Bundesheer Bundesheer Hoheitszeichen

Instagram
flickr
YouTube
facebook-button
Bundesheer auf Twitter

Panzerbataillon 33

Das Panzerbataillon 33 (PzB33) ist der mobile, feuerkräftige und gepanzerte harte Kern der 3. Panzer­grenadierbrigade. Durch sein Hauptwaffensystem, den Kampfpanzer "Leopard" 2A4, verfügt das Bataillon über Panzerschutz, hohe Beweglichkeit und Feuerkraft. Besonders in flachem und hügeligem Gebiet kommen diese Vorteile zum Tragen.

Geschichte

1960 wurde die 1. Panzerschulabteilung, damals ein Teil der Panzertruppenschule, als ein selbstständiger Verband mit der Bezeichnung Panzerbataillon 33 formiert. Als Einheit der Panzertruppenschule befindet sich das Bataillon seit 1957 in Zwölfaxing.

Gliederung

Das PzB33 ist in ein Bataillonskommando, eine Stabskompanie und in drei Panzerkompanien gegliedert. Jeder dieser Kompanien ist ein Wappentier zugeteilt, das den Kampfgeist der Soldaten symbolisieren soll. Dies sind bei den drei Panzerkompanien der Wasserbüffel, das Nashorn und der Bison sowie bei der Stabskompanie der Elefant. Das Bataillon verfügt auch über 20 Allschutztransportfahrzeuge "Dingo" 2 mit denen es die EU Battle­group 2012-II unterstützt.

Panzerausbildung

Nach der abgeschlossenen Basisausbildung 1 werden die Soldaten entweder zum Richtschützen, Ladeschützen oder Panzerfahrer ausgebildet. Neben den Simulationsanlagen des Bataillons werden auch die Simulationsanlagen des Instituts Panzer und Panzergrenadier der Heerestruppenschule für die Ausbildung verwendet, um ein bestmögliches Training zu garantieren. Den Höhepunkt der Ausbildung bildet eine mehrwöchige Verlegung auf den Truppenübungsplatz Allentsteig, wo die Ausbildung der Besatzung des Kampfpanzers abgeschlossen und die Schießausbildung (auch im scharfen Schuss mit Vollkaliber) absolviert wird. Das Kompaniegefechtsschießen mit 14 Kampfpanzern ist für alle teilnehmenden Soldaten ein weiterer Höhepunkt und gleichzeitig der Abschluss der Grundausbildung zum Panzersoldaten. Während der Verlegung wird auch die Zusammenarbeit mit anderen Waffengattungen wie Panzergrenadieren oder Panzerpionieren geübt.

Einsätze

  • Ungarnkrise 1956 (Sicherungseinsatz zum Schutz des Flughafens Wiener Neustadt) und Grenzeinsatz;
  • CSSR-Krise 1968 (Sicherungseinsatz zum Schutz des Flughafens Wien Schwechat);
  • Jugoslawien-Krise 1991 (Sicherungseinsatz an der Staatsgrenze);
  • Auslandseinsatz KFOR/AUTCON9;
  • Zahlreiche Assistenzeinsätze zur Katastrophenhilfe;
  • Zahlreiche sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze zur Grenzraum­überwachung und nach Schengen-Erweiterung.

Partner

1969 übernahm das Bataillon eine Patenschaft mit der Firma Simmering-Graz-Pauker AG (SGP AG) - heute Siemens -, die später in eine Partnerschaft umgewandelt wurde. Seit 1996 unterhält der Verband Freundschaften und Ko­operationen mit dem deutschen Panzerbataillon 33, dem Panzerbataillon 203 und seit 2005 zum tschechischen Panzerbataillon 73.

Tradition

Die Traditionspflege ist für die Soldaten des PzB33 wichtig. So sind dem Bataillon das k.u.k. Dragonerregiment Nr. 3 "König August von Sachsen", die Kommandoschwadron, die 2. Reiterschwadron und die Maschinengewehrschwadron des Dragonerregiments Nr. 1 "Eugen Prinz von Savoyen" des 1. Bundesheeres sowie das Panzerbataillon 3 des Bundesheeres der 2. Republik zur Überlieferungspflege der Truppenkörper zugewiesen worden.

Zum Traditionstag des PzB33 wurde der 21. Mai 1809 bestimmt, der Tag des Sieges über die napoleonischen Truppen in der Schlacht bei Aspern unter Führung von Erzherzog Carl von Österreich. Der Traditionsmarsch ist der 3er-Dragonermarsch von Anton Rosenkranz.

Die Offiziersgesellschaft "Alte Reiter" stiftete am 29. April 1962 die erste Standarte des Bataillons. Am 18. September 2009 übergab Siemens (vormals SPG AG) dem Verband anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Partnerschaft eine neue Standarte.

Truppenköperabzeichen

Das Truppenkörperabzeichen des Panzerbataillons 33 wurde am 29. Jänner 1981 eingeführt. Es zeigt einen Brustschild aus Metall, welcher 85 Millimeter hoch und 30 Millimeter breit ist. Im schwarzen Schild befindet sich das österreichische Hoheitsabzeichen in den Farben Rot-Weiß- Rot. Auf dem Hoheitsabzeichen ist ein stilisierter Panzer in Schrägansicht und darüber der Schriftzug "PzB33" abgebildet.

Über dem Schild befindet sich das Wappen des Königs von Sachsen. Es ist ein quer gestreifter Bindenschild mit einem grünen Balken, der von links oben nach rechts unten verläuft. Zusätzlich ist der Schild mit goldenem Eichenlaub umrahmt und oben mit einer Königskrone abgeschlossen. Unten, an der Spitze des Bindenschildes, befindet sich der Schriftzug "D 3", zur Erinnerung an das k.u.k. Dragonerregiment Nr. 3 "König August von Sachsen".


Autor: Hptm Mag.(FH) Oliver Jäger-Sunstenau S1&Offizier für Öffentlichkeitsarbeit&S6

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
Impressum | Kontakt | Datenschutz | Barrierefreiheit