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Editorial

Der Einsatz von Streitkräften bedeutet immer Machtprojektion und Interessendurchsetzung. Während dies für "Global Players" immer klar war, stellt sich für kleine Mitspieler stets die Frage, wessen Interessen in einem militärischen Einsatz durchgesetzt werden sollen.

Es ist daher in jedem Einzelfall sehr sorgfältig zu beurteilen, wo, mit wem und mit welchem Ziel man sich militärisch engagiert.

Das Beispiel Spaniens macht deutlich, dass die Teilnahme am US-amerikanischen Abenteuer "Krieg gegen den Terror" diesen nicht besiegte, sondern ihn im Gegenteil ins Land geholt hat. Wenn der neue Ministerpräsident Zapatero nun mit dem an sich richtigen Schritt des Truppenabzuges zur Beendigung dieses Abenteuers ein völlig falsches Signal an potenzielle Terroristen aussendet, zeigt dies das letztendliche Scheitern dieser Politik.

Europa sollte daraus lernen, sich nicht spalten und für Interessen anderer missbrauchen zu lassen. Vielmehr ist die Definition der europäischen Interessen im Rahmen der gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik das Gebot der Stunde.

Der österreichische Weg der sicherheits- und verteidigungspolitischen Schwergewichtsbildung in Südosteuropa könnte dafür richtungsweisend sein. Die Beteiligung an SFOR und KFOR erfolgt unter einem völkerrechtlichen Mandat, stärkt die solidarische Kooperation mit allen unseren Nachbarn und dient sowohl dem österreichischen als auch dem europäischen Interesse der Stabilisierung dieses Raumes.

___________________________________ ___________________________________ Autor: Oberst Dr. Jörg Aschenbrenner, Chefredakteur TRUPPENDIENST

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