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Editorial

Am 27. Jänner 2004 wurde die Aussetzung der Truppenübungen (vorläufig bis Ende 2005) verfügt. Das heißt, der Nachwuchs für die Miliz - vor allem bei den Mannschaftsdienstgraden - wird unterbunden. Dies trifft vor allem die 20 territorialen Jägerbataillone der Militärkommanden. Für die Miliz geht also das langsame Sterben, das 1991 an der Jugoslawischen Grenze seinen Anfang nahm, munter weiter.

Die im Zuge der Strukturanpassung 98 formulierten Aufgaben sind jedoch die selben geblieben. Auf der Basis der Allgemeinen Wehrpflicht und des Milizsystems sollten Assistenzleistung und Raumschutz zu den wichtigsten Aufgaben dieser Milizverbände zählen. Die Bedeutung eines solchen "Heimatschutzes" unterstreichen u. a. die Einsätze der US National Guard nach dem 11. September 2001 bis heute. Aber das spielt in den USA, bei uns braucht man so etwas offenbar nicht.

Der Friedenssprecher der Grünen hat uns das ja ganz "offen gesagt": Raumschutzaufgaben gegen terroristische Bedrohungen sind Angelegenheit der Polizei. Nur: Welche Polizei bringt im Bedrohungsfall Tausende zusätzliche Beamte zum Einsatz?

Auch zum Sandsäcke schlichten braucht man keine ausgebildeten Soldaten. Natürlich nicht, das kann doch jeder. Und irgendjemand wird das dann auch tun - oder auch nicht. Aber machen wir uns keine Sorgen. Das Jahrtausendhochwasser war bekanntlich schon 2002. Da werden wir doch nicht die nächsten 998 Jahre Milizsoldaten ausbilden.

Dr. Jörg Aschenbrenner, Chefredakteur TRUPPENDIENST

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