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Jägerbataillon 25

Das Jägerbataillon 25 ist das einzige luftbewegliche Bataillon im Österreichischen Bundesheer. Der Spezialverband ist in der Khevenhüller-Kaserne, in Klagenfurt am Wörthersee, stationiert.

Geschichte

Das damalige Amt für Landesverteidigung im Bundeskanzleramt benannte am 9. April 1956 die Grenzschutzabteilung Nr. 5 in Kärntner Feldjägerbataillon Nr. 25 um. Das Bataillon verlegte im August 1956 von Villach-Seebach nach Klagenfurt-Lendorf. 1957 war die Aufstellung des Bataillons abgeschlossen. Nach einer Umgliederung des Bundesheeres hieß das Feldjägerbataillon ab 1. Jänner 1963 nun Jägerbataillon 25. 1973 führte das Jägerbataillon 25 die erste Luftlandeausbildung durch.

Mit der Implementierung der "Heeresgliederung Neu" erfolgte am 1. Oktober 1994 die Überleitung des Bataillons in das Jägerregiment 7. Dies war auch das Aufstellungsjahr einer Kaderkompanie, eingegliedert als 4. Jägerkompanie. Die Reorganisation am 1. April 1999 brachte eine Umbenennung des Jägerregimentes 7 wieder in Jägerbataillon 25 und eine Eingliederung in die 7. Jägerbrigade. In diesem Jahr wurde die 4. Kompanie in die 3. Kompanie übergeleitet, welche bereits einen hohen Kaderanteil aufweisen konnte. Ab Frühjahr 2004 war diese Kompanie eine Kaderpräsenzeinheit. Seit 1. Dezember 2012 hat das gesamte Jägerbataillon 25 den Status eines reinen Kaderpräsenzverbandes.

Gliederung

Das Jägerbataillon 25 gliedert sich in:

  • Bataillonskommando;
  • Stabskompanie;
  • 1. Jägerkompanie;
  • 2. Jägerkompanie;
  • Kampfunterstützungskompanie.

Bataillonskommando

Im Kommando sind die Stabsfunktionen zusammengefasst.

Stabskompanie

Die Stabskompanie stellt mit ihren vier Zügen, dem Versorgungszug, dem Sanitätszug, dem Instandsetzungszug und dem Fernmeldezug, die Einsatz- und Führungsunterstützung für das Bataillon sicher.

Die 1. und 2. Jägerkompanie

Die Jägerkompanien sind die Hauptträger des Bataillons bei jeglichen Einsätzen im In- und Ausland. Gegliedert sind die Kompanien jeweils in den I. bis III. Jägerzug und in einen Unterstützungszug.

Kampfunterstützungskompanie

Diese Kompanie gliedert sich in den schweren Granatwerferzug, den Panzerabwehrlenkwaffenzug, den Aufklärungszug und den Scharfschützenzug. Folglich sind alle schweren Waffensysteme sowie Spezialisten in einer Kompanie zusammengefasst.

Aufgaben und Herausforderungen

Die Besonderheit des Jägerbataillons 25 ist die Zusammenarbeit mit Hubschraubern und dem Transportflugzeug C-130 "Hercules" im Österreichischen Bundesheer. Ausgebildet werden die Soldaten des Bataillons insbesondere

  • in der Grundausbildung luftbeweglicher Einsätze,
  • in der Luftlandung,
  • im Lufttransport und
  • im Absprung mit automatischen und manuellen Fallschirmen.

Ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt des Bataillons liegt in der qualifizierten Alpinausbildung. Damit sind auch Aufträge im hochalpinen Gelände durchführbar.

Die Herausforderungen des Bataillons liegen derzeit im Herstellen der Einsatzbereitschaft

  • zur Hilfe- und Assistenzleistung im In- sowie im Ausland,
  • für die Militärische Landesverteidigung und
  • für Auslandseinsätze auch im oberen Einsatzspektrum (Kampfeinsätze).

Beschreibung des Verbandsabzeichens

Das Abzeichen besteht aus Metall mit Kunstharzauflage. Das grüne, spanische Schild ist schwarz bordiert. Im Schildfuß aufgelegt ist ein weißes Wappenschild mit schwarzer Zahl 25, getragen von zwei schwarzen Adlern und einem vierfeldrigen, roten Fallschirm.

Partnerschaft mit der Stadt Klagenfurt

Nach langjähriger gelebter Verbundenheit der Stadt Klagenfurt mit dem Jägerbataillon 25 kam es am 25. September 1981 in einem großen Festakt auf dem Neuen Platz in Klagenfurt zum Partnerschaftsabschluss. Diese gelebte Partnerschaft spiegelt sich vor allem im Austausch von Informationen, in gegenseitiger Unterstützungsleistung jeglicher Art sowie im gemeinsamen Auftreten in der Öffentlichkeit wider.

Partnerverband Fallschirmjägerbataillon 263 (DEU)

Am 12. Dezember 2007 begründeten das Jägerbataillon 25 und das Fallschirmjägerbataillon 263 aus Zweibrücken im Saarland (DEU) eine partnerschaftliche Ausbildungskooperation. Durch gemeinsame Ausbildungen und Übungen wird die internationale Zusammenarbeit mit deutschen, aber auch anderen europäischen Luftlandeverbänden trainiert. Die Orientierung an der Einsatzrelevanz ist bei dieser Zusammenarbeit stets das Maß aller Dinge.

Tradition

Das Jägerbataillon 25 pflegt die Tradition mit dem 1691 aufgestellten "Infanterie-Regiment Graf von Khevenhüller Nr. 7", welches in der k.u.k. Monarchie das Kärntner Hausregiment gewesen ist. Somit ist diese Tradition eine der ältesten, die heute noch im Österreichischen Bundesheer lebendig ist. Der von Kaiserin Elisabeth mit dem Fahnenband überreichte Leitspruch "Mut-Tapferkeit-Treue" ist nach wie vor eine Leitlinie des heutigen Jägerbataillons 25.

Hauptmann Mag.(FH) Christoph Dohr, Offizier für Öffentlichkeitsarbeit

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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