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Dynamic Response 2015

Von 13. bis 25. April 2015 trainierten über 1 400 Soldaten bei der internationalen Übung "Dynamic Response 2015" der 3. Panzergrenadierbrigade. Die Übung beinhaltete unter anderem ein Gefechtsschießen und diente dem Kompetenzaufbau und -erhalt in den Waffengattungen Panzer, Panzergrenadier, Aufklärung, Infanterie, Pionier, Artillerie, Logistik und Führungsunterstützung. Die Integration und der Einsatz von ausländischen Waffensystemen rundeten das Übungsszenario ab.

Grundidee

Das Aufgabenspektrum des Österreichischen Bundesheeres erfordert umfassende Fähigkeiten seiner Verbände im Kampf, im Schutz und bei der allgemeinen Hilfeleistung. Diese Fähigkeiten müssen kontinuierlich weiterentwickelt und in jeder Intensität beherrscht werden. Bei der "Dynamic Response 15" wurde ein Einsatzszenario in einer "Operation mit hoher Intensität" (dies sind Einsätze oder Szenarien mit hohem Gewalteinsatz) dargestellt. Anhand fordernder Gefechtsaufgaben, wie Verzögerung und Angriff, wurde das Zusammenwirken der verschiedenen Waffengattungen geübt und als Höhepunkt im scharfen Schuss ausgeführt. Der Kampf in der höchsten Intensitätsstufe stellt für das eingesetzte Personal einen Meilenstein im aktuellen Ausbildungsjahr dar und dient dazu, die Führungsfähigkeit und den Ausbildungsstand auf allen Ebenen innerhalb der Brigade zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Übungsszenario

Zwischen zwei fiktiven Konfliktparteien (den Staaten "Minaurien" und "Atlantis") wurde vor geraumer Zeit durch militärische Kräfte der Europäischen Union (EUFOR) auf Basis einer Resolution der Vereinten Nationen (VN) eine Demilitarisierte Zone (DMZ) errichtet. Nach einer Phase relativen Friedens kam es erneut zu ethnisch motivierten Gewaltausbrüchen und zur Formierung starker mechanisierter Kräfte durch eine der Konfliktparteien. EUFOR wurde daraufhin mit einem mechanisierten Kampfverband verstärkt (MNBG - Multinational Brigade). Dieser große Verband, dargestellt von der 3.PzGrenBrig, formierte lageangepasst aus den zur Verfügung stehenden kleinen Verbänden und Teileinheiten die gemischt-verstärkte Bataillonskampfgruppe 35 (BKG35), um auf mögliche Bedrohungen reagieren zu können. Kernstück der "Dynamic Response 15" bildete die Kombination einer zeitlich begrenzten Verteidigung mit anschließender Verzögerung einer feindlichen mechanisierten Brigade sowie einem darauffolgenden Gegenangriff nach Bereitstellung zum Wiederherstellen der DMZ.

Begriffserklärungen (gem. Militär-Lexikon)

- Verzahnung: Ist die Vermischung feindlicher und eigener Kräfte im Kampf.

- Verzögerung: Ist eine Einsatzart mit dem Zweck, unter Erhaltung der eigenen Kampfkraft die Feindkräfte zu verlangsamen oder zeitlich begrenzt zum Stehen zu bringen, dabei abzunutzen und Zeit zu gewinnen.

- Verzögerungslinie: Ist eine Führungslinie zur zeitlichen und räumlichen Koordinierung von im Verzögerungskampf eingesetzten Kräften.

- Zeitlich begrenzte Verteidigung: Ist eine spezielle Form der Verteidigung mit dem Zweck, einen für den Ablauf eines Gefechtes wichtigen Raum für eine festgelegte Dauer gegen Feindangriffe zu halten.

- Nehmen: Ist die angriffsweise Inbesitznahme eines festgelegten Raumes unter Gewaltanwendung. Dies kann je nach Lage mit oder ohne geplanten Feuerkampf erfolgen.

- Fühlung halten: Ist das Aufrechterhalten der Berührung mit dem Gegner durch Kampf oder Beobachtung.

- Abnutzen: Die Wirksamkeit von gegnerischen Kräften durch Verluste an Personal und Gerät reduzieren.

- Zerschlagen: Ist das Aufbrechen der Struktur, das Stören der Einsatzführung und/oder die Störung des zeitlichen Ablaufes.

Phasen des Gefechtes

Im Wesentlichen gliederte sich der Einsatz der MNBG in die Phasen:

- Vorbereitun., - Herstellen der Einsatzbereitschaft und Bereitstellung sowie Einsatz zur Wiederherstellung der DM., - Stabilisierung der DMZ.

- Rückverlegung der Kräfte nach Auftragserfüllung.

Ziel dieser Phasenbildung war es, in die DMZ eingedrungene Kräfte zu zerschlagen, Verbände und Einheiten zu isolieren, zu entwaffnen und in weiterer Folge an die Atlantischen Streitkräfte zu übergeben.

Der Einsatz der BKG35 als Manöverelement der MNBG wurde in folgende Phasen unterteilt:

- Vorbereitung.

- Verzögerung.

- Überschreiten der Ablauflinie für den Gegenangriff und Beziehen eines Riegels.

- Isolierung eingebrochener Verbände.

Ziel der BKG35 war es, die gegnerischen Kräfte zu verzögern und nach erfolgter Reorganisation das Überschreiten der Ablauflinie für die MNBG sicherzustellen sowie eine Flankenbedrohung für die MNBG durch den Gegner zu verhindern. Hierzu musste der Raum Oberplöttbach-Niederplöttbach durch die BKG35 genommen werden.

Der Einfachheit halber wird im Anschluss der Übungsablauf in die Teilbereiche Aufklärung, Luftschlag, Verzögerung und Gegenangriff unterteilt.

Aufklärung

Gemäß der Ausgangslage hat sich eine der beiden Konfliktparteien im Osten des Truppenübungsplatzes, an der Grenze zur fiktiven DMZ, mit schweren Kampfverbänden formiert und sich mit einer mechanisierten Brigade in Richtung Westen in Marsch gesetzt, um die Räume Zwettl-Vitis und Allentsteig in Besitz zu nehmen. Die Aufklärungselemente der MNBG erkennen den vorrückenden Feind und nehmen mit diesem in den Räumen Edelbach und Thaures durch Beobachtung Fühlung auf. Der Brigadekommandant entscheidet, den Feind durch die BKG35 über zwei Verzögerungslinien bis an die Linie Pötzles-Ost zu verzögern und dabei den Feind möglichst stark abzunutzen.

Luftschlag

Nachdem der Brigadekommandant über Funk den Einsatzbefehl gegeben hat, bezieht die BKG35 die erste Verzögerungslinie und stellt die Einsatzbereitschaft her. Die vorne eingesetzten Aufklärungselemente unterstützen in dieser Phase durch die Weitergabe eines detaillierten Lagebildes, um den Einsatz von Kampfunterstützungsmitteln durch die MNBG bestens zu ermöglichen. Sichergestellt wird die Kampfunterstützung in dieser Phase unter anderem durch den Einsatz von Kampfnahunterstützung aus der Luft (Close Combat Attack - CCA), dargestellt durch den Hubschrauber OH-58 "Kiowa" und den Einsatz von Luftnahunterstützung (Close Air Support - CAS), dargestellt durch die PC-7 "Turbo Trainer". Gleichzeitig geht das Steilfeuerelement der BKG35 im Feuerstellungsraum (Position Area Artillery - PAA) Edelfeld in Stellung.

Verzögerung

Im Anschluss an das Beziehen der ersten Verzögerungslinie (von Döllersheim über Kleinkainraths nach Allentsteig) durch eine Panzergrenadierkompanie im Norden und eine Jägerkompanie im Süden erhielten die vorgeschobenen Aufklärungsteile den Befehl, das Gefecht abzubrechen, um dadurch einer Verzahnung mit dem Feind zuvorzukommen. Das Absetzen der Aufklärer wurde dabei mit Steilfeuer in den Wirkungsraum Edelbach unterstützt. Während die Aufklärer beim Zurückgehen mit ihren technischen Aufklärungsmitteln die Beobachtung weiter sicherstellten, wurde an der ersten Verzögerungslinie durch die dort eingesetzten Kompanien zeitlich begrenzt verteidigt.

Den weiteren Verzögerungskampf unterstützten die Pioniere. Einerseits konnte mittels einer taktischen Baumsperre und der Sprengung eines Panzergrabens die feindliche Bewegungsfreiheit eingeschränkt und andererseits die eigene Bewegungsmöglichkeit durch die Schaffung einer Übersetzstelle am Stausee Ottenstein erweitert werden. An der zweiten Verzögerungslinie nahmen die dort eingesetzten Teile ein letztes Mal durch Kampf (Verlangsamen und zeitlich begrenztes zum Stehen bringen durch Feuereröffnung auf die Spitzen des antretenden Feindes) die Möglichkeit wahr, die geforderte Zeit im Verzögerungskampf zu erkämpfen.

Gegenangriff

Die BKG35 hat mit Teilen ihrer Kräfte die angreifende mechanisierte feindliche Brigade erfolgreich verzögert und abgenutzt. Mit weiteren, nicht eingesetzten Teilen der BKG35 wurde der Gegenangriff aus dem Bereitstellungsraum Gerotten vorbereitet. Dazu stellte die Aufklärung die Beobachtung in die neu vorgegebenen Räume Mannshalm und Döllersheim sicher. Das Steilfeuerelement der Kampfgruppe hat seinen Feuerstellungsraum in die neue PAA im Raum Wildings verlegt. Luftteile wurden für mögliche CAS und CCA wieder einsatzbereit gemacht.

Nachdem der Kampfgruppenkommandant den Befehl zum Gegenangriff aus dem Bereitstellungsraum gegeben hatte, wurde zunächst von einer Panzergrenadierkompanie ein Riegel Richtung Osten von Strassäcker über die Kote 545 nach Buchenlüss bezogen. Über diesen Riegel stieß anschließend die tschechische Panzergrenadierkompanie hinweg, um den Raum Pointlüss als Zwischenangriffsziel zu nehmen. Gleichzeitig öffnete eine Infanteriekompanie eine Enge im Raum Gatschenwiese. Das Offenhalten dieser Enge im Norden war entscheidend für den Erfolg des gesamten Angriffes. Eine Panzerkompanie und eine weitere Panzergrenadierkompanie mussten hier durchgeschleust werden, um dann in Richtung Norden weiter in das Bataillonsangriffsziel Oberplöttbach zu stoßen. Parallel dazu setzte die Panzergrenadierkompanie, die zunächst den Raum Pointlüss genommen hatte, ihren Angriff fort und nahm das Kompanieangriffsziel Niederplöttbach, um eine Flankenbedrohung auszuschließen. Somit konnte die Voraussetzung für das Zerschlagen des Feindes durch weitere Teile der MNBG geschaffen werden.

Übungsziele

Die gewählten Einsatzarten Verzögerung und Angriff bringen das Wesen der mechanisierten Kampfführung, mit ihren Faktoren Beweglichkeit, Feuerkraft und Schutz, am besten zur Geltung. Das Beherrschen dieses oberen Einsatzspektrums stellt die Basis für soldatisches Selbstverständnis und die Einsatzbereitschaft in anderen, womöglich weniger intensiven, Szenarien und Einsatzarten dar.

Die Möglichkeit mit deutschen Kampfunterstützungselementen der Pioniertruppe, deutschen Aufklärungskräften, mechanisierten Kräften der tschechischen Armee und der kampfwertgesteigerten nächsten Generation deutscher Kampfpanzer "Leopard" zusammenzuarbeiten, ermöglichte einen plastischen und praktischen Erfahrungsgewinn und verdichtete die Vorstellung über die Leistungsfähigkeit der Systeme.

Um eine konsequente Erfolgs- und Wirkungskontrolle (hierbei wird untersucht, ob die betreffende Maßnahme überhaupt einen Beitrag zur Zielerreichung geleistet hat) sicherstellen zu können, wurden durch die Übungsleitung Ziele definiert. Diese waren:

Fähigkeitserhalt im Kampf der verbundenen Waffen auf Ebene der verstärkten BKG im obersten Einsatzspektrum

- Durchführung besonderer Gefechtshandlungen in der Einsatzart Verzögerung im scharfen Schuss.

- Gegenangriff nach Bereitstellung auf einen eingebrochenen Gegner.

- Integration eines Joint Fire Support Coordination Teams (JFSCT).

- Einsatz von Pionierkampf- und Feuerunterstützung.

Stärkung der multinationalen Zusammenarbeit

- Integration von einem Kampfpanzerzug und einem Panzergrenadierzug sowie weiteren Kampfunterstützungselementen aus Deutschland.

- Integration einer gemischten mechanisierten Kompanie der 7. mechanisierten Brigade aus der Tschechischen Republik.

- Einsatz multinationaler, im ÖBH nicht eingeführter Aufklärungs- und Pionierkampfunterstützungssysteme.

- Steigerung der Interoperabilität durch die umsichtige Beachtung der Schießvorschriften; - Sicherstellung des Host Nation Supports.

Die Zielerreichung wurde während der Übung durch den Brigadekommandanten und die Fachdienstaufsicht der einzelnen Stabsabteilungen überprüft.

Erhalt und Ausbau der Kernkompetenzen

Die Kernkompetenz des Österreichischen Bundesheeres ist die Bewerkstelligung seines Alleinstellungsmerkmales "Kampf der verbundenen Waffen". Das Zusammenwirken verschiedener, primär militärischer Kräfte und Mittel erfordert die einwandfreie Beherrschung des Soldatenhandwerkes in jeder einzelnen Waffengattung. Hier ist vor allem auf die Führungsebene Rücksicht zu nehmen, von der ein Höchstmaß an Koordinierungstätigkeit aller verfügbaren Systeme gefordert wird. Neben der Weiterentwicklung der Führungsfähigkeit und des Ausbildungsstandards, lag der Fokus während der Übung auf den Waffengattungen - Panzer.

- Panzergrenadier.

- Aufklärung.

- Artillerie.

- Infanterie.

- Pionier.

- Logistik.

- Führungsunterstützung.

Die "Dynamic Response 15" wurde so angelegt, dass innerhalb der jeweiligen übenden Waffengattungen, trotz der hohen Dichte an Szenarien innerhalb der Übung, der geforderte Fähigkeitserhalt und -ausbau vollzogen werden konnte. Über das Handwerk in der jeweiligen Waffengattung hinausgehend ist es unumgänglich, das Zusammenspiel - den Wirkungsverbund mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Mitteln in zeitlicher und räumlicher Staffelung - sicherzustellen und zum Einsatz zu bringen.

Wirkungsverbund zw. Aufklärung, mechanisiertem Kampf und der Kampfunterstützung

Das Üben im Wirkungsverbund zwischen Aufklärung, mechanisiertem Kampf und der Kampfunterstützung war ein wesentliches Ziel der "DR15". Es muss stabsdienstlich in zeitlicher und räumlicher Hinsicht genau koordiniert werden, um in der Umsetzung auf dem Gefechtsfeld effektiv zu sein. Die Voraussetzung für einen funktionierenden Wirkungsverbund ist die Fähigkeit des jeweiligen Verbandes, ein sicheres und leistungsfähiges wie auch verlässliches Führungs- und Informationssystem zu betreiben. Im Idealfall können Aufklärungsergebnisse in Form universell nutzbarer Zieldaten direkt der Führung zugänglich gemacht werden. Die Einbindung der beweglichen Befehlsstelle in alle relevanten Führungs- und Informationssysteme bedarf eines ausgereiften und flexiblen Informations- und Kommunikations-Technologie-(IKT-)Planes der Führungsunterstützer. Daneben ist die Führungsunterstützung unter anderem mit der Implementierung und dem Betrieb von Phönix und dem Friendly Force Tracking (IKT-unterstützte Mitverfolgung eigener Elemente in Echtzeit) gefordert, um durchgehend ein aktuelles Lagebild darstellen zu können.

Aufbauend auf den Daten der Aufklärer werden durch das im Stab der Bataillonskampfgruppe implementierte Feuer­unterstützungsteam (Joint Fire Support Team - JFST; siehe dazu auch TD-Heft 4/2014, "Möglicher Beitrag der österreichischen Luftstreitkräfte zur Ausbildung von Forward Air Controllern") die Möglichkeiten beurteilt, um dann das entsprechende Kampfunterstützungsmittel auszulösen. Im konkreten Fall der "DR15" standen CCA Close-­Combat Attack), CAS, Feuerunterstützung durch den schweren Granatwerferzug (sGrWZg) sowie Steilfeuerunterstützung durch das Aufklärungs- und Artilleriebataillon 3 (AAB3) zur Verfügung. In Bewegungsphasen, wie bei der Verzögerung oder dem Angriff, kommt der detaillierten und zeitgerechten Erfassung und Meldung durch die Aufklärungsteile besondere Bedeutung zu.

Nach erfolgter Synchronisation (Einsatz der Aufklärungselemente, Artillerieunterstützung, CCA und CAS, Pionierunterstützung, Manöverelemente) durch seinen Stab führt der Kommandant der BKG35 mit seinen vier Manöverelementen das Gefecht. Er nimmt die Koordinierung an den Verzögerungslinien wahr und führt den Gegenangriff aus seiner beweglichen Befehlsstelle.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die pioniertechnische Kampfunterstützung. Ziel ist es, die eigenen Bewegungsmöglichkeiten zu fördern und die feindlichen zu hemmen. Die Sprengung von Panzergräben, Baumsprengungen oder das Übersetzen von eigenen Teilen über nicht furtbare Gewässer stellten wesentliche Aspekte in der eigenen Einsatzführung der BKG35 dar.

Intensivierung internationaler Beziehungen

Auf Basis einer internationalen Kooperationsvereinbarung nahmen jeweils kompaniestarke Kräfte der Deutschen Bundeswehr (Panzerbrigade 21) und der tschechischen Streitkräfte (7. Mechanisierte Brigade) an der Übung teil. Unter dem Kommando der 3. Panzergrenadierbrigade wurde aus verschiedenen Einheiten der Brigade und den beiden internationalen Einheiten eine trinationale, gemischt-verstärkte mechanisierte Bataillonskampfgruppe, die BKG35, gebildet. Die Dritte war somit auf eine Stärke von zirka 1 200 Soldaten aufgewachsen. Gut 70 österreichische, deutsche und tschechische Kampf- und Gefechtsfahrzeuge (GKGF) waren bei der "Dynamic Response 15" im scharfen Schuss im Einsatz.

Die Panzerbrigade 21

132 deutsche Soldaten der Panzerbrigade 21 nahmen an der Übung der 3. Panzergrenadierbrigade teil. Die Panzerbrigade 21 ist eine Eingreifkraft des Heeres. Sie untersteht der 1. Panzerdivision mit Stabssitz in Hannover. Als Teil der 1. Panzerdivision stellt sie regelmäßig Kräfte für internationale Einsätze der Bundesrepublik Deutschland. Die Panzerbrigade 21 ist befähigt, Frieden erzwingende Operationen hoher Intensität auch gegen militärisch organisierte Gegner zu führen. Sie ist die letzte umfassend ausgerüstete und gegliederte Panzerbrigade des Heeres und durch ihre Gliederung umfassend zum Gefecht der verbundenen Waffen mit eigenen Truppen befähigt. Die Hauptwaffensysteme der Panzerbrigade 21 sind der Kampfpanzer "Leopard" 2A6M, der Schützenpanzer "Marder" 1A5 und die Panzerhaubitze 2000.

Die 7. mechanisierte Brigade

Aus der Tschechischen Republik wurden gut 90 Soldaten zur "Dynamic Response 15" entsandt. Die tschechischen Soldaten wurden ebenso wie ihre deutschen Kameraden in die BKG35 eingegliedert. Die 7. mechanisierte Brigade ist einer von zwei Großverbänden der tschechischen Landstreitkräfte. Sie sind dem Kommando der Landstreitkräfte unterstellt. Die Brigade ist auf drei Standorten im Osten der Tschechischen Republik stationiert - Pøáslavice, Hranice und Buèovice. Neben der taktischen und operativen Auftragserfüllung im NATO-Bündnisfall, innerhalb und außerhalb der Tschechischen Republik, kann die Brigade auch weitere Kernaufträge wie Polizeiaufgaben oder Hilfeleistung bei Elementarereignissen abdecken. Die Hauptwaffensysteme sind der Kampfpanzer T-72, der Schützenpanzer BVP-2, der Mannschaftstransportpanzer "Pandur" und der gepanzerte Mannschaftstransportwagen IVECO LMV.

Auf einen Blick

Grundfähigkeiten bewaffneter Streitkräfte dürfen, trotz einer mehr oder weniger stabilen Sicherheitssituation in Europa nicht verloren gehen. Für ein mögliches konventionelles Gefecht müssen die Mittel vorhanden sein, um diesem mit konventionellen militärischen Maßnahmen begegnen zu können. Seriöserweise kann dies nicht nur für einzelne Teilbereiche gelten, sondern muss für alle Waffengattungen Gültigkeit haben.

Die Übung der 3. Panzergrenadierbrigade, die in einer "Operation mit hoher Intensität" durchgeführt wurde, diente dem Kompetenzaufbau und dem Kompetenzerhalt in den einzelnen Waffengattungen. Waren es auf stabsdienstlicher Ebene die Verfahren und Abläufe, so konnten auf Einheitsebene die Gefechtstechnik in hoher Intensität (das Szenario verlangte einen hohen Gewalteinsatz) und unter großer Belastung (zeitlich begrenzte Verteidigung, Verzögerung und Angriff stellen für den Soldaten eine besonders hohe körperliche Beanspruchung dar) geübt und überprüft werden. Die Berücksichtigung der Multinationalität wurde den Anforderungen an moderne Streitkräfte gerecht. Wenn man aktuelle Konflikte betrachtet, so lässt sich feststellen, dass nahezu immer ein multinationaler Ansatz (militärische Einheiten und Teil­einheiten aus verschiedenen Ländern bilden gemeinsam eine Einsatzkraft) zur Bewältigung der Konfliktsituation gewählt wird. Dies verlangt allerdings ein gewisses Maß an Kompatibilität sowohl bei Gerät (Möglichkeit des Austausches und der gemeinsamen Nutzung zwischen den einzelnen Einheiten und Teileinheiten verschiedener Nationen) als auch beim Personal (einheitliche Verfahren und Ausbildung, Sprachkenntnisse etc.). Die Durchmischung der verschiedenen Elemente bis auf die Zugsebene erwies sich als realisierbare Möglichkeit. Der positive Effekt des gegenseitigen Lernens konnte mit der gewählten Truppeneinteilung bis auf die Einheitsebene genutzt werden. Dadurch war es den Soldaten vom Zug bis zum Brigadekommando möglich, voneinander zu profitieren, neue Verfahren kennenzulernen, die Sensibilität für andere Systeme zu intensivieren und sich über die bei der Übung eingesetzten unterschiedlichen Geräte und somit über unterschiedliche Assets auszutauschen.

Die Arbeitssprache bis auf Kommandantenebene einschließlich Kompanie war Englisch (Absprachen, Befehlsausgaben, Belehrungen). Zur Optimierung der Kommunikation mit der tschechischen gemischten mechanisierten Kompanie wurde erstmals ein Sprachmittlungstrupp eingesetzt. Auch hier konnten sowohl für die Truppe als auch für das Sprachinstitut des Bundesheeres wertvolle Erkenntnisse gesammelt werden, die bei kommenden Einsätzen berücksichtigt werden können.

Die Integration der Aufbau- und Ablauforganisation der Joint Fire Support Teams auf der Ebene der gemischt verstärkten Bataillonskampfgruppe stellte eine große Herausforderung im stabsdienstlichen Bearbeiten dar. Im Zuge der Übung hat sich herausgestellt, dass die Koordinierung und Synchronisation der Kampfunterstützungsmittel auf dieser Ebene den Stab einer gemischt verstärkten Bataillonskampfgruppe nicht überfordert und ohne Probleme in das Stabselement implementierbar ist.

Am Beispiel der "Dynamic Response 15" hat sich einmal mehr gezeigt, dass es für moderne Streitkräfte unumgänglich ist, neben den geforderten Kernkompetenzen in den einzelnen Waffengattungen, auch die Fähigkeit zur Synchronisation und Koordination aller Teileinheiten zum Zwecke der gemeinsamen Zielerfüllung, im nationalen wie auch im internationalen Verbund, zu besitzen.

"Man sollte sich immer die Frage stellen, ob die Dinge, die wir machen, nach wie vor richtig sind"

Interview mit Brigadier Mag. Günter Hofbauer. Er ist Leiter der Generalstabsabteilung im BMLVS und war von 1. September 2014 bis 24. Juni 2015 Kommandant der 3. Panzergrenadierbrigade.

F: Bei der Übung "Dynamic Response 15" der 3. Panzergrenadierbrigade wurden "robuste Einsatzszenarien in einer hohen Intensität" geübt. Inwiefern handelt es sich hierbei noch um ein zeitgemäßes Einsatzszenario?

A: Aus meiner Sicht ist das auf jeden Fall ein zeitgemäßes Szenario. Nur weil derzeit gerade eine mehr oder weniger stabile Situation in Mitteleuropa vorherrscht, heißt das nicht, dass wir die Grundfertigkeit bewaffneter Streitkräfte aufgeben können. Selbst einfach oder ungefährlich wirkende Einsätze können sehr rasch eskalieren. Einsatzarten wie der Gegenangriff oder die Verzögerung sind absolut zeitgemäß und gehören zum kleinen Einmaleins des Militärs.

F: Inwiefern gilt dies auch für mechanisierte Verbände?

A: Es gilt ganz besonders für mechanisierte Verbände, da diese einerseits die Schlagkraft und die Durchsetzungsfähigkeit aufweisen und andererseits über die Geschwindigkeit verfügen, die ein rein infanteristischer Verband nicht erbringen kann. Das haben wir auch bei der Übung gesehen: Es gab wesentliche Unterschiede zwischen der Kompanie auf "Pandur" und den Panzergrenadieren - besonders im Bereich der Schnelligkeit, Feuerkraft und des Schutzfaktors. Mir ist natürlich bewusst, dass Panzergrenadiere bei der Expeditionsfähigkeit Einschränkungen haben; aber es ist aus meiner Sicht nicht ausgeschlossen, Panzergrenadiere international zum Einsatz zu bringen, wenn die Bedrohung auf einem hohen Niveau ist. Schlussendlich geht es ja darum, den Soldaten im Einsatz den bestmöglichsten Schutz zu bieten. Daher ist der Schützenpanzer "Ulan" jedenfalls besser geeignet als ein gepanzerter LKW.

F: Könnte der mechanisierte Infanterist, zum Beispiel auf "Pandur", in Zukunft den Grenadier auf "Ulan" ersetzen?

A: Nein, das kann er nicht. Das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. In dem Aufgabenspektrum, den das Militär abdecken muss, hat jeder seine Berechtigungen und jeder seine Aufgabe. Man kann den Infanteristen auf "Pandur" oder auf einem gehärteten Transportfahrzeug für viele Aufgaben gut einsetzen. In gewissen Szenarien ist es aber besser einen Panzergrenadier einzusetzen, weil einfach die Geländegängigkeit auf Kette höher und die Dominanz des Fahrzeuges eine andere ist. Der Ulan hat mit der 3-cm-Maschinenkanone eben eine stärkere Bewaffnung und er weist einen höheren Schutzgrad für die Besatzung auf.

F: Konnten die Ziele, die Sie sich selbst für die "Dynamic Response 15" gesteckt haben, in der Brigade erreicht werden?

A: Ja, wir haben die Ziele erreicht. Mit Ausnahme des Scharfschießens in der Nacht, was auf die Ressourcenlage zurückzuführen ist. Ein großes Ziel war das Zusammenwirken der Bataillonskampfgruppe in einem robusten Szenario und dies in einem multinationalen Rahmen. Die Durchmischung bis zur Zugsebene mit den deutschen Kameraden und die Eingliederung einer tschechischen Kompanie war aus meiner Sicht eine Novität. Das war eine große Herausforderung und hat gut funktioniert.

F: Die Interoperabilität spielt eine wesentliche Rolle bei multinationalen Übungen. Wie stellten sich die Herausforderungen im sprachlichen Bereich oder bezogen auf die Ausrüstung oder den Ausbildungsstand dar?

A: Das war eine wesentliche Herausforderung. Zum Beispiel gibt es auch in den Verfahren einige Unterschiede. Die Schützenpanzer BMP und Kampfpanzer T-72 gehen anders vor, als wir das tun. Die sprachliche Verständigung hat aus meiner Sicht gut funktioniert. Es hat sich aber gezeigt, dass für die Details, vor allem was die Sicherheit betraf, Sprachmittler eine wichtige Rolle spielen.

F: Es kam zum ersten Mal ein "Sprachmittlertrupp Tschechisch" bei einer Übung in Österreich zum Einsatz. Wäre ohne den Einsatz dieses Sprachmittlertrupps ein sicheres Schießen möglich gewesen?

A: Ich denke schon. Nur hätte die Vorbereitung länger gedauert. Die englische Kommandosprache auf den Führungskreisen war unbestritten und hat gut funktioniert. Im Bereich der Sicherheitsorganisation waren die Sprachmittler sehr hilfreich.

F: Worin sehen Sie die Vorteile, internationale Übungen durchzuführen?

A: Die Vorteile ergeben sich dadurch, dass man von den anderen lernt. Seien es unterschiedliche Verfahren oder in den Details in der Durchführung. Man sollte sich immer die Frage stellen, ob die Dinge, die wir machen, nach wie vor richtig sind - können wir uns da vielleicht doch etwas anderes überlegen?

Es ist schon interessant gewesen, die Herangehensweise der deutschen Kampfpanzer zu beobachten, oder wie die tschechische Armee mit ihren mechanisierten Kräften umgeht. Man kann definitiv voneinander lernen.

F: Was ist für sie die wichtigste Erkenntnis der "Dynamic Response 15"?

A: Für mich ist wesentlich, dass wir noch in der Lage sind, das mechanisierte Gefecht auf Kampfgruppenebene zu führen sowie die Integration von Joint Fire - also Artillerie, Granatwerfer aber vor allem Close-Combat-Attack und Close-Air-Support. Trotz der verhältnismäßig beschränkten Mittel, die wir in Österreich zur Verfügung haben, konnten wir unsere Verfahren anwenden und überprüfen. Das Zusammenwirken von Aufklärung, Steilfeuer, Feuerunterstützung und der Führungsunterstützung hat gut funktioniert. Die Deutsche Bundeswehr hat uns mit ihren Kampf-Pionier-Assets neue Eindrücke vermittelt. In einem Planspiel hat man schnell einen Minenräum- oder Brückenlegepanzer zur Verfügung. Bei der "Dynamic Response 15" haben wir aber gesehen, was das wirklich heißt, diese Systeme nach vorne zu schicken und wie lange das dauert. Dies muss geübt werden. Da ist schon ein gewaltiger Mehrwert zum Planspiel auf der Karte oder am Führungssimulator vorhanden.

F: Wie werden die Übungsergebnisse in den Ausbildungsbetrieb einfließen?

A: Der Bereich Zusammenarbeit mit Joint Fire Support ist ein wesentliches Schwergewicht in den Ausbildungsplanungen der Brigade. Das Thema Verzögerung mit Volltruppe war das Hauptthema der 3.PzGrenBrig für das heurige Jahr und wird nächstes Jahr, wie derzeit geplant, mit einer weiteren Übung abgeschlossen. Die Verfahren im Rahmen der Verzögerung, auch im scharfen Schuss, waren ein erster großer Schritt im fortlaufenden Ausbildungsbetrieb der Brigade.

F: Die 3. Panzergrenadierbrigade verliert im Zuge der Strukturanpassung 2018 einen wichtigen Teil ihrer mechanisierten Kompetenz. Inwiefern war es für die Brigade noch wichtig, ein Kampfgruppenschießen einer gemischt verstärkten Bataillonskampfgruppe durchzuführen?

A: Das war sehr wichtig. Die Frage stellt sich so eigentlich nicht, da wir mit den Truppen, die wir zur Verfügung hatten, geübt haben. Wenn wir nächstes oder übernächstes Jahr mit dem Panzerbataillon 33 in seiner neuen Organisation üben, dann wird die Übung so anleget, dass dieses Bataillon auch eine entsprechende Übungsmöglichkeit hat. Durch die Reorganisation wird sich der Gesamtcharakter der dritten Panzergrenadierbrigade grundlegend ändern. Es geht nicht nur um die Kampfpanzer, sondern auch um die Artillerie. Im Wesentlichen sind die Streitkräfte gefordert, in Zukunft sicherzustellen, dass die Panzergrenadiere das Zusammenarbeiten mit den Kampfpanzern nicht verlernen und alle anderen Elemente bundesheerweit mit dem notwendigen Steilfeuer unterstützt werden können. Das ist eine ganz wesentliche Herausforderung für das übergeordnete Kommando. Derzeit ist es möglich, innerhalb der Brigade Kampfpanzer und Grenadiere entsprechend zusammen üben zu lassen. In Zukunft wird es notwendig sein, dass die Grenadiere, sowohl das Panzergrenadierbataillon 13 als auch das Panzergrenadierbataillon 35, zum richtigen Zeitpunkt mit Kampfpanzern für die Ausbildung unterstützt werden. Dies gilt gleichermaßen für die Artillerie.

F: Themenwechsel: Der Schutz kritischer Infrastruktur ist derzeit in aller Munde. Das Österreichische Bundesheer beschäftigt sich intensiv mit dieser Thematik. Ist dies das zukünftige Hauptaufgabenspektrum des Österreichischen Bundesheeres?

A: Nein, das sehe ich nicht so! Der Schutz kritischer Infrastruktur ist primär eine Aufgabe, die durch die Polizei wahrzunehmen ist. Das Bundesheer kommt möglicherweise im Rahmen einer Assistenz zum Einsatz. Wenn sich das Österreichische Bundesheer über den Schutz kritischer Infrastruktur eine Hauptaufgabe ableiten würde, dann wären wir weit weg von dem, was eigentlich die Aufgabe des Militärs ist: Nämlich militärische Landesverteidigung beziehungsweise auch die Möglichkeit im Ausland robust militärisch aufzutreten. Natürlich ändern sich im Laufe der Zeit die Anforderungen zur militärischen Landesverteidigung. In den 1990er-Jahren haben wir sicher etwas anderes darunter verstanden, als wir es im Jahr 2025 oder 2035 tun werden. Bedrohungen ändern sich teils gewaltig. Aber gerade die Ukraine-Krise zeigt, wie schnell sich die Lage - auch in Europa - ändern kann.

F: Das Bundesheer verändert sich, wie man aus der Strukturanpassung 2018 ablesen kann, hin zu einer Infanteriearmee. Sind komplexe Aufgaben wie sie bei der "Dynamic Response 15" geübt wurden, überhaupt noch abdeckbar?

A: Wenn man die Infanterie nicht auf die "Fußinfanterie" reduziert, sondern die Panzergrenadiere, die ja einen wesentlichen Teil infanteristisch abdecken mit einbezieht, jedenfalls. Die Frage ist: Was braucht diese Infanterie an Unterstützungen an Kampf- und Führungsunterstützungselementen und Force-Multipliern? An den Clustern, die an eine Bataillonskampfgruppe andocken sollen und die gegebenenfalls durch die Brigade oder bundesheerweit zur Verfügung gestellt werden. Diese müssen verfügbar sein, damit auch in Zukunft diese komplexen Aufgaben trainiert und erfüllt werden können.

F: Das heißt, das Alleinstellungsmerkmal des Bundesheeres, nämlich der Kampf der verbundenen Waffen, wird zukünftig nur noch seitens der Streitkräfte zu bewältigen sein. Die Brigaden werden das in Zukunft nicht mehr können?

A: Die Brigaden müssen das, aus meiner Sicht, weiterhin können. Sie werden nur nicht alle Mittel zur Verfügung haben. Nicht jede Brigade hat Pioniere oder Artillerie. Die zentrale Stelle, die dann eine Übung anlegen und leiten kann, ist die Brigade. Es wird notwendig sein, gewisse Fähigkeiten wie Joint-Fire-Support in der Brigade zu erhalten, damit die Bataillonskampfgruppe die Feuerunterstützung bekommt, die sie braucht. Die Brigade muss weiterhin in der Lage sein, dies zu planen. Wer die Expertise nicht mehr hat, ist darauf angewiesen, dass sie entweder von wo anders kommt, oder sie gerät in Vergessenheit. Die Kernaufgabe der Brigaden ist die vom Streitkräftekommandanten angesprochene Disziplinenkoordinierung und die Sicherstellung des Kampfes der verbundenen Waffen.

In diesem Zusammenhang wäre zum Beispiel darüber nachzudenken, ein und dasselbe Übungsszenario oder Schießen, das von einer Brigade ausgearbeitet wurde, unmittelbar nacheinander von mehreren Verbänden durchführen zu lassen und die Unterstützung nur einmal aufzubauen.

F: Sie waren jetzt ca. ein Jahr Kommandant der dritten Panzergrenadierbrigade, das war mit Sicherheit eine intensive und bewegende Zeit. Was wird Ihnen fehlen?

A: Die Freiheit als Kommandant. Die Handlungsfreiheit, die ein Brigadekommandant zur Verfügung hat und die Möglichkeit unmittelbar Maßnahmen zu setzen, die sich in relativ kurzer Zeit auswirken.

Das Interview führte Hauptmann Mag.(FH) Hermann Steinkogler.


Autor: Hauptmann Mag.(FH) Hermann Steinkogler, Jahrgang 1979, 2001/02 EF-Kurs, Ausbildung zum Feuerleitoffizier, 2005 bis 2009 Theresianische Militärakademie Jahrgang "Erzherzog Albrecht", 2009 Ausmusterung als Fernmeldeoffizier; 2009 bis 2011 Verwendung als Ausbildungsoffizier und stellvertretender Kommandant der Kommando- und Stabskompanie im Panzerstabsbataillon 4; 2011 Offizier für operative Kommunikation im Kommando 4. Panzergrenadierbrigade (Kdo 4.PzGrenBrig), Seit 2012 Leiter der Fachabteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im Kdo 4.PzGrenBrig; 2011 Psychological Operations Course; 2012 Auslandseinsatz bei EUFOR "Althea" als Medienanalyst und Head Information Operations; 2012 Media Operation Course; 2014 NATO Public Affairs Course I in Skopje.

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