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Rundschau

Ghana/Österreich: Humanitärer Hilfeleistungskurs

Vom 27. April bis 8. Mai 2015 fand am Kofi Annan International Peacekeeping Training Center (KAIPTC) in Ghana der Pilotkurs "Humanitarian Assistance in Westafrica and beyond" statt. Die Grundidee wurde nach einer Evaluierungsübung der ECOWAS (Economic Community Of West African States) Stand by Forces im November 2011 durch Brigadier Dr. Hirschmugl aufgezeigt und nun durch die Entsendung eines Offiziers als Kursdirektor an das KAIPTC sowie der Entwicklung und Abhaltung dieses Kurses erfüllt. Beim Kurs handelt es sich um das erste gemeinsame operative Projekt des österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung Schlaining, der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und dem BMLVS in Westafrika. 25 Teilnehmer (15 Zivile Personen, fünf Polizisten und fünf Militärs) wurden in den zwei Wochen zur gemeinsamen Zusammenarbeit dieser drei Komponenten bei Humanitären Operationen (Naturkatastrophen, Umweltkatastrophen etc.) ausgebildet. Dabei wurden nicht nur die humanitären Akteure, deren Aktivitäten, Strukturen und Abläufe studiert, sondern auch Wege der Zusammenarbeit (z. B. Zivil-Militärische Kooperation) diskutiert und in Rollenspielen geübt. Ebenfalls wurde auf das Management bei Humanitären Projekten (nach der Erstrettungsphase) großes Augenmerk gelegt. Der Kurs hat gezeigt, dass im Bereich der zivil-militärischen Kooperation bei Großkatastrophen eine große Lücke in der Ausbildung besteht, die durch derartige Kurse geschlossen werden sollte. Nach einem Review-Workshop im Juni 2015, wird Ende Oktober der zweite Kurs in Ghana durchgeführt, und in weiterer Folge an das KAIPTC in Eigenverantwortung übergeben. Nähere Informationen unter www.crisis-response.com/.

-sgl-

Deutschland: Bundeswehr bekommt "Puma"

Am 24. Juni 2015 fand auf dem Gelände von Rheinmetall Defence in Unterlüß die offizielle Übergabe des Schützenpanzers (SPz) "Puma" an die Bundeswehr statt. Bei der anschließenden Schlüsselübergabe wurde ein überdimensionierter Fahrzeugschlüssel an General Rainer Korff (als Vertreter des Bedarfsträgers) und an die Besatzungen der beiden Vorführfahrzeuge übergeben.

Mit der Übergabe des "Puma" an die Bundeswehr wurde ein bedeutender Meilenstein im Projektverlauf erreicht. Nach einer Entwicklungszeit von 13 Jahren hat das System nun einen Reifegrad erreicht, um die stufenweise Übernahme in die Nutzung beginnen zu können. Die Entwicklung dieses hochmodernen und komplexen Kampffahrzeugs war in den letzten Jahren durch zahlreiche Schwierigkeiten und Probleme geprägt. Insbesondere die gleichzeitige Erfüllung der höchst anspruchsvollen Forderungen u. a. bezüglich des Schutzes, der Beweglichkeit, der Ergonomie, der Einsatzautonomie und die gleichzeitige Einhaltung des maximalen Lufttransportgewichtes (31,45 Tonnen) waren nur durch einen hohen konstruktiven Aufwand und Einsatz neuartiger Technologien zu erreichen. Auch die, für das Wehrmaterial der Bundeswehr geltenden, extrem hohen Forderungen bezüglich der "systems-safety" und der "software-safety" führten zu einem Anstieg der Komplexität - und der Kosten.

Die Feuerkraft des SPz PUMA wird einerseits durch die neu entwickelte Maschinenkanone 30-2/ABM von Mauser bestimmt. Andererseits wird das Fahrzeug zu einem späteren Zeitpunkt (2018) über zwei Lenkflugkörper "Spike-LR" verfügen - hiermit ist eine Panzerabwehr bis auf Entfernungen von 4 000 Meter möglich. Ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt (2019) soll das Fahrzeug über eine turmunabhängige Sekundärwaffe am Heck verfügen. Die antriebsbedingte Beweglichkeit wird durch den kompakten 10-Zylinder-Dieselmotor 10V 890 realisiert, der eine Nennleistung von 800 kW (ca. 1 073 PS) aufweist. Um den Schallpegel im Inneren des Kampfraumes zu senken, sind alle schwingungserzeugenden Bauteile an einem Laufwerksträger befestigt, der über Elastomer-Elemente von der Fahrzeugwanne entkoppelt ist.

Mit 43 Tonnen ist der "Puma" derzeit der schwerste, in Serie gefertigte Schützenpanzer. Damit verfügt er über ein überdurchschnittlich hohes Schutzniveau. Die gilt sowohl für den Minenschutz - wie auch für den ballistischen Schutz. Für den Lufttransport sind fast alle Elemente der Zusatzpanzerung demontierbar - ebenso muss dazu fast die gesamte Fahrzeugausrüstung inkl. Kraftstoff und Munition entfernt werden. Die Überlebensfähigkeit des Fahrzeuges wurde durch das abstandsaktive Schutzsystems MUSS ergänzt, welches als Soft-Kill-System das Fahrzeug vor Lenkflugkörpern schützen soll.

Der "Puma" setzt mit seinen neuartigen Technologien nicht nur neue Maßstäbe im deutschen Panzerbau, sondern erfordert aufgrund des neuen Konzeptes (z. B. unbemannter Turm) auch neue taktische Einsatzweisen. Er ist in der Bundeswehr das erste Kampffahrzeug, bei dem der Kommandant für die Führung des Fahrzeugs und die Entschlussfassung auf die digitale Karte des Führungssystems (IFIS) - ohne einen Blick in das Gelände - angewiesen ist. Hier zeigt er große Gemeinsamkeiten mit den neuen russischen Kampffahrzeugen. Es wird voraussichtlich noch bis zum Jahr 2020 dauern, bis der "Puma" seine volle Einsatzbereitschaft erreicht haben wird und alle noch fehlenden Baugruppen erprobt und nachgerüstet wurden. Bis dahin wird die Bundeswehr zwei Panzergrenadierbataillone mit dem "Marder" einsatzbereit halten.

Rolf Hilmes

Deutschland: Blackout 1

Vom 21. bis 22. April 2015 fand in Leipzig die 3. Fachtagung Energie unter dem Motto "Blackout - Vorbeugung, Bewältigung, Wiederaufbau" statt, wo auch der Autor der TRUPPENDIENST-Serie "Blackout", Herbert Saurugg, einen Vortrag zu diesem Thema hielt. Unter anderem stellte er die weitreichenden Folgen eines Blackouts für die Gesellschaft dar bzw. wies einmal mehr auf die Notwendigkeit der aktiven Einbindung der Bevölkerung in die Krisenvorbereitung hin. Die bei dieser Tagung vortragenden Fachleute aus allen Ebenen des Netzbetriebes sowie aus dem Katastrophenschutz haben realistische Vorstellungen zur Vorbeugung, Bewältigung und zum Wiederaufbau der Stromversorgung nach einem Blackout. Klar wurde jedoch, dass für die Bewältigung eines solchen Szenarios praxisnahe Übungen unverzichtbar sind. Die gemeinsame Sprache stellt dabei immer wieder das größte Problem dar. Es kommen zwar dieselben Begriffe zur Anwendung, aber in unterschiedlichen Kontexten. Die Erkenntnis daraus: Ziel- statt Detailvorgaben sind notwendig - vergleichbar mit der militärischen Befehls- bzw. Auftragstaktik.

Auf der Katastrophenschutzseite zeigte sich, dass die moderne hoch stromabhängige Gesellschaft nicht auf ein "Blackout" vorbereitet ist: Sowohl auf der Seite der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), als auch auf der Bevölkerungs- und Wirtschaftsseite. Die Fachtagung unterstrich daher die Notwendigkeit, dass sich nicht nur die E-Wirtschaft mit dem Thema auseinandersetzen muss, sondern die gesamte Gesellschaft. Es ist nicht schlimm, dass etwas schief geht - es gibt keine 100-prozentige Sicherheit - sondern, dass die Gesellschaft die Gefahr kennt, aber nicht darauf vorbereitet ist.

Welche Herausforderungen noch auf den sicheren Netzbetrieb zukommen, ist nur schwer zu erahnen. So wurde von einem Solarpark berichtet, wo sich die Transformatoren durch selbstaufschaukelnde Prozesse zerstört haben. Auch im industriellen Umfeld kommt es immer häufiger zu bisher nicht beobachteten Effekten, die zur Zerstörung von Komponenten führen. Diese Effekte dürften sich in den nächsten Jahren durch die zunehmende IT-Vernetzung des Stromversorgungssystems und der steigenden Komplexität weiter verschärfen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema "Blackout" ist deshalb für eine moderne, stromabhängige Gesellschaft unverzichtbar.

-sgh-

Deutschland: Blackout 2

Am 24./25. April 2015 fand im Rahmen des Sicherheitsforschungsprojektes Katastrophenschutz-Leuchttürme (Kat-Leuchttürme - www.kat-leuchtturm.de) in Berlin ein Feldtest statt, wo die erarbeiteten Konzepte der Öffentlichkeit präsentiert bzw. einzelne Komponenten einem Praxistest unterzogen wurden. Ziel des Projektes ist es, das Potenzial von ausgewählten Gebäuden mit einer sicheren Notstromversorgung und einem Notfall-Kommunikationssystem zur Unterstützung der Information, Kommunikation und Versorgung der Bevölkerung bei einem Blackout zu erforschen. Im Gegensatz zu Wien verfügt jeder der zwölf Berliner Bezirke über einen eigenen Katastrophenschutzstab, was beim Szenario "Blackout" ein besonderer Vorteil ist.

Genauso wie in Österreich wurden auch in Berlin zahlreiche offene rechtliche Fragen festgestellt. Im Anlassfall wird viel Improvisation erforderlich sein. Während in Österreich die Rundfunksender über 72 Stunden notstromversorgt funktionieren, steht dieser Informationskanal der Bevölkerung derzeit in Berlin noch nicht zur Verfügung.

Beim Forschungsprojekt wurde ein besonderer Fokus auf das Verhalten "der Bevölkerung" gelegt. Dazu wurden einige Begleitstudien durchgeführt.Etwa mit dem Ergebnis, dass "Ärmere" Bevölkerungsschichten stärker bereit sind, zu helfen. Jedoch ist dieses Potenzial in der Prävention nicht einfach zu mobilisieren. Die Hilfsbereitschaft ist im persönlichen Wohnumfeld am größten. Beim Blackout wünschen sich die Menschen im Generellen ehrliche Informationen und keine Handlungsanweisungen. Fehlen diese, kann es rasch zur Eskalation kommen. Videos sind am besten dazu geeignet, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Wichtig ist auch die Information der eigenen Mitarbeiter von Organisationen, um sie im Anlassfall im Dienst zu halten. Das bedeutet, dass eine aktive Einbindung der Bevölkerung bereits vor der Krise unverzichtbar ist, da die organisierte Hilfe die Erwartungen aufgrund des Umfanges nicht erfüllen kann!

Das Konzept der Kat-Leuchtürme sieht vor, dass in Berlin rund 80 solcher Einrichtungen (Kat-L) vorbereitet und im Anlassfall aktiviert werden. Diese werden personell besetzt und dienen als Informationsdrehscheiben bzw. als Kommunikationspunkte, um etwa Einsatzkräfte anzufordern. Ziel dieser Kat-L ist es, hilfesuchende Personen bei wichtigen Einrichtungen (z. B. Krankenhäuser, Feuerwachen) umzuleiten, damit diese ihre wichtigen Aufgaben aufrechterhalten können. Ergänzend zum Kat-L sind rund 450 Kat-I Punkte mit einem Abdeckungsradius von rund einen km geplant. Diese dienen als Informationsdrehscheiben ("Schwarzes Brett") und sind nicht personell besetzt. Sie sollen die lokale Selbstorganisation unterstützen ("Suche-Biete"). Das Konzept von dezentralen Informationspunkten erscheint vielversprechend. Für Österreich wäre zu überlegen, ob die Wahllokale dafür in Frage kommen könnten. Diese sind bekannt und zu Fuß erreichbar. Zudem gibt es verantwortliche Personen, die eine solche Informationsdrehscheibe betreuen könnten.

-sgh-

China: Warnung vor dem Westen

PLA Daily (Eine Zeitung der "people’s liberation army china" - Volksbefreiungsarmee; Anm.) warnt Ende Mai 2015 vor feindlichen westlichen Kräften im Internet. Das Internet sei zu einem ideologischen Schlachtfeld geworden, das über den Ausgang von Kriegen entscheiden kann. Westliche feindliche Kräfte und inländische Verräter würden eine Kampagne gegen China mit dem Ziel eines Umsturzes führen. Die PLA hat nicht nur die territoriale, sondern auch die ideologische und politische Sicherheit des Landes zu gewährleisten.

-nt-

China: Panzerexporteur

Der chinesische Rüstungskonzern Norinco geht von einem beträchtlichen Bedarf an Panzern in der nächsten Zukunft aus. Viele Staaten müssen ihre alten Flotten modernisieren. Gegenwärtig werden Panzer nur von Russland und China produziert. Indien exportiert keine Panzer und im Westen gibt es derzeit keine laufende Produktion. China bietet drei Panzertypen an: VT-1, VT-2 und VT-4. VT-1 und VT-2 sind low-tech Waffen, der VT-4 ist ein moderner ausgereifter Kampfpanzer, der westlichen und russischen Modellen ebenbürtig ist. Russland kann nur den T-90 anbieten, der am Ende seiner Entwicklung angekommen ist - der T-14 Armata soll folgen. Sowohl Indien, als auch China beobachten den T-14, um daraus Schlüsse für die eigene Panzerwaffe zu ziehen. Chinesische Panzer sind in der Anschaffung und im Unterhalt wesentlich billiger als russische.

-nt-

China: Mehr Atomraketen

Das nukleare Arsenal Chinas ist von 250 Atomsprengköpfen im Jahre 2014 auf 260 im Jahr 2015 angestiegen. In einer Aussendung des Verteidigungsministeriums Mitte Juni 2015 wird darauf hingewiesen, dass die Nuklearwaffen Chinas lediglich zur Abschreckung und Verteidigung vorgesehen sind, niemals als Offensivwaffe. Das Arsenal der Atomwaffen würde nicht der Groöße Chinas entsprechen, verglichen mit den Zahlen der anderen Atommächte. China wird sein Hauptgewicht jedoch weiter auf die konventionelle Rüstung legen.

-nt-

China: Sibirische Landnahme

China mietet auf 40 Jahre große Landstriche in Sibirien. Zhejiang hat über 185 000 Hektar Land in der Baikalregion (Russland) für die landwirtschaftliche Nutzung gemietet. Die Hälfte des Landes wird zur Viehzucht genutzt, die andere Hälfte für den Anbau von Getreide und Gemüse.

-nt-

China: Mob-taugliche Schiffe

Die chinesische Regierung hat im Juni 2015 ein Gesetz beschlossen, wonach alle Schiffe die in China gebaut werden, militärisch tauglich sein müssen. Im Falle einer Mobilmachung können diese Schiffe in die Marine eingegliedert werden. Ab sofort müssen alle Neubauten, mit der Marine abgesprochen und genehmigt werden. Die Regierung geht davon aus, dass im Kriegsfall viel Schiffsraum benötigt wird. Wirtschaftlich ist es jedoch nicht vertretbar auf Verdacht für die Marine zu bauen. Deshalb soll im Kriegsfall auf die zivile Handelsmarine zurückgegriffen werden.

-nt-

China/Kirgisistan: Grenzsicherung

Am 16. Juni 2015 begann eine gemeinsame Operation der Grenztruppen von China und Kirgisistan. Die Operation (Codename: Orient 2015) läuft unter dem Abkommen der Shanghai Cooperation Organization. Die Grenze beider Länder hat eine Länge von über 1 000 km. Diese soll nun gegen Terroristen, Schmuggler und andere kriminelle Machenschaften gesichert werden.

-nt-

China/Russland: Hubschrauberkooperation

China und Russland werden den schweren Transporthubschrauber Mi- 26 gemeinsam bauen. Der Mi-26 hat ein Abfluggewicht von 38 Tonnen. Zehn Ton­nen Fracht können in der Kabine transportiert werden und 15 Tonnen am Haken. Russland wird die Triebwerke bauen, China für die Avionik (elektrischen Geräte eines Fluggerätes; Anm.), Rotoren und moderne Verbundstoffe zuständig sein. China hat einen Bedarf von etwa 200 Stück Mi-26-Hubschrauber.

-nt-

Indien: Hubschrauberankauf

Am 23. Mai 2015 hat das indische Finanzministerium die Mittel für den Ankauf von 22 AH-64 D, "Apache"-Kampfhubschrauber und 15 CH-47 "Chinook"-Transporthubschraubern bereitgestellt. 3,1 Milliarden USD wurden dem Verteidigungsministerium dafür überwiesen.

-nt-

Indien: Neue Luftabwehr

Am 10. Juli 2015 wurde das neue indische Luftabwehrsystem "Akash" vom indischen Verteidigungsminister Manohar Parrikar offiziell in Dienst gestellt. Das "Akash"-System kann Flugziele wie Kampfflugzeuge, Luft-Bodenraketen und Cruise Missiles auf eine Entfernung von 30 Kilometern bis in eine Höhe von 18 000 Meter bekämpfen. Das Waffensystem wird bei der Luftwaffe und beim Heer eingeführt.

-nt-

Pakistan: Budgetanhebung

Die pakistanische Regierung verlautbarte Mitte Juni 2015 die Anhebung des Verteidigungsbudgets 2015/16 um elf Prozent. Dieses wird dann 781 Milliarden Rupees (ca. 7 Milliarden Euro) ausmachen. Das Budget der Pakistan Atomic Energy Commission (PAEC) - teilweise dem Militär zugerechnet - wird von 59,3 auf 30,4 Milliarden Rupees reduziert. In den nächsten Jahren müssen den Streitkräften eine Reihe neuer Waffensysteme zulaufen. So werden der chinesische VT-4-Panzer aber auch der VN-1 8x8 APC eingeführt sowie die Flugabwehrraketen FM-90, HQ-17 und HQ-9. Die Marine wird acht neue Unterseeboote sowie neue Fregatten bekommen.

-nt-

Russland: "Wunderpanzer"

Auf der diesjährigen "Siegesparade" zum 70. Jubiläum des Kriegsendes hat die russische Regierung am 9. Mai 2015 der Welt und der eigenen Bevölkerung eine eindrucksvolle Schau der Macht, Stärke und Modernität demonstriert. Darüber hinaus diente der Event zur Stärkung des Selbstbewusstseins der russischen Streitkräfte und als Hoffnungssignal für die russische Rüstungsindustrie. Landesweit waren in 28 Städten insgesamt ca. 80 000 Soldaten beteiligt. Allein in Moskau vermittelten 16 000 Soldaten, 194 Fahrzeuge sowie 143 Flugzeuge und Hubschrauber den geladenen Gästen den Eindruck einer Großmacht. Aufgrund der anwesenden ausländischen Staatsgäste (u. a. Indiens Ministerpräsident) diente die Vorführung auch als Werbung für dringend notwendige Exportaufträge.

Neben bereits eingeführten Fahrzeugen wurden an neuen Systemen gezeigt:

- KPz T-14 (Obj. 148) Armata (12 Fzg.).

- SPz T-15 (Obj. 149) Armata (12 Fzg.).

- SPz Kurganetz 25 (Obj. 695) (12 Fzg.).

- MTW Kurganetz 25 (Obj. 693) (12 Fzg.).

- Radpanzer 8x8 "Boomerang" (12 Fzg.).

Die gezeigten neuen Fahrzeuge sind moderne und leistungsfähige Systeme.

Ob aufgrund der Perspektiven für den russischen Haushalt die Planungen zur Beschaffung von insgesamt 11 000 neuen Fahrzeugen bis zum Jahr 2020 realisiert werden können, erscheint fraglich. In dem gesamten "Runderneuerungs-Programm" muss mit Zeitverzögerungen und Stückzahlreduzierungen gerechnet werden. Auch dürften sich die Exporthoffnungen - zumindest für die schweren, komplexen und teuren Armata-Fahrzeuge - kaum erfüllen.

Rolf Hilmes

Kroatien: ASDA 2015

Die Ausstellung ASDA 2015 - Adriatic Sea Defense and Aerospace Exhibition and Demonstration (Leistungsschau der Institutionen und Truppenteile der kroatischen Armee, Luftwaffe und Marine) war ein Stelldichein für zivile Sicherheitseinrichtungen und Hersteller von militärischer Ausrüstung Ende April 2015 in Split vor in- und ausländischen Gästen.

Die eine Seite der Veranstaltung beinhaltete die Präsentation der Ausbildung sowie der Ausrüstung der kroatischen Armee und ihrer Waffengattungen. Andererseits war die ASDA 2015 eine Produktpräsentation renommierter Rüstungsbetriebe; insgesamt 119 kroatische und internationale Unternehmen stellten ihre neuesten Entwicklungen vor. Bei derartigen Veranstaltungen begegnen einander Militärs und Fachleute aus der Branche, um Erfahrungen auszutauschen und technische Innovation kennenzulernen. Aussteller aus südost- und westeuropäischen Ländern tauschten Informationen mit Ihren Kollegen aus Asien, aber auch aus Nordafrika und dem Nahen Osten aus. Das Image der an dieser Messe teilnehmenden kroatischen Rüstungsbetriebe, wurde von den Branchenkennern wie von den Medien gelobt. Die kroatische Militärindustrie ist exportorientiert und hat das Potenzial ihre Exportquote zu steigern.

Aus Hrvatski Vojnik, 24.4.2015, Nr. 472, übersetzt von Michael Ellenbogen

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