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Editorial

Freistadt, Landeck, Bludesch - ein Gespenst geht um im Österreichischen Bundesheer. Das hohe Maß an Verantwortung, das ein militärischer Führer für Leben und Gesundheit seiner Untergebenen trägt ist nicht neu. Im modernen Aufgabenspektrum des europäischen Soldaten jenseits des Kampfes im Krieg tritt noch die Verantwortung gegenüber den Menschen im Einsatzraum hinzu. Die Ausbildungsphilosophie im ÖBH weist dazu einen richtigen Weg, der auch die Vermittlung der ethisch-moralischen Komponente des Soldatenberufes vorsieht. Sowohl in der Offiziers- als auch in der Unteroffiziersausbildung werden berufsethische Fragen im Rahmen verschiedenster Lehrveranstaltungen berücksichtigt. Manche haben diese Ausbildungsinhalte offenbar nicht verstanden. Wer die Menschenwürde der Eigenen nicht achtet, steht Fremden ebenso gefühllos gegenüber. Wer die politische Dimension militärischen Handelns in der Medienöffentlichkeit nicht begreift, erzeugt möglicherweise ein Problem für die Republik Österreich.

Der Soldat befindet sich fast immer in einem Spannungsfeld zwischen Menschlichkeit und militärischer Effektivität. Dies stellt eine große Herausforderung für die Ausbildung aber auch für die Auswahl des Kaderpersonals dar. Offensichtlich müssen wir uns hier alle noch mehr anstrengen.

Nichtsdestotrotz ist der eingeschlagene Bildungsweg grundsätzlich richtig und muss konsequent fortgesetzt werden, denn ein medial aufgeblasenes Gespenst ist noch lange nicht der "Geist" der Ausbildung im Österreichischen Bundesheer.

Dr. Jörg Aschenbrenner, Chefredakteur TRUPPENDIENST

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