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Aufklärungs- und Artilleriebataillon 3

Das Aufklärungs- und Artilleriebataillon 3 (AAB3) der 3. Panzergrenadierbrigade beherbergt zwei verschiedene Waffengattungen, die zwei verschiedenen Truppengattungen zuzurechnen sind. So ist die Aufklärung Teil der Führungstruppe, die Artillerie Teil der Kampfunterstützungstruppe.

Die Aufklärungstruppe in Mistelbach

Am 15. August 1958 zog die Brigadeaufklärungskompanie 2 der Aufklärungsabteilung I in die 1937 errichtete Bolfraskaserne ein. Seit dieser Zeit werden in Mistelbach Aufklärer aus-, fort- und weitergebildet. Hier liegt die Keimzelle der Aufklärung des Österreichischen Bundesheeres. Nach der Heeresaufklärungsabteilung und dem Heeresaufklärungsbataillon befand sich hier ab 1994 das Aufklärungsbataillon 3. Nach jahrzehntelanger Ausbildungstätigkeit und Erfahrung der Mistelbacher Aufklärer wurde im Jahr 1997 der Lehrstab für die qualifizierte Ausbildung aller Kadersoldaten der Aufklärungstruppe des Österreichischen Bundesheeres in Mistelbach aufgestellt und bestand bis ins Jahr 2000. Als mediale Plattform dienen die Fachzeitschriften "Der Späher" ab 1974, "Aufklärer vor" ab 1996 und "Bolfras Splitter" ab 2010.

Die Artillerietruppe in Mistelbach

Das AAB3 ist der Verband mit der geringsten artilleristischen Erfahrung im Österreichischen Bundesheer. Im Jahr 2007 begann mit dem Zulauf der ersten Panzerhaubitzen M-109A5Ö sowie der Umschulung von Mistelbacher Kadersoldaten die Überleitung vom Aufklärungsbataillon 3 in das AAB3.

Trotz der geringen Erfahrung der Mistelbacher Artillerietruppe konnten die Artilleristen, unterstützt durch Kooperationen mit den AAB4 und AAB7, bereits ausgezeichnete Erfolge bei Schieß- und Übungsverlegungen erzielen. Wie es dem Geist der Mistelbacher entspricht, gilt es, sich so rasch wie möglich und mit vollem Engagement den neuen Herausforderungen zu stellen.

Die Gliederung des AAB3

Das AAB3 besteht aus der Stabskompanie, der 1. Aufklärungskompanie (AufklKp)/Kaderpräsenzeinheit (KIOP/KPE), der 2. Aufklärungskompanie sowie der 1. und 2. Panzerhaubitzbatterie.

Die Stabskompanie (StbKp)

Die StbKp des AAB3 führt mit Versorgungszug, Instandsetzungszug, Fernmeldezug, Sanitätszug und Kommandozug die Versorgung des Bataillons durch. Sie unterscheidet sich von anderen Stabskompanien vor allem durch einen Kommandozug. Dieser setzt sich aus der Beobachtungsgruppe, den Bataillonsfeuerleittrupps, den Artilleriewettertrupps, einem Verbindungskommando für multinationale Einsätze sowie einem Aufklärungs- und einem Artillerieverbindungskommando, einem Feuerunterstützungstrupp und einer ABC-Aufklärungsgruppe zusammen.

1. Aufklärungskompanie KIOP/KPE

Die 1. AufklKp stellt seit dem Jahr 2004 Kräfte für KIOP/KPE und kann auf zahlreiche Auslandseinsätze, so zum Beispiel in Bosnien und Herzegowina und im Kosovo zurückblicken.

Als Höhepunkt kann die Bereitstellung des Kompaniekommandos und somit die Führung der AufklKp KIOP/KPE beim AAB3 seit Beginn 2013 gesehen werden. Diese Kompanie, die bei der 2013 stattfindenden NATO-Evaluierung die Höchstnote von fünf "Excellent" erreichte, ist die einzige mit dem leichten Mehrzweckfahrzeug IVECO ausgestattete Aufklärungskompanie im Österreichischen Bundesheer.

2. Aufklärungskompanie

Die 2. AufklKp ist seit Anbeginn die Kaderschmiede des Bataillons. Die Grundwehrdienerausbildung findet mit Schwergewicht hier statt, und jedes Jahr können viele neue Kadersoldaten für das Bataillon rekrutiert werden.

1. und 2. Panzerhaubitzbatterie

Hervorgegangen aus der 3. Kompanie des AufklB3 und nach Umschulung bataillonsinterner und -externer Kadersoldaten, konnten die Batterien bei etlichen Schießvorhaben ihr Können unter Beweis stellen.

Partner des AAB3

Die Partnerschaft des AAB3 mit der BAWAG/PSK besteht seit 1985. Die Partnerschaft ist von gegenseitigen Unterstützungen und Besuchen geprägt. Der Partnerverband des AAB3 ist das Aufklärungsbataillon 8 in Freyung (BRD). Die Partnerschaft besteht seit 1995 und zeichnet sich durch einen intensiven Austausch an Wissen und Erfahrungen aus.

Verbandsabzeichen

Das Abzeichen nimmt unmittelbaren Bezug auf die 3. Schwadron des Dragonerregimentes Nr. 1, Prinz Eugen von Savoyen, des 1. Österrei- chischen Bundesheeres. Dies wird durch das Wappen des Prinzen Eugen sowie der auf dem Lorbeer aufgedruckten Bezeichnung 3./D1 verdeutlicht; unterhalb ein goldgelber und roter Querbalken, bezeichnend die Waffenfarben der Aufklärungs- und Artillerietruppe, und die Inschrift AAB3; darunter das Wappen des AAB3, ein französischer Dreiecksschild, rot und weiß gevierteilt, darin aufgelegt als Symbol für beide Waffengattungen im AAB3 eine goldene Lanze mit einem goldenen Fähnchen, welche von einem goldenen Kanonenrohr gekreuzt wird.

Oberleutnant Mag.(FH) Dietmar Ofenschüssl, Aufklärungsoffizier AAB3

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