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Führungsunterstützungsbataillon 2 (FüUB2)

Das Führungsunterstützungsbataillon 2 (FüUB2) ist ein vom Streitkräfteführungskommando unmittelbar geführter Verband. Mit hoher Professionalität und Fachkompetenz stellt er die Kommunikation innerhalb der Streitkräfte sicher. Seine Soldaten gewährleisten nicht nur Sprach- und Datenverbindungen - sie sind auch Experten im Bereich der elektronischen Kampfführung (eloKa).

Geschichte

Die Grundsteinlegung der St. Johanner Kaserne erfolgte im Juli 1936. Nach einer Bauzeit von nicht einmal drei Monaten bezogen die ersten Soldaten bereits am 1. Oktober die neu errichteten Unterkünfte. Es handelte sich um die 2. Artillerieabteilung des Artillerieregimentes 8 aus Salzburg. Am 10. März 1937 wurde der Kaserne der Name "Feldmarschall Freiherr von Krobatin-Kaserne" verliehen. Alexander Freiherr von Krobatin war Artillerieoffizier und Kriegsminister der k.u.k. Armee.

Der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 bedeutete für die hier garnisonierte Abteilung die Verlegung in die Salzburger Riedenburgkaserne und Eingliederung in die 8. Brigade der bayerischen Gebirgsdivision. Im Zweiten Weltkrieg waren ab 1941 deutsche Wachmannschaften des Stammlagers 18 (Kriegsgefangenenlager in Reinbach bei St. Johann im Pongau; Anm.) in der Kaserne untergebracht.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Kaserne von den US-amerikanischen Truppen genutzt. Bis ins Jahr 1949 wurde sie als Lager für königstreue jugoslawische Offiziere verwendet und in weiterer Folge vom 350. US-Infanterieregiment der Regenbogendivision.

Ab 1. Juli 1955 beherbergte die Krobatin-Kaserne zwei Einheiten der B-Gendarmerie. Diese wurden nach einer Verfügung des Amtes für Landesverteidigung (Sektion des Bundeskanzleramtes, das bis zur Gründung eines eigenen Ministeriums 1956 für die Landesverteidigung verantwortlich war; Anm.) am 11. Oktober 1955 in die Infanterie-Unterstützungs-Waffenschuleumgegliedert.

Die Verlegung einer gemischten Fernmeldekompanie von Wien nach St. Johann im Pongau erfolgte am 7. März 1959. Das war die Geburtsstunde der Fernmeldetruppe in der Krobatin-Kaserne.

Die Vorgängerorganisationen des Führungsunterstützungsbataillons in der Garnison waren:

- die 1. Kompanie des Heerestelegraphenbataillons (1959);

- das II. Bataillon des Heerestelegraphenregimentes (1965);

- das II. Bataillon des Heeresfernmelderegimentes (1979);

- das Heeresfernmelderegiment - HFMR (1986).

Am 1. März 2008 wurde das HFMR im Zuge der Transformation des Bundesheeres in das heutige FüUB2 übergeleitet.

Gliederung und Aufgaben

Das FüUB2 gliedert sich in - ein Bataillonskommando mit Stabskompanie (StbKp),

- drei Führungsunterstützungskompanien (FüUKp)

- eine FüUKp für elektronische Kampfführung (eloKa) sowie

- eine FüUKp für Kaderpräsenzeinheiten (KPE), die dem FüUB2 seit 1. Oktober 2014 organisatorisch unterstellt ist.

Die Hauptaufgabe des Bataillons besteht im Aufbau und dem Betreiben von sicheren Kommunikationswegen. Diese gewährleisten die Verbindung vom Streitkräfteführungskommando zu seinen unterstellten Verbänden.

Im Bataillonskommando werden neben den Stabsfunktionen auch die Organisationselemente der Netzsteuerung und der eloKa zusammengefasst. Darüber hinaus ist dem Kommando die Kraftfahrlehrgruppe unterstellt.

Die StbKp verfügt neben einer Kfz-Werkstätte auch über eine modern ausgestattete Elektronik-Werkstätte. Mit dieser stellt sie die Einsatzbereitschaft der Geräte des eigenen Verbandes sowie des Reserve-, Pool- und Umlaufgerätes der Streitkräfte sicher. Die FüUKpen gewährleisten mit ihren verlegbaren, digitalen Vermittlungs- und (Richt-)Funksystemen eine leistungsfähige und sichere Informationsübertragung.

Herausforderungen

Aktuelle Leistungsziele des FüUB2 sind - die Umsetzung des Projektes Cyber Soldat,

- der vertiefende Kompetenz- und Fähigkeitenaufbau im Bereich der eloKa und

- das Herstellen der personellen und materiellen Einsatzbereitschaft einer FüUKp für die EUBG 2016-2.

Partnerschaften

Seit dem 9. November 1975 besteht eine aktive Partnerschaft des FüUB2 (und seiner Vorgänger) mit der Siemens AG Österreich. Diese begeht am diesjährigen Traditionstag des Verbandes ihr bereits 40-jähriges Bestandsjubiläum. Im Juni 2009 wurde eine Partnerschaft mit der Stadtgemeinde St. Johann im Pongau ins Leben gerufen. Sie bekundet die enge territoriale Zusammenarbeit sowie die gute Integration des Verbandes in der örtlichen Gesellschaft.

Mit dem ungarischen FüUR 43, den deutschen Verbänden FüUB 292 aus Dillingen an der Donau sowie dem Bataillon EloKa 912 aus Nienburg an der Weser bestehen Partnerschaften und Truppenkontakte mit ausländischen Streitkräften. Seit April 2008 finden regelmäßig Kontakte in Deutschland und Österreich zum Zweck des gegenseitigen Erfahrungsaustausches in Form von Schulungen, Workshops etc. statt.

Zugehörigkeitsabzeichen

Das Zugehörigkeitsabzeichen hat die Form des modernen französischen Wappenschildes, welches in vier Felder aufgeteilt ist. Die darin enthaltenen Symbole sollen die besonderen Fähigkeiten des Verbandes zum Ausdruck bringen.

Das Wappen ist in den Grundfarben silber und rostbraun (Waffengattungsfarbe der Führungsunterstützer) gehalten. Die in den silbernen Flächen rechts oben und links unten (aus der Sicht des Wappenträgers; Anm.) blitzartig diagonal nach außen gerichteten Pfeile sind die Zeichen von Telegraphen- und Fernmeldetruppen. Das Edelweiß, rechts unten im rostbraunen Geviert, symbolisiert die Fähigkeit des Verbandes, Aufträge auch im hochalpinen Gelände zu erfüllen. Im linken oberen Geviert, ebenso in rostbraun, befindet sich ein aufrechtes Schwert inmitten dreier ineinander verlaufender Orbitalbahnen.

Der Orbit steht als Symbol für die verzugslose, weltweite Übertragung und Bereitstellung von Informationen. Das Schwert hingegen symbolisiert den Schutz der Information und Übertragungswege durch den Einsatz von aktiven Elementen der eloKa.

Oberstleutnant Emanuel Frizzi, S1 & Offizier für Öffentlichkeitsarbeit

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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