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Ortskampf in Bonnland

Ein österreichischer Jägerzug übt in Deutschland

Infanterie hat Manpower, vielfältige Einsatzmöglichkeiten und seit jeher die Fähigkeit, taktische Entscheidungen herbeizuführen. Deshalb eignet sie sich auch zum Einsatz in aktuellen Bedrohungsszenarien. Das derzeit wahrscheinlichste Szenario - im Inland wie im Ausland - ist der Einsatz infanteristischer Kräfte im verbauten und dem daran angrenzenden Gelände. Soldaten der Deutschen Bundeswehr üben diesen Einsatz u. a. in der Ortskampfanlage Bonnland. Ein österreichischer Jägerzug - eingegliedert in eine deutsche Kompanie - übte mit.

"It is estimated that by the year 2010, seventy-five percent of the world’s population will live in urban areas. Urban areas are expected to be the future battlefield and combat in urban areas cannot be avoided." (Global Security) Immer mehr Menschen leben in Städten und immer öfter wird dort auch gekämpft. Die Kenntnis des militärisch richtigen Verhaltens in Städten ist deshalb unverzichtbar, vor allem bei Auslandseinsätzen in oder in der Nähe von urbanen Gebieten. Soldaten der Deutschen Bundeswehr üben derartige Szenarien seit Jahren, u. a. - im Zuge ihrer Orts- und Waldkampfausbildung - in der Ortskampfanlage Bonnland. Die Anlage gehört zum regionalen Übungszentrum Hammelburg, das diese standardisierten Ausbildungsgänge auch leitet. Im November 2004 nahm erstmals ein Jägerzug eines österreichischen Jägerbataillons an einem solchen Ausbildungsgang teil.

Das Jägerbataillon 15 (JgB 15; Kirchdorf a. d. Krems, Linz und Freistadt) verbindet eine jahrelange Partnerschaft mit dem deutschen Gebirgsjägerbataillon 231 (Bad Reichenhall). Im Zuge dieser Partnerschaft wurde eine gemeinsame Orts- und Waldkampfausbildung in der Ortskampfanlage Bonnland vereinbart. Aus österreichischer Sicht bedeutete dies vor allem eine Überprüfung der Kompatibilität der österreichischen infanteristischen Ausbildung, Ausrüstung und Struktur mit dem deutschen Verfahren sowie der deutschen Ausrüstung. Der in Österreich eingeführte Gefechtssimulator-Infanterie kam dabei erstmals gemeinsam mit deutschen Systemen zum Einsatz.

Die Ausbildung und Formierung des Jägerzuges, der ausschließlich aus Soldaten der 6. Jägerbrigade bestand, erfolgte in der Garnison Freistadt. Ausbildungsziele in Bonnland waren vor allem die Vereinheitlichung der Standardtechniken - Annäherung/Einbruch, - Eindringen in einen Raum, - Vorgehen im Stiegenhaus und - eilig bezogene Verteidigung.

Das JgB 15 ist auf den Einsatz im verbauten Gelände spezialisiert. Deshalb und aufgrund der der vorangegangenen Absolvierung der Ausbildungslehrgänge an der Jägerschule hatten zahlreiche Berufssoldaten diese Ziele bereits erreicht.

Der zu entsendende Jägerzug wies folgende Gliederung auf:

- Zugtrupp; - Scharfschützentrupp; - vier Jägergruppen.

Bei der Ausrüstung wurde eine größtmögliche Autarkie angestrebt.

Ablauf

- Trupp-, Gruppen-, Zugs- und Kompanieausbildung (5. bis 10. November 2004), - Gefechtsübung (11. bis 14. November 2004) und - Gefechtsschießen (15. bis 17. November 2004).

Trupp-, Gruppen-, Zugs- und Kompanieausbildung

Nach der Verlegung nach Bad Reichenhall, der Eingliederung in die 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 (2. Kp/GebJgB 231) und dem motMarsch nach Hammelburg erfolgte die Ausbildung in der Ortskampfanlage Bonnland. Bonnland ist keine eigens errichtete "Übungskulisse", sondern eine gewachsene Ortschaft, deren Einwohner entschädigt und abgesiedelt wurden.

In dieser außergewöhnlichen, weil authentischen Übungsortschaft wurden in den folgenden Tagen verschiedene Führungsebenen beübt.

Die Trupp- und Gruppenausbildung beinhaltete die Stationen:

- Annäherung/Einbruch; - Kampf von Raum zu Raum; - Kampf zwischen Stockwerken; - Überwinden von Sperren und deren Verteidigung.

Die Ausbildung wurde nach zwei Tagen um Zugs- und Kompanieaufgaben erweitert. In der Trupp- und Gruppenausbildung existieren deutliche Unterschiede zu bestehenden österreichischen Gefechtstechniken. Einer davon ist die absichtliche Abgabe von Feuerstößen aus dem Sturmgewehr (z. B. vor dem Eindringen in einen Raum), die sich in unserer Schießausbildung nicht findet. Ebenfalls anders ist der Einsatz der Kampfmittel: Vor dem Nehmen eines Raumes in einem Gebäude wirft der deutsche Jäger grundsätzlich eine Handgranate hinein. Neu und lehrreich war das Aufzeigen der Möglichkeiten des Einsatzes der 40-mm-Granatpistole und der "Panzerfaust" 3, mit der auch aus geschlossenen Räumen geschossen werden kann.

Die Ausbildung war sehr gründlich vorbereitet. Aus Zeitgründen bewusst ausgespart wurden die Teilbereiche Gefährdung durch Sprengfallen sowie Umgang mit der Zivilbevölkerung und den Medien.

Die Gefechtsübung

Die Übung hatte das richtige Verhalten zweier Kompanien (die 5. Kp/353 als Verteidiger und die 2. Kp/231 als Angreifer) im Wald- und Ortskampf zum Inhalt. Der österreichische Zug war Teil der 2. Kp/231. Diese Kompanie griff nach Bereitstellung von Westen her über eine Entfernung von ca. elf Kilometern an und hatte den Auftrag, den südlichen Ortsrand von Bonnland spätestens bis zum Morgen des 14. November zu nehmen. Der Verteidiger, die 5. Kp/353, kämpfte sich hingegen verzögernd durch das Waldgebiet zur Ortschaft zurück, um im verbauten Gelände die Entscheidung herbeizuführen.

Bedingt durch die bestehenden NATO-Standards gab es bei der Befehlsgebung und der Umsetzung nahezu keine Probleme. Allerdings bestanden Auffassungsunterschiede - vor allem bei der Gliederung der Kräfte, dem Fehlen einer Reserve bis zur Kompanieebene (einschließlich) und, wie bereits beschrieben, bei der Verwendung von Kampfmitteln.

Der deutsche Infanteriezug wird für Aufgaben im verbauten Gelände speziell gegliedert. "Der Angriff gegen eine Ortschaft oder in einer Ortschaft wird meist in Stoßtruppgliederung geführt; das bedeutet: Deine Gruppe wird ... bestimmten Funktionseinheiten, z. B. den Sturmgruppen, dem Spreng-/Blendtrupp, der Deckungsgruppe oder dem Trägertrupp zugeteilt." (Infanterieschule, Ausbildungsunterlage Ortskampf. Ausbildungsbehelf der Infanterieschule Hammelburg, Seite 36; der Begriff Deckungsgruppe entspricht dem österreichischen Begriff Unterstützungsteile; Anm.) Darüber hinaus bildete die übende deutsche Kompanie außerordentlich starke Aufklärungs- und Unterstützungselemente jeweils in Zugsstärke. So wurde fallweise ein schwerer Zug in folgender Gliederung eingesetzt:

- ein Halbzug Panzerabwehrlenkwaffen TOW bzw. ein Halbzug mit 2-cm-Maschinenkanonen auf dem gepanzerten Waffenträger "Wiesel" und - eine Gruppe Granatmaschinenwaffen (mit zwei 40-mm-Granatmaschinenwaffen, verladen auf Mannschaftstransportpanzer "Fuchs").

Eine waffengattungsspezifische Besonderheit der Gebirgstruppe ist der Tragtierzug zum Verwundeten-, Waffen- und Gerätetransport. Dieser Zug erwies sich vor allem während der Gefechtsphase im Wald als wertvolle Unterstützung.

Der deutsche Kompaniekommandant ordnete keinem Kampfelement Aufgaben einer Reserve zu. Das galt auch für Zug und Gruppe. Für die Kadersoldaten aus Österreich war dies ungewohnt. Weil die 2. Kp/231 als Stoßkraft ausschließlich zwei Jägerzüge besaß, bestand der österreichischen Beurteilung nach die Gefahr, im entscheidenden Moment über zuwenig Handlungsfreiheit zu verfügen.

Anders als die Gastgeber setzen speziell ausgebildete österreichische Soldaten beim Kampf im verbauten Gelände Kampfmittel wesentlich seltener ein. Gründe dafür sind - die eingeschränkte Fähigkeit, Munition und Sprengmittel mitzuführen, - die Eigengefährdung beim Einsatz von Handgranaten bei zu dünner Wandstärke oder Baufälligkeit des Gebäudes und - die Gefahr, dass Unbeteiligte (z. B. im Gebäude verbliebene Zivilisten) durch Kampfmitteleinsatz oder ungezieltes Feuer zu Schaden kommen.

Aufgrund dieser grundlegenden Auffassungsunterschiede bewährte sich die Mischung deutscher und österreichischer Stoßtrupps innerhalb eines Zuges nicht. Diese war auch größtenteils nicht erforderlich. Sie ergab sich - wenn überhaupt - nur aus der Dynamik des Gefechts. Probleme aufgrund der genannten Auffassungsunterschiede wurden jedenfalls durch die Auftragstaktik der Kompanieführung zur Gänze kompensiert.

Das Gefechtsschießen

Der Übung folgte ein Zugsgefechtsschießen/Angriff nördlich von Hammelburg. Das geplante Kompanie-Gefechtsschießen entfiel aufgrund des dichten Nebels (Sicherheitsbedenken). Wichtig für zukünftige Kooperationen sind vor allem die Unterschiede in den Sicherheitsbestimmungen. Ein Scharfschießen mit Bewegungsphasen wird auch bei der Bundeswehr vorgeübt - aber nicht zwingend in gleicher Art und Weise wie beim "scharfen" Durchgang. Die Markierung der Stellungen und der Platz der Schussabgabe erfolgen, solange die Hauptschussrichtung eingehalten wird, deutlich freier. Auf nationale Besonderheiten wie das Kommando "Stopfen!" anstelle von "Halt! Feuer einstellen!" muss (z. B. bei der Sicherheitsbelehrung) gesondert hingewiesen werden. Weil die österreichischen Sicherheitsbestimmungen selbstverständlich in vollem Umfang eingehalten werden müssen, sind Absprachen mit dem Leitungs- und Sicherheitspersonal bei der Planung unabdingbar.

Die personelle Einteilung bei der Durchführung von Scharfschießen ist hingegen mit jener des Österreichischen Bundesheeres direkt vergleichbar (Leitender, Sicherheitsoffizier und Sicherheitsgehilfen).

Erkenntnisse, Folgerungen, Überlegungen

Bereich Führung

Auftragstaktik: Wie bereits angesprochen, ist die Führungstätigkeit unter deutschem Kommando aufgrund der in den letzten Jahren erfolgten Vereinheitlichung problemlos. Im dreidimensionalen Gefecht im verbauten Gelände ist insbesondere der Auftragstaktik Rechnung zu tragen. Die Trupp-, Gruppen- und Zugskommandanten sind die Entscheidungsträger des Gefechts. Aufgrund der eingeschränkten Sicht (Rauch, künstlicher Nebel, bauliche Einschränkungen) und der mitunter schlechten Verbindung ist das initiative und beherzte Handeln der Kommandanten "ganz vorne" entscheidend. "Durch die Auftragstaktik wird die Entschlussfassung auf möglichst niedriger Führungsebene ermöglicht. Dadurch können sowohl das Gelände bestmöglich ausgenutzt als auch den Gruppierungen des Feindes am besten Rechnung getragen werden. (Puntigam, Josef Paul: Infanterie - Spezialisierung oder Allerweltstruppe. In: Jägerschule - Herz und Heimat der Infanterie, Heft 2/2004, Seite 7.) Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Kommandanten vor Ort über ein aktuelles Lagebild verfügen, die Absicht des übergeordneten Kommandanten kennen und dementsprechende Handlungsfreiheit (im Sinne des Auftrages) haben. Eng gefasste Befehle hemmen den Angriffsschwung und bringen - vor allem bei Ausfall eines Kommandanten - den Angriff zum Erliegen.

Versorgung: Der Angriff erfolgt im Regelfall im Kampfanzug 1. Mitgeführte Gepäckstücke werden ausschließlich für den Transport von Kampfmitteln, Zusatzgerät (Wurfanker, Brecheisen, usw.), Sanitätsausrüstung und Wasser verwendet. Dementsprechend rasch ist die Anschlussversorgung in Gefechtspausen herzustellen. Die Eingliederung von Sanitätstrupps in die Spitzenzüge ermöglicht die rasche sanitätsdienstliche Erstversorgung der Verletzten. Besonders positiv erscheint darüber hinaus der Einsatz von Tragtieren für Transporte jeglicher Art - insbesondere im schwer befahrbaren Gelände.

Unterstellung unter deutsches Kommando: Neben den Kenntnissen der gegenseitigen Ausrüstung (z. B. Leistungsparameter des "Wiesel", der Scharfschützen und der Aufklärungskapazität) und der jeweils angewendeten standardisierten Gefechtstechniken (Eindringen in einen Raum, usw.) ist das Erlernen der deutschen Dienstgrade und Kommandos sehr vorteilhaft. Das Erfragen der jeweiligen Aufgabenbereiche der verschiedenen Funktionen (z. B. Kompanietruppführer, Versorgungsführender Unteroffizier) sollte zu den ersten Maßnahmen gehören, wenn man einem deutschen Truppenkörper unterstellt wird.

Bereich Ausbildung

Standardisierte Verfahren: Der Erfolg des Gefechts wird vorwiegend durch aufkommendes Chaos gefährdet. Deshalb sind standardisierte (gedrillte) Gefechtstechniken unbedingt anzustreben und laufend einzufordern. Die in der Vorbereitung erlernten Verfahren haben zum Erfolg des österreichischen Zuges wesentlich beigetragen. Daraus abgeleitet sollte die Ausbildung im Ortskampf vor allem auf vereinheitlichten Stationen aufbauen. Zur Planung und Durchführung dieser Ausbildung können die erforderlichen Gefechtstechniken bei Seminaren der Jägerschule erlernt werden (Seminarort Klagenfurt). Die Vorschriften und Merkblätter dazu sind allerdings noch nicht verfügt.

Nahkampf in Verbindung mit Waffen- und Schießdienst: Der Kampf im verbauten Gelände ist fast ausschließlich Nahkampf. (DVBH AGD, Teil 1, Seite 269: "Nahkampf ist der Kampf auf eine Entfernung unter 30 m. ... Er wird mit Handfeuerwaffen und Handgranaten oder Mann gegen Mann mit und ohne Nahkampfmittel geführt.") Beim Kampf im Inneren von Häusern liegt die Schussentfernung zumeist sogar unter zehn Metern. Der Soldat muss daher (z. B. bei einer Hemmung an seiner Handfeuerwaffe) den Kampf Mann gegen Mann beherrschen. Vor allem bei der Ausbildung für Einsätze im verbauten Gelände zeigt sich die untrennbare Verbindung von Nahkampfausbildung und Waffen- und Schießausbildung. Als Konsequenz scheint eine Koppelung dieser beider Ausbildungsinhalte ab Beginn der Waffeneigenen Basisausbildung (WBA) sinnvoll.

Bereich Ausrüstung

Schutzausrüstung: Zum wiederholten Mal zeigte sich, dass eine Mindestausstattung an Schutzausrüstung - Knieschützer, Schutzbrille, Schutzhandschuhe - erforderlich ist. Geschlossene Schutzbrillen (wie Krad- und Schibrillen) verursachen starke Schweißabsonderung, laufen dadurch rasch an und sind somit ungeeignet. Ihre Belüftungen liegen meist an der Brillenoberseite und können deshalb aufgrund des aufliegenden Kampfhelmes ihre Funktion nicht erfüllen. Ballistische Brillen herkömmlicher Bauart sind besser geeignet. Die eingeführten Kunstlederhandschuhe der mechTruppe sind als Schutzhandschuhe ausreichend.

Nachtsichtfähigkeit: Jeder Soldat des österreichischen Zuges erhielt eine Nachtsichtbrille "Lucie" und der Scharfschützentrupp darüber hinaus ein Nachtsichtfernglas. Dies gestattete ein weitestgehend unerkanntes Bewegen und Beobachten bei Nacht und steigerte den Kampfwert enorm. Dennoch macht selbst ein derartiger "Überbestand" an Nachtsichtmitteln die Soldaten lediglich nachtsichtfähig, nicht jedoch nachtkampffähig.

Bereich Struktur

Scharfschützen: Der Infanteriezug greift generell in normierten Gefechtsformen an. Für den Zugskommandanten ist es daher zielführend, seine Elemente in unmittelbarer Nähe zu haben, um sie durch unmittelbares Einwirken zu führen. Scharfschützen(trupps) können so jedoch nicht optimal eingesetzt werden. Sie sollten zweckmäßiger - und ihren Einsatzgrundsätzen entsprechend - durch die Kompanie geführt werden. Ein unmittelbares Einwirken durch das Bataillonskommando (oder überhaupt die eigenständige Auftragserfüllung) erscheint hingegen nicht zielführend, weil der Kommandant vor Ort (Kompaniekommandant) aktuelle Lageänderungen (Feindbeobachtung) möglichst unverzüglich erfahren muss.

Spitzenzüge: Angreifende Spitzenzüge sollten über Pioniere mit der Befähigung zur Kampfmittelbeseitigung sowie Sanitäter verfügen. Damit können der Angriffsschwung aufrechterhalten und die notwendige Sanitätsversorgung der Verletzten sichergestellt werden.

Auf einen Blick

Die normierten Ausbildungsgänge am regionalen Übungszentrum Hammelburg gliedern sich in Trupp-, Gruppen-, Zugs- und Kompanieausbildung, Gefechtsübung und Scharfschießen. Sie bieten eine ideale Gelegenheit, um bei intensiver Ausbildung mit körperlicher Belastung Kampfgemeinschaften zu bilden, Selbstbewusstsein zu schaffen und die vorhandenen (Ortskampf-)Kentnisse zu festigen. Die Infrastruktur ist hervorragend, sie wurde aber in diesem Ausbildungsgang in ihrem Potenzial für Bataillonskapazität nicht ausgereizt.

Die Entsendung von österreichischen Soldaten zur Ortskampfanlage Bonnland hat sich in vollem Umfang bewährt. Die nunmehr standardisierten (wenn auch noch nicht als Vorschriften erlassenen) Techniken haben gezeigt, dass die Infanterie in diesem Bereich auf dem richtigen Weg ist.

Der Kampf im verbauten Gelände ist jedenfalls kein "Alltagsgeschäft". Er erfordert intensive Vorbereitung und gediegene Ausbildung.


Autor: Oberleutnant Mag. (FH) Alexander Spannbauer, Jahrgang 1979. 2002 Ausmusterung zum Jägerbataillon 15, Einsatz als Ausbildungsoffizier einer Jägerkompanie in Freistadt; seit 2003 dort Kompaniekommandant. Auslandseinsatz bei AUCON/KFOR.

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