1. März 1994 erfolgte die Umbenennung in Pionierbataillon 2. In den folgenden Jahren durchlebte das Bataillon noch mehrere Reformen, bevor es 2009 die derzeitige Gliederung eingenommen hat.

Im November 2006 begründeten das Pionierbataillon 2 und das Gebirgspionierbataillon 8 der Deutschen Bundeswehr aus Ingolstadt eine Partnerschaft, die in vielen gemeinsamen Ausbildungen erfolgreich gelebt wird.

Tradition

Das Pionierbataillon hat aus der Geschichte her zwei Traditionstruppenkörper. Aus der Zeit der k. u. k. Armee ist dies das Sappeurbataillon Nr. 14,das sich während des Ersten Weltkrieges vor allem bei den Kämpfen an den Grenzen Südtirols auszeichnen konnte und im weiteren Kriegsverlauf auch an anderen Fronten eingesetzt wurde. In der Zeit der Ersten Republik war es das Pionierbataillon Nr. 8.

Anfangs als ,,Technisches Bataillon Kärnten und Salzburg Nr. 6" bezeichnet, wurde es im November 1936 der 8. Brigade unterstellt und am 1. Jänner 1937 in Pionierbataillon Nr. 8 umbe- nannt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 hörte das Pionierbataillon 8 zu bestehen auf. Der Traditionsgedenktag des Bataillons ist der 7. Oktober 1915. Jedes Jahr im Oktober wird in einer feierlichen Veranstaltung im Lehener Park in Salzburg der Forcierung der breiten Stromhindernisse Save und Donau bei Belgrad, das ein besonderer Verdienst der k. u. k. Sappeurbataillone Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 14 war, gedacht. Trotz schwerstem feindlichen Feuer gelang es den tapferen Sappeuren und Pionieren in den Morgenstunden des 7. Oktobers 1915 mit Hilfe von Pontons zwei Infanteriebataillone unweit der alten Türkenfestung Kalimegdan am Nordrand von Belgrad anzulanden und damit ihren Beitrag zur erfolgreichen Auftragserfüllung zu leisten.

Major Herbert Kain, Offizier für Öffentlichkeitsarbeit

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