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Jägerbataillon 19

Das Jägerbataillon 19 (JgB19) ist der Jägerverband der 3. Panzergrenadierbrigade. Seine Aufgabe ist der infanteristische Kampf in Zusammenarbeit mit mechanisierten Kräften. Es ist in einer der modernsten Kasernen Europas, in der südburgenländischen Bezirkshauptstadt Güssing stationiert. Die Soldaten des Bataillons besitzen eine hohe Kompetenz für den Kampf im urbanen Gebiet, im Nahkampf und in der Zusammenarbeit mit Panzergrenadieren. Eine wesentliche Aufgabe des Verbandes ist die Ausbildung von Kaderpräsenzsoldaten für internationale Einsätze.

Geschichte

Am 18. März 1920 erfolgte die Aufstellung des "ersten" Bundesheeres und in weiterer Folge die Bildung eines "burgenländischen" Kaders. Nach der Landnahme des Burgenlandes (Angliederung des Burgenlandes an Österreich von 1919 bis 1921; Anm.) wurde 1922 das "selbstständige Infanteriebataillon Nr. 2" in Neusiedl am See aufgestellt. 1932 bezog dieser Verband als "Burgenländisches Feldjägerbataillon Nr. 2" die damals neu errichteten Kasernen Pinkafeld und Oberwart. Zwischen 1932 und 1938 war das Bataillon bei Manövern, Bereitschafts- und Sicherungsdiensten sowie bei Katastrophen im südlichen Burgenland und in der Steiermark eingesetzt. 1938 ging es in der 3. Gebirgsdivision der Deutschen Wehrmacht auf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besatzungszeit marschierte am 25. November 1955 die "Truxa-Kompanie" (benannt nach ihrem Kommandanten, dem späteren General Dr. Raimund Truxa) in die Kaserne Pinkafeld ein. Diese Einheit war Teil der zweiten provisorischen Grenzschutzabteilung (Nachfolgeorganisation der B-Gendarmerie bis zum Aufwachsen des ÖBH) und übernahm die Liegenschaft nach deren Verwendung als russische Kommandantur.

1956 rückten die ersten Wehrpflichtigen zum damaligen Infanteriebataillon Nr. 2 ein, das am 1. September 1957 zum JgB19 wurde. Ab 1962 teilte sich der Verband auf die Garnisonen Pinkafeld, Oberwart und Güssing auf. Am 1. Jänner 1979 wurde das Bataillon zum Landwehrstammregiment 13 umbenannt und umgegliedert. Dieses hatte die Mobilmachungsverantwortung für drei Jägerbataillone, drei Sperr- und Wachkompanien, jeweils ein Ersatzregiment, ein Landwehrbataillon, ein Landwehrregiment und ein Jagdkampfbataillon. Mit der Heeresgliederung "Neu" (1994) wurde der Verband in Jägerregiment 1 umbenannt und ab 1. April 1999 wieder zum Jägerbataillon 19.

Seit Dezember 2013 befindet sich das gesamte Bataillon in der neu errichteten "Montecuccoli"-Kaserne in Güssing. Dem Namensgeber der Kaserne, Feldmarschall Fürst Raimund Montecuccoli,gelang am 1. August 1664 der Sieg über eine osmanische Großmacht bei Mogersdorf. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit konnte er durch überlegte Taktik, Umsicht und Entschlossenheit den Sieg davontragen. Die Partnerschaft mit der ca. 15 km entfernten Gemeinde Mogersdorf wurde am 18. Mai 1973 besiegelt.

Gliederung

Das Jägerbataillon 19 gliedert sich in ein Bataillonskommando,eine Stabskompanie sowie die 1. bis 3. Jägerkompanie. Ein Zug der Kaderpräsenzeinheiten (KPE) befindet sich in der 2. Kompanie.

Aufgaben und Herausforderungen

Das JgB19 ist vielseitig einsetzbar. Seine Soldaten beherrschen die Einsatzarten Angriff, Verteidigung, Verzögerung und Schutz, den Kampf im verbauten Gebiet sowie die Zusammenarbeit mit gepanzerten Gefechtsfahrzeugen.

Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt in der Alpinausbildung, weshalb das Bataillon auch im alpinen Gelände eingesetzt werden kann. Die Herausforderungen des Verbandes liegen in der Ausbildung von Grundwehrdienern, der Durchführung von Unteroffiziers-Anwärterlehrgängen für Berufs- und Milizkader,im Herstellen der Einsatzbereitschaft zur Hilfe- und Assistenzleistung, für die militärische Landesverteidigung sowie für Auslandseinsätze (aktuell für AUTCON/UNIFIL im Libanon).

Partnerschaft

Seit 8. November 1980 besteht eine Partnerschaft zwischen dem JgB19 und der Kammer für Arbeiter und Angestellte für das Burgenland. Die Aus- und Fortbildung junger Menschen (militärisch und zivil) steht im Vordergrund. Diese Partnerschaft betont den Stellenwert gleicher Ziel- und Wertvorstellungen als Basis für die Zusammenarbeit zum Wohle der Heimat. Sie unterstreicht die besondere Beziehung zwischen dem Österreichischen Bundesheer und der arbeitenden Bevölkerung. Die Partnerschaft wird durch gegenseitige Fortbildungen und Treffen laufend belebt.

Jägerregiment 1 (DEU)

Das Jägerregiment 1 ist ein luftbeweglicher Infanterieverband der Deutschen Bundeswehr. Es ist ein Teil der Panzerbrigade 21 und mit Masse in Schwarzenborn (Hessen) stationiert. Das Ziel ist die Zusammenarbeit auf Stabsebene und bei Gefechtausbildungen.

Verbandsabzeichen

Das Abzeichen besteht aus Metall mit Kunstharzauflage. Der gotische Schild zeigt die Landesfarben des Burgenlandes "Rot-Gold". Entlang des Schildrandes verläuft die schwarze Inschrift "VORWÄRTS MIT FRISCHEM MUT". Im Schildhaupt befindet sich die Abkürzung "JgB 19". In der Mitte sind zwei grüne Eichenblätter aufgelegt, darüber zwei schwarze, gekreuzte Sturmgewehre (StG77) als Symbol der Jägertruppe.

Meilensteine

1956 Ungarnkrise (Einsatz einer Alarmkompanie).

1966/67 Katastropheneinsätze in Osttirol.

1967 Grenzaufsichtsdienst an der Staatsgrenze in Osttirol zu Italien.

1968 Volle Bereitschaft der Garnisonen aufgrund der ÈSSR-Krise.

1991 Sicherungseinsatz an der Staatsgrenze zu Ex-Jugoslawien.

2001 Patenschaft für eine Jägerkompanie AUCON5/KFOR.

1991 bis 2012 Assistenzeinsatz zur Grenzraumüberwachung.

2011/12 Patenschaft für AUTCON1/UNIFIL im Libanon.

laufende Katastrophenhilfeeinsätze.

Traditionspflege

Das Jägerbataillon 19 ist in Tradition dem k.k. Infanterieregiment Nr. 83 (IR Nr. 83) verbunden. Dieses wurde 1883 formiert und dem Ergänzungsbezirk Steinamanger zugewiesen. Vor allem Südburgenländer und Westungarn dienten in seinen Reihen. Neben der deutschen "Dienstsprache" wurde beim IR Nr. 83 ungarisch gesprochen. Die Garnisonierung fand in verschiedenen Gebieten der Doppelmonarchie statt.

Mit Kriegsbeginn 1914 wurde das Regiment vor allem im Osten gegen Russland eingesetzt. Während des Krieges bewährten sich seine Soldaten durch Kampfgeist und Tapferkeit,besonders bei den Abwehrkämpfen am Fuße der Lipina-Höhe (heute Polen) im Sommer 1917. In Gedenken daran ist der 6. Juli der Traditionstag des JgB19. Der Traditionsmarsch "83er-Regimentsmarsch" wurde von Gustav Feifer komponiert. Der Wahlspruch "Vorwärts mit frischem Mut" entstammt ebenfalls dem IR Nr. 83.

Major Mag.(FH) Georg Pferschy,S1 & Offizier für Öffentlichkeitsarbeit

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