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"Netzwerk Miliz"

Die Miliz ist nach wie vor ein integraler Bestandteil des Bundesheeres. Seit Oktober 2008 ist Brigadier Heinz Hufler, der Militärkommandant von Salzburg, Milizbeauftragter des Bundesheeres.

2011 bestand das Schwergewicht der Milizarbeit in der Aufstellung und Aktivierung des "Netzwerk Miliz" als Nachfolgeorganisation der ehemaligen "AG Miliz" der Bundesheerreformkommission ÖBH2010. Dieses Netzwerk besteht aus zivilen Akteuren aus den Bereichen Wirtschaft und Arbeitsmarkt, den Vertretern der Milizverbände und der Miliz nahe stehenden Organisationen sowie militärischen Vertretern der Zentralstelle, der Akademien und Schulen sowie der Truppe (insgesamt aus ca. 30 verschiedenen Dienststellen).

Dieses Gremium ist ein Informationspool für den Milizbeauftragten als Beratungsorgan des Bundesministers in Milizangelegenheiten mit dem Ziel, milizrelevante Themen für die politische und militärstrategische Führung aufzubereiten.

Am 6. Juni 2012 lud Hufler zur Auftaktveranstaltung "Netzwerk Miliz" in das Verteidigungsministerium. Es kam dabei besonders darauf an, unter Einbindung von zivilen und militärischen Stellen und Organisationen, Lösungsansätze sowie Synergie-Effekte zum gegenseitigen Nutzen auszuloten.

Neben Vertretern von Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer, des Arbeitsmarktservice, des Bundesministeriums für Unterricht Kunst und Kultur, des Berufsförderungs- und Wirtschaftsförderungsinstitutes sowie der Industriellenvereinigung bekundeten auch hochrangige militärische Vertreter ihr Interesse an dieser Veranstaltung. So konnte Brigadier Hufler, den in Vertretung des Chefs des Generalstabes anwesenden Generalleutnant Christian Ségur-Cabanac, Sektionsleiter der Sektion IV, sowie den Leiter der Sektion II, Generalleutnant Dietmar Franciszi, Generalmajor Karl Schmidseder aus dem Kabinett und andere hochrangige Vertreter aus dem Ministerium begrüßen.

Aufgrund der Aktualität lag der Fokus auf dem Pilotprojekt "Freiwilligenmiliz" und den möglichen Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis. Die Freiwilligenmiliz soll zukünftig jährlich zwei bis drei Wochen zuzüglich weiterer Vorbereitungstage üben. Für jeden Angehörigen der Freiwilligenmiliz gibt es eine jährliche Anerkennungsprämie von 5 000 Euro. Dies stellt Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor neue Herausforderungen. "Wenn die Miliz übt, geht es um die Sicherheit unserer Heimat und somit auch um die Sicherheit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Sicherheitsvorsorge, vielfach als unangenehm und störend empfunden, muss vorgelebt werden und ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft", sagt Hufler.

In den Diskussionen wurde von den Interessensvertretungen die möglichst frühzeitige Information über Übungen und bevorstehende Inlandseinsätze angesprochen. Es herrschte auch Einigkeit darüber, dass zukünftig die gegenseitige Anrechnung ziviler und militärischer Ausbildungen noch mehr Bedeutung erlangen muss, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und die Attraktivität des Dienstes als Milizsoldat zum gegenseitigen Nutzen auszubauen. Herausforderung für die Miliz der Zukunft ist eine "übergreifende Bildungspolitik", da die Anforderungen sowohl zeitlich als auch qualitativ wesentlich steigen. Der Generalstab arbeitet unter Einbindung der zivilen Stellen an der Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens, denn die zukünftige Personalgewinnung Miliz erfordert mehr als bisher innovative und attraktive Rahmenbedingungen, um ausreichend Freiwillige für die Einsatzorganisation Miliz zu gewinnen.

Bei einer Folgeveranstaltung im vierten Quartal 2012 soll diese Thematik vertiefend behandelt werden.

Oberst Reinhard Guggenberger, MSD

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