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Das Museum der Royal Air Force in London

Das Museum der Royal Air Force ist auf zwei Standorte verteilt. Das London Museum ist 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt und zeigt in sieben Hangars über 100 Flugzeuge und zahlreiches Bodengerät sowie interaktive Elemente und sogar ein 4D-Kino.

Wer das Royal Air Force (RAF) Museum im Londoner Stadtteil Hendon besucht, der braucht vor allem Zeit. Die Ausstellung beginnt in den Anfängen der militärischen Luftfahrt und endet bei den modernsten Jägern, die es derzeit in der westlichen Welt gibt.

In insgesamt sieben Hangars werden in Hendon Flugzeuge der letzten 100 Jahre ausgestellt. Es gibt aber auch Bodengerät und selbst Schiffe zu sehen. Der neueste Hangar, der sich mit den Meilensteinen der Luftfahrtgeschichte beschäftigt (Milestones of Flight building), wurde 2003 eröffnet. Beinahe 100 Jahre alt ist hingegen die Halle der White Factory, einer 1917 in diesem Londoner Stadtteil errichteten Flugzeugfabrik. In ihr sind heute die ältesten Geräte des ganzen Museums ausgestellt.

Breiten Raum nehmen die Luftschlacht über England im Jahr 1940 und der darauf folgende Bombenkrieg gegen Deutschland ein. Neben der berühmten "Spitfire", dem Rückgrat der britischen Luftverteidigung, sind alle möglichen englischen und alliierten Maschinen zu sehen. Höchst interessant sind auch die Bodengeräte aus dieser Zeit. So etwa spezielle Lastkraftwagen mit Aufleger, auf denen die Flugzeugteile von den verstreuten Produktionsstätten in England zur Endmontage gebracht wurden. Oder ein Lastwagen mit Winde, mit dem Sperrballons zur Luftabwehr rund um die großen Städte aufgezogen wurden. Typisch britischen Humor zeigt auch die "Nose Art" einiger englischer Bomber. Ein Beispiel ist etwa jene "Lancaster"-Flächenflugzeuge, auf der der deutsche Reichsluftfahrtminister Hermann Göring zitiert wird: "Keine feindliche Maschine wird über das Territorium des Reiches fliegen." Zu sehen sind aber auch viele Flugzeuge des ehemaligen Feindes, wie der zweistrahlige Düsenjäger Me-262.

Zahlreiche Gustostückerln sind in der Hubschrauberhalle "Whirling Rotors" zu besichtigen: Von einer Westland "Belvedere" HC-1, dem ersten zweimotorigen und zweirotorigen Hubschrauber, den die RAF einführte, bis zum Hubschrauber der Queen, einer Westland "Wessex" HCC-4. Zwei dieser Maschinen mit VIP-Ausstattung wurden von 1969 bis 1998 für die Royals als Flugbereitschaft zur Verfügung gestellt. Seither fliegen die Queen und Anhang bei Bedarf nicht mehr mit der RAF, sondern mit einem zivilen Unternehmen. Modernste Maschine in diesem Trakt ist ein "Merlin" EH-101 (seit 2008 AW-101), der "kleine" Transporthubschrauber der britischen Streitkräfte.

Das zur Zeit wohl modernste Flugzeug der Ausstellung ist neben einem Eurofighter "Typhoon" der amerikanische Jäger Lockheed Martin F-35, der in der RAF noch nicht einmal eingeführt ist.

Es wäre kein britisches Museum, wenn es nicht jede Menge von Dingen zu ertasten, auszuprobieren und zu erforschen gebe. Nahezu eine ganze Halle ist den Selbstversuchen gewidmet. In welche Richtung stellt sich die Heckklappe, wenn ich diesen Hebel betätige? Wie fühlt es sich an, mit einem Hängegleiter über der Landschaft zu schweben? Für das Flugerlebnis stehen zwei Flugsimulatoren zur Verfügung.

Das neue 4D-Kino bietet mit zwei kurzen Filmen ein fast realistisches Flugerlebnis.

Wie gesagt: Ein Tag in diesem Museum vergeht im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge.

Mag. Uwe Schwinghammer

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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