Bundesheer Bundesheer Hoheitszeichen

Instagram
flickr
YouTube
facebook-button

Qadesh, etwa 1300 vor Christus …

Eine historische Schlacht und das moderne militärische Führungsverfahren

Die Schlacht von ist die erste relativ genau dokumentierte Schlacht der Weltgeschichte. Einsatzgrundsätze und militärische Führungsverfahren können nicht nur der nachträglichen Analyse dieser Schlacht dienen - sie dürften auch bei ihrer Vorbereitung bereits Anwendung gefunden haben.

Der Konflikt zwischen Ägypten und dem Reich der Hethiter war ein klassischer Konflikt zwischen Großmächten im Nahen Osten. Die Herrschaft über Syrien - im Zentrum dieser Großmächte - war nicht nur wegen dieser zentralen Lage entscheidend, sondern auch aufgrund des Reichtums an Bodenschätzen. T. E. Lawrence ("Lawrence von Arabien") unterstreicht in seinem Werk "Die sieben Säulen der Weisheit" die wechselhafte Geschichte dieses Raumes: "In der Geschichte war Syrien ein Korridor zwischen der See und der Wüste gewesen. Wenn es infolge der Schwäche seiner Nachbarn einmal vorübergehend unabhängig geworden war, hatte es sich sofort in einander feindliche nördliche, südliche, westliche und östliche Königreiche aufgelöst. Denn wenn Syrien seinem Wesen nach ein Vasallenland war, so war es andererseits von jeher ein Land unermüdlicher Agitation und ständiger Revolten gewesen."

Strategische Ausgangslage

Mit Syrien erlangte auch die Stadt Qadesh (andere übliche Schreibweisen: Kadesch und Qade¹) eine überragende strategische Bedeutung. Über sie verlief der gesamte Handel vom Mittelmeer nach Afghanistan und von Ägypten zum Schwarzen Meer (das hat sich auch 3 000 Jahre später kaum geändert). Darüber hinaus beherrschte die Stadt - aufgrund ihrer dominanten Lage an den Ausläufern des Libanon-Gebirges - die Ausgänge des Hügellandes von Qadesh ebenso wie das Wadi Halid. Dadurch war die Stadt ein unverzichtbarer Vorposten, sowohl für die Hethiter als auch für Ägypten, gewährleistete sie doch den ungestörten Zugang zu den Territorien und Ressourcen in Syrien.

Bei Qadesh standen einander - etwa 1 300 vor Christus - zwei Koalitionsarmeen relativ moderner Prägung gegenüber: - die Hethiter und ihre 13 Verbündeten unter König Muwatalli mit 3 700 Streitwagen sowie 40 000 Infanteristen, - die Ägypter und deren Verbündete unter Pharao Ramses II. mit 2 000 Streitwagen sowie 20 000 Infanteristen.

(Die Zusammenstellung und die Führung von Koalitionsarmeen waren und sind mit umfangreichen Herausforderungen verbunden. Zu politischen Uneinigkeiten kommen ausbildungsmäßige und führungstechnische Schwierigkeiten. Schon deshalb ist es bemerkenswert, dass die Hethiter Streitkräfte von 13 Verbündeten und Vasallen ins Feld brachten. Eine derartig große Streitmacht ist selbst heute nur schwierig zu führen und bedarf eines hohen Grades an Standardisierung und Zusammenarbeitsfähigkeit. Bemerkenswert ist auch der ausgeprägte und aufgrund vertraglicher Absicherungen durchaus modern wirkende Bündnischarakter dieser Armee.)

Der Schlachtverlauf in der traditionellen Darstellung

Die Schlacht bei Qadesh ist die erste in ihrem Ablauf relativ genau dokumentierte Schlacht der Weltgeschichte. Sie fand am neunten Tag des dritten Sommermonats im fünften Regierungsjahr von Pharao Ramses II. statt (so die Historiker Healy, Mayer, Mayer-Opificius und Lang; die Jahresangabe differiert allerdings, genannt werden in verschiedenen Quellen u. a. 1300, 1285 und 1275 vor Christus).

In den Morgenstunden traten die Ägypter unter der Führung von Ramses II. in Halbtagesabständen den Marsch Richtung Qadesh an. Auf Höhe von Shabtuna nahmen sie zwei Beduinen gefangen, die aussagten, dass sich die Armee des Muwatalli noch nördlich von Tunip befände. Das bewog den Pharao, seinen Marsch auf Qadesh unverzüglich fortzusetzen, um die Stadt vor den Hethitern zu erreichen und damit vollendete Tatsachen zu schaffen. Nach dem Eintreffen in Qadesh begannen die ersten Truppenteile der Ägypter, ein Lager einzurichten. Während dessen wurden zwei weitere Beduinen gefangen genommen. Aus deren Aussagen ging allerdings hervor, dass Muwatalli angeblich mit allen seinen Kräften bereits ostwärts von Qadesh auf der Lauer läge. (Nach vielen Deutungen handelte es sich bei den Aussagen der Beduinen um eine Kriegslist von Muwatalli, um Ramses II. in eine Falle zu locken.) Ramses II. setzte nun alles daran, seine Kräfte zu konzentrieren und sich dem Kampf gegen die Hethiter zu stellen. Er entsandte seinen Wesir, um die noch folgenden Truppen beschleunigt nachzuziehen, denn das nachfolgende Korps (Heerschar) befand sich noch nicht auf dem Marsch. Es wurde erst vom Wesir zum Aufmarsch gebracht und setzte sich daraufhin unverzüglich in Bewegung. Nördlich von Shabtuna wurde es von hethitischen Kräften angegriffen. Die Stärkenangaben über die Hethiter schwanken dabei zwischen 500 und 2 500 Streitwagen. Diese Hethiter kamen aus dem Unterholz der Auen des Al Mukadiyah (ein Nebenarm des Orontes) und waren nicht weniger vom Zusammentreffen mit den Ägyptern überrascht als diese. Durch den wuchtigen Zusammenprall mit den Hethitern wurde das anmarschierende ägyptische Korps zerschlagen und zerstreut.

Der nun folgende Ansatz der Hethiter auf das Lager von Ramses II. brachte die Ägypter in ernste Bedrängnis. Nur ein rascher Gegenstoß mit den gleichzeitig eintreffenden Ne’arin bewahrte die Armee von Ramses II. vor dem Untergang. Nun konnten die Hethiter sogar zurückgeschlagen und verfolgt werden. Auch der verzweifelte Versuch von Muwatalli, durch einen Angriff mit der "Führerreserve" das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden, scheiterte. Danach waren allerdings beide Parteien so geschwächt, dass keine weiteren Kampfhandlungen mehr stattfinden konnten.

Das militärische Führungsverfahren als Mittel zur Analyse

Das militärische Führungsverfahren, ein Regelkreis festgelegter Führungsvorgänge, besteht aus den Phasen - Lagefeststellung, - Planung, - Befehlsgebung und - Kontrolle.

Der Bereich der Planung umfasst die auch für die Betrachtung der Schlacht von Qadesh relevante Beurteilung der Lage. Diese besteht aus den Schritten - Erfassen des Auftrages, - Beurteilung der Feindlage, - Beurteilung der eigenen Lage, - Beurteilung der Umfeldbedingungen, - Erwägungen und - Entschlussfassung.

Die Teilschritte Beurteilung der Feindlage, Beurteilung der eigenen Lage und Beurteilung der Umfeldbedingungen sind dabei an keine fixe Reihenfolge gebunden.

Der Regelkreis der Führung kann auch zur Analyse von Schlachten angewendet werden, in diesem Fall eben zur Analyse der Schlacht von Qadesh. Im ersten Durchgang erfolgt eine Beurteilung der Lage. Dabei treten bereits einige Punkte klar hervor, andere bedürfen noch einer speziellen Beachtung. Diese vorerst unklaren Punkte werden dann einer weiteren Kontrolle unterzogen. Die Rahmenbedingungen und die Einflussfaktoren müssen dabei nochmals betrachtet werden, um in den folgenden Durchgängen die noch unklaren Punkte mit den bereits geklärten zu einem logischen Ganzen zu verbinden.

Die Kernfrage bei der Schlacht von Qadesh war, warum die Infanterie der Hethiter nicht in den Kampf eingegriffen hat. Die nachfolgende Anwendung des Führungsverfahrens konzentriert sich daher besonders auf diese Frage.

Erfassen des Auftrages

Ramses II. wollte sich mit der Einnahme der Stadt Qadesh den Zugang zu Syrien sichern, Muwatalli ihn daran hindern. Der Sieger würde jedenfalls von ihrer hervorragenden strategischen Lage profitieren. Somit strebten sowohl Ramses II. als auch Muwatalli den Sieg zur Inbesitznahme des strategisch bedeutenden Qadesh an. Ramses II. stellte sich nach einem langen Anmarsch auf einen Kampf nach längerer Bereitstellung ein. Damit wollte Ramses II. seinen Truppen Zeit zur Erholung verschaffen, um sie dann rasch zum Sieg zu führen. Im Gegensatz dazu war es die Absicht von Muwatalli, von Anfang an die Initiative zu erringen. Er setzte auf eine kurze Bereitstellung. Warum er zu dieser Entscheidung kam, hängt vor allem mit dem Nichteingreifen der hethitischen Infanterie und der Rolle der Ne’arin zusammen. Doch dazu später.

Beurteilung der Umfeldbedingungen

Die Ebene von Qadesh wird im Westen, Süden und Osten von markanten Höhen abgegrenzt und vom Fluss Orontes in Nord-Süd Richtung durchschnitten. Das freie Gelände westlich und östwärts des Flusses eignete sich ideal für Streitwagen und geschlossene Infanterieverbände. Die Engstelle des Wadi Halid, die Stadt Qadesh selbst, die Ortschaften Ribla und Kamuat El Harmel sowie das Augelände zwischen dem Orontes und seinem Nebenarm, dem Al Mukadiyah, begünstigten hingegen den Kampf leichter Infanterie. Zu berücksichtigen ist die erhöhte Lage von Qadesh, die in Anlehnung an den Al Mukadiyah eine Bereitstellung begünstigte. Darüber hinaus war der Baumbestand - vor allem in den Auen - damals vermutlich wesentlich dichter. Ein Hinweis für die tatsächliche Ausnützung dieser Geländegegebenheiten für die Bereitstellung ist die Darstellung hethitischer Truppen - wahrscheinlich von leichter Infanterie - im Ramesseum (Totentempel von Ramses II.).

Für die Bereitstellung in den Auen waren Furtstellen nötig. An eine Furtstelle sind grundsätzlich drei Anforderungen zu stellen: geringe Fließgeschwindigkeit, geringer Wasserstand und gut befahrbare Böschungen. Bei genauer Betrachtung der Geländemerkmale ergeben sich im Raum Tel Nebi Mend drei gut geeignete Furtstellen, die ein paralleles Übersetzen von bis zu zwei Streitwagen nebeneinander ermöglicht haben dürften. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich erst weiter südlich bei Shabtuna. Diese Furt war vermutlich wesentlich leistungsfähiger. Die damalige Breite des Orontes kann mit zehn Metern, die des Al Mukadiyah mit fünf Metern angenommen werden. Im Sommer führt der Orontes nur wenig Wasser, das erleichterte das Furten.

Über Lage und Verhalten der Zivilbevölkerung liegen keine Informationen vor. Da sich der Kampf aber auf freiem Gelände abgespielt hat, ist dies als Faktor vernachlässigbar. Auch das Wetter hatte anscheinend keine Auswirkung auf den Kampfverlauf.

Beurteilung der eigenen Lage

In diesem Schritt sollen die Daten über Gliederung, Stärke und Verfügbarkeit der Kontrahenten zusammengefasst werden. Da ausschließlich ägyptische Quellen verfügbar sind, ist zwar die Zusammensetzung der ägyptischen Armee (mit Ausnahme der Ne’arin) ziemlich genau bekannt, die Zahlenangaben sind allerdings nur sehr schwer verifizierbar. Sie erscheinen allerdings - nach dem Historiker Hans Delbrück - nicht extrem überhalten. Die grundsätzliche Gliederung der beiden Streitparteien war anscheinend ziemlich ähnlich.

Die ägyptische Armee (Gesamtstärke ungefähr 20 000 Infanteristen und 2 000 Streitwagen) umfasste fünf Verbände, darunter vier Korps mit je 4 000 Infanteristen und 500 Streitwagen. Die Bemerkenswert ist die Aufteilung der Streitwagen der Ägypter auf die Korps. Den Streitwagen wurde bei den Ägyptern anscheinend eine wesentlich geringere Bedeutung eingeräumt, als bei den Hethitern. (Die dominante Rolle der Streitwagentruppe bei den Hethitern wird auch vom Historiker Beal eindrücklich hervorgehoben.) Die ägyptischen Verbände trugen folgende Bezeichnungen: - Amun (Korps); - P’Re (Korps); - Ptah (Korps); - Sutekh (Korps); - Ne’arin (Status unklar).

Das Korps Amun war am Tag der Schlacht mit dem Pharao unterwegs, das Korps P’Re folgte dem Korps Amun mit dem üblichen Marschabstand von einem Jtr (halber Tagesabstand, etwa 10 km). Die Korps Ptah und Sutekh folgten ebenfalls mit dem üblichen Marschabstand von je einem Jtr und lagen somit bereits einen ganzen Marschtag zurück. Damit fielen sie für das Gefecht bei Qadesh gänzlich aus. Sie scheinen auch zu keinem Zeitpunkt in der Schlachtdarstellung auf. Das spricht dafür, dass das Gefecht nur sehr kurz (weniger als fünf Stunden) gedauert haben kann, ansonsten wären sie zumindest in einer Nebenrolle zum Einsatz gekommen. Die 10 km waren in längstens drei Stunden bewältigbar; unter Berücksichtigung des Zeitbedarfes für die Übermittelung der Information hätten sich somit ca. fünf Stunden bis zum Wirksamwerden im Kampfgeschehen ergeben.

Ptah und Sutekh hätten auch parallel zu Amun und P’Re marschieren können, dann wäre aber zumindest Ptah ins Gefecht getreten. Auch dafür gibt es keinen einzigen Hinweis. Offenbar wurde also für den Marsch zwischen den Gebirgszügen des Libanon und des Anti-Libanon eine schmale und tiefe Marschformation eingenommen. Die Benützung der Straße ostwärts des Anti-Libanon erscheint unwahrscheinlich, da dadurch der Zusammenhang der Kräfte gänzlich gefehlt hätte.

Herkunft und Aufmarsch eines fünften ägyptischen Korps (?), der Ne’arin, liegen allerdings im Dunkeln. Als sicher gilt aber, dass diese aus Nordwesten das Schlachtfeld betreten haben.

Nach ägyptischer Darstellung wurde Ramses II. zuerst von 2 500 hethitischen Streitwagen angegriffen. Dem folgte eine weitere Welle mit 1 000 Streitwagen. Darüber hinaus ist auch von 40 000 Infanteristen (jeweils zur Hälfte leichte und schwere Infanterie) die Rede. Die Zahlen würden also eine numerische Überlegenheit der Hethiter belegen. Tatsächlich dürften jedoch die Armeen von Ramses II. und Muwatalli etwa gleich groß gewesen sein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass (auch) die ägyptischen Darstellungen die feindliche Stärke übertreiben, um die eigenen Taten hervorzuheben.

Zu Beginn der Schlacht waren offenbar folgende Truppen verfügbar: Ramses II. verfügte über ein Korps in unmittelbarer Nähe von Qadesh, ein zweites folgte mit einem Jtr (halber Tagesabstand). Zwei befanden sich noch auf dem Marsch mit einem Tagesabstand und waren daher für die folgende Schlacht nicht verfügbar.

Auf hethitischer Seite waren anscheinend nur die Streitwagen verfügbar, die Infanteristen dürften sich noch auf dem Marsch befunden haben. Das wurde auch von den gefangenen Beduinen bestätigt. Die beiden ersten berichteten vom Heer der Hethiter nördlich von Tunip, die beiden anderen vom hethitischen König mit seinen Truppen östlich von Qadesh.

Muwatalli wollte anscheinend durch seinen raschen Marsch nach Qadesh und die Einleitung des Gefechtes die Initiative an sich reißen. Das wäre aus zwei Gründen überaus sinnvoll gewesen: erstens zur Erringung der Initiative, und zweitens waren ohnedies die Streitwagen die Hauptwaffe der Hethiter. Beides bestätigte Muwatalli in seiner Meinung, das Gefecht nur mit seinen Streitwagen führen zu können. Der Historiker Beal erwähnt ebenfalls hethitische Streitwagenverbände, die zu einer selbstständigen Kampfführung befähigt waren. Das Verfahren, ausschließlich mit den Streitwagen zu kämpfen, war den Hethitern demnach nicht fremd.

Beurteilung der Feindlage

Der Schlachtverlauf zeigt, dass Muwatalli über ein wesentlich besseres Lagebild verfügt haben dürfte, als Ramses II. Ohne Aufklärungsergebnisse hätten die Hethiter einen derart gewagten Angriff nicht durchführen können. Vermutlich haben die hethitischen Kundschafter und Aufklärer Muwatalli umfassend über die Lage und den Standort der Ägypter informiert. Außerdem befand er sich mit unterlegenen Kräften am Schlachtfeld und war damit von einer guten Aufklärung abhängig; diese war in seiner Situation sogar überlebenswichtig.

Die Ägypter hingegen scheinen im Gegensatz dazu über keine ausreichenden Aufklärungsergebnisse verfügt zu haben. Das zeigt der Umstand, dass sie mehr oder weniger unbedarft in die Falle gingen. Nicht einmal die Aussagen der Gefangenen wurden bewertet, denn daraus hätte sich die Frage nach dem Standort und dem Verhalten der Hethiter ergeben müssen!

Erwägungen

Welche Möglichkeiten hätten sich den Kontrahenten noch geboten? Da dieser Punkt spekulativ ist, wird er nur kurz gestreift: - Ohne Zweifel hätte eine eingehendere Beurteilung der Lage und eine ausreichende Aufklärung die Zerschlagung des ägyptischen Korps P’Re verhindern können. Das Zusammenführen der Kräfte hätte Ramses II. für die Entscheidung stark genug gemacht.

- Ein langsamer Anmarsch zum Schlachtfeld hätte hingegen für die Hethiter bedeutet, dass sie erst nach den Ägyptern in Qadesh gewesen wären. Damit wären alle Vorteile auf Seiten der Ägypter gelegen: sie hätten ausgeruht und besser vorbereitet das Schlachtfeld betreten. Muwatalli war sich darüber im Klaren, dass ihn nur ein rascher Angriff vor der Niederlage bewahren könnte.

Entschluss (Was war beabsichtigt?)

Aus den vorangegangenen Darstellungen kann für das Nichteingreifen der hethitischen Infanterie folgendes abgeleitet werden: Sie war zum Zeitpunkt der Schlacht nicht verfügbar! Nachdem die Schlacht wahrscheinlich nur sehr kurz gedauert hat, war ein rechtzeitiges Heranführen der Infanterie nicht möglich. Es kann also von folgenden Entschlüssen der beiden Kontrahenten ausgegangen werden: - Die Armee Ramses II. greift nach mehrtägiger Bereitstellung im Raum Qadesh die Armee der Hethiter auf einem noch festzulegenden Schlachtfeld an und vernichtet diese, um die Stadt Qadesh in eigene Hand zu bringen.

- Die Armee Muwatalli greift aus der Bewegung antretend die ägyptische Armee südlich Qadesh unter Einsatz des Streitwagenkorps im Vorausangriff an und zerschlägt diese, um die Stadt Qadesh in Besitz zu nehmen.

Nachdem Ramses II. in den frühen Morgenstunden mit dem Korps Amun aus dem Nachtlager im Hügelland von Qadesh aufgebrochen war (für die Betrachtungen und Skizzen dieses Beitrages ist der Abmarschzeitpunkt des Korps Amun die x-Zeit), wurden im Raum von Shabtuna etwa fünf Stunden später zwei Beduinen festgenommen. Sie sagten aus, dass sich die Armee des Muwatalli noch nördlich von Tunip befände. (Die Ortsangabe schwankt zwischen Aleppo und Tunip und liegt damit zwischen 50 und 200 km. Dabei ist auch das Alter des jeweiligen Lagebildes zu berücksichtigen. Die Übermittlung dieser Information nahm etwa 24 Stunden in Anspruch, und zwar bei Einsatz eines Meldereiters mit einer Marschgeschwindigkeit von 10 km/h, die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h im Galopp war ohne Sattel auf Dauer keinesfalls erreichbar.) Ramses II. wollte die Gunst des Augenblickes nutzen. Er dürfte bereits eine Stunde später - ohne Verifikation und eingehende Aufklärung - mit dem ersten Korps rasch nach Qadesh weitermarschiert sein. Der heutige Ansatz von Aufklärung entspricht zwar nicht dem antiken Verständnis, dennoch schreibt Beal: "Three of the four Egyptian riders portrayed on the Qids reliefs are specifically labeled with the word ‚scout‘". Während sich das Korps Amun - neun Stunden nach dem Abmarsch - im Lager einrichtete, erfolgte wahrscheinlich eine Nahaufklärung der Umgebung. Dabei wurden zwei weitere Beduinen gefangen genommen. (Die Gefangennahme könnte allerdings auch im Zuge der ägyptischen Verpflegungsbeschaffung erfolgt sein). Nach Aussage dieser Gefangenen befand sich die Armee von Muwatalli bereits in einem Lager am Ostufer des Orontes.

Die 40 000 hethitischen Infanteristen, die sich angeblich keine fünf Kilometer entfernt in diesem Lager befanden, wurden aber von der ägyptischen Aufklärung nicht erkannt. Das erscheint bei den Dimensionen eines Lagers für 40 000 Mann hochgradig unwahrscheinlich (nach den Historikern Mayer und Mayer-Opificius hätte ein solches Lager eine Seitenlänge von 1250 m gehabt), zumal die Lager der beiden Kontrahenten damit nur fünf Kilometer voneinander entfernt gewesen wären. (Eine Darstellung im Tempel von Luxor zeigt zwar hethitische Infanterie, entspricht aber in Details nicht den Gegebenheiten: Ramses II. hätte sich demnach östwärts von Qadesh befunden. Die Darstellung soll vermutlich die hethitische Übermacht am 10. Tag des dritten Sommermonates zeigen, um so den Ruhm des Pharaos zu vermehren.) Die Ortsangaben sprechen übereinstimmend davon, dass sich das Lager der Ägypter westlich von Qadesh und das der Hethiter ostwärts von Qadesh befunden hat. Weiters wurde wahrscheinlich von beiden die Nähe des Orontes gesucht, um die Bedürfnisse der großen Truppenkontingente ausreichend decken zu können. Ohne Kampf rechnet man z. B. mit fünf Liter Wasser pro Mann und Tag. Ein Pferd benötigt etwa 20 Liter pro Tag. Daraus ergibt sich bereits ein Wasserverbrauch von 300 000 Litern pro Tag. Um diesen Bedarf zu decken, wären 600 Fuhren zu je 500 Liter nötig gewesen. Zur Vermeidung dieses Transportaufwandes wurde höchstwahrscheinlich nahe am Fluss gelagert. Da aber diesbezügliche Aufklärungsergebnisse nicht angesprochen werden, und eine solche Menge von Soldaten im wahrsten Sinne des Wortes viel Staub aufgewirbelt hätte, ist es unwahrscheinlich, dass sich dort überhaupt ein hethitisches Lager befunden hat. Zusätzlich steht die Aussage in krassem Gegensatz zu jener der ersten beiden Beduinen. Gemeinhin wird diese Aussage in der Fachliteratur als Kriegslist dargestellt. Allerdings könnten theoretisch auch alle die Wahrheit gesagt haben, denn als Kriegslist ergibt es keinen Sinn, den Feind im ersten Ansatz zu täuschen und dies kurz vor dem Wirksamwerden der geplanten Überraschung offen zu legen! Jedenfalls erkannte Ramses II. jetzt eine Bedrohung aufgrund seiner (vermuteten) kräftemäßigen Unterlegenheit und schickte seinen Wesir, um die Folgekorps rasch nachzuziehen.

Im Gegensatz zu Ramses II. war Muwatalli durch die freigelassenen Beduinen und durch eigene Aufklärung über den Standort der Ägypter genau informiert, und vermutlich auch über deren ungefähre Stärke. Die Aufklärung war eine Voraussetzung für seinen Angriff und würde auch den geradezu ideal gewählten Zeitpunkt erklären. Ramses II. war hingegen ohne ausreichende Aufklärung mit dem Korps Amun schon in die Falle marschiert, während Muwatalli sein Streitwagenkorps den Bereitstellungsraum in den Auen des Al Mukadiya beziehen ließ. Das Beziehen dieser Bereitstellung war vermutlich zwischen x+6 h und x+10 h erfolgt, da es vom Korps Amun nicht bemerkt wurde. Es könnte auch schon früher abgeschlossen gewesen sein, das hätte allerdings umfangreiche Tarnungs- und Täuschungsmaßnahmen erfordert.

Während das Korps P’Re mit schwachen Sicherungen (man erwartete sich offensichtlich keine Bedrohung aus dem Augelände des Al Mukadiya) nach Norden seinem Pharao zu Hilfe eilte, war die Bereitstellung der 2 500 Streitwagen des Muwatalli in den Auen bereits abgeschlossen. Das Übersetzen hat offenbar nicht so lange gedauert, wie es in der Literatur üblicherweise dargestellt wird. Dazu sei die Formel für die Durchlaufdauer (Zeitbedarf einer Kolonne für das Passieren eines Punktes) herangezogen: Durchlaufdauer (in Minuten) = Marschlänge (km) : Geschwindigkeit (km/h) x 60 Daraus folgt, dass das Übersetzen von 2 500 Streitwagen an einer Furtstelle sechs Stunden gebraucht hätte, bei mehreren Übersetzmöglichkeiten dementsprechend weniger. Angesichts des (dennoch) erheblichen Zeitbedarfes dürfte eine Bereitstellung stattgefunden haben, andernfalls wäre eine derartige Überraschung kaum gelungen. Ein weiteres Indiz dafür, dass Muwatalli diesen Ansatz längerfristig geplant hat!

Während also das Korps P’Re nach Norden zog, um seinem Pharao zu Hilfe zu eilen, brach das Streitwagenkorps der Hethiter aus der Bereitstellung (x+10 h bis x+10,5 h; 30 min Kampfdauer) hervor. Die ägyptische Aufklärung hatte diese Bedrohung augenscheinlich nicht erkannt. Aufgrund der Überraschung und der Wucht des Angriffes wurde der Zusammenhalt des Korps P’Re völlig zerschlagen und es löste sich auf. Es hatte so hohe Verluste, dass eine Weiterführung des Kampfes zumindest für begrenzte Zeit nicht möglich war. Damit war die hethitische Absicht erfüllt. Die Streitwagen der Hethiter drehten Richtung Norden ein und begannen ihren Angriff auf das Lager von Ramses II. (x+11,5 h bis x+12 h; 30 min Kampfdauer).

Zum Zeitpunkt des Eintreffens der hethitischen Streitwagen beim Lager von Ramses II. währte der Kampf schon über eine Stunde, und die Infanterie der Hethiter hatte noch nicht in den Kampf eingegriffen, obwohl zwischen den Lagern nur eine Entfernung von etwa fünf Kilometer gelegen haben soll. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass sie nicht auf dem Schlachtfeld verfügbar war. Die hethitische Infanterie hätte binnen einer Stunde in den Kampf eingreifen können. Sie wäre für den Kampf innerhalb einer Befestigung, wie es ein Lager darstellt, wesentlich besser geeignet gewesen als Streitwagen. Dieses Nichteingreifen erscheint umso seltsamer, da die Zusammensetzung aus schwerer hethitischer Infanterie und leichten Bogenschützen und Infanteristen auf hohe Beweglichkeit schließen lässt. Damit wären also vorgestaffelt zunächst die 20 000 leicht Bewaffneten und mit etwas Verzögerung die schwere Infanterie rasch verfügbar gewesen. Die ersten beiden gefangenen Beduinen haben also vermutlich die Wahrheit gesagt: Die Infanterie der Hethiter war tatsächlich noch auf dem Marsch und nunmehr etwa einen Tagesmarsch entfernt. Damit war ihr Eingreifen nicht möglich, genauso wenig wie das der ägyptischen Korps Ptah und Sutekh.

Bei dem Kampf, der nun beim Lager entbrannte, ging es Muwatalli kaum darum, das teilweise bereits eingerichtete Lager zu vernichten, sondern vielmehr um die Abnützung seines Gegners. Bei den hethitischen Kräften, die auf den ägyptischen Darstellungen innerhalb des Lagers zu sehen sind, handelt es sich wahrscheinlich nur um vereinzelte Einbrüche, denn ein Angriff auf das Lager selbst wäre auch aus der Sicht eines Kräfte- und Kampfwertvergleiches undenkbar. Immerhin hätten die Hethiter gegen einen Feind in eilig bezogenen Verteidigung eine dreifache Überlegenheit benötigt. Ihre Streitwagen eigneten sich auch nicht zum Kampf um eine Befestigung und auch die mitgeführte leichte Infanterie wäre nicht in der Lage gewesen, ausreichend nachhaltig zu kämpfen. Es blieb dem Pharao keine Wahl: Er begann einen Gegenstoß mit örtlich verfügbaren Kräften und den mittlerweile verfügbaren Ne’arin. Darstellungen, dass der Angriffsschwung von Ramses II. alleine ausgereicht hätte, die Hethiter zurückzuwerfen, müssen bezweifelt werden. Ein solcher Angriff ist nur mit ausreichenden Kräften denkbar.

Die Herkunft der Ne’arin ist allerdings unklar. Healy vermutet, das es sich um Elitekrieger aus Kanaan gehandelt hat, nach anderen Quellen waren die Ne’arin das Korps Sutekh. Die Beantwortung der Frage nach der Herkunft der Ne’arin könnte auch klären, warum Muwatalli ohne Infanterie auf das Schlachtfeld geeilt ist. Falls Muwatalli die Wege dieser Truppe während des Aufmarsches gekreuzt hat, könnte ihn das zu einem beschleunigten Vorgehen bewogen haben. Warum die Schlacht zwischen Muwatalli und den Ne’arin nicht schon früher stattgefunden hat, kann drei Gründe haben: - Die Ne’arin wollten das Gefecht nicht annehmen, weil sie unbedingt ihren Hauptauftrag erfüllen wollten, dem Pharao zu Hilfe zu eilen (das wäre aber nur logisch, wenn die Ne’arin ein Streitwagenkorps waren).

- Das Erkennen erfolgte nur auf Sicht.

- Die Informationen stammten von der ortsansässigen Bevölkerung.

Angesichts des wuchtigen ägyptischen Gegenstoßes setzte sich das hethitische Streitwagenkorps in Richtung Süden ab, und die Verfolgung begann. Muwatalli erkannte die Bedrohung für seine Kräfte und setzte daher die "Führerreserve" ein. 1 000 Streitwagen, vorwiegend mit den Fürsten der hethitischen Allianz besetzt, fuhren einen Entlastungsangriff. Abermals stellt sich die Frage nach dem Verbleib der hethitischen Infanterie: Wäre der Einsatz der hethitischen Infanterie nicht von vornherein geplant gewesen, hätte sie spätestens jetzt wirksam werden müssen, um eine Niederlage zu verhindern (nach 30 min Beurteilung, 30 min Übermittlung und 30 min für das In-Bewegung-Setzen). Offensichtlich konnte Muwatalli über seine Infanterie nicht verfügen. Zwar findet sich hethitische Infanterie auf den ägyptischen Schlachtdarstellungen, das ist aber vielleicht nur ein Hinweis auf ihr Erscheinen am Schlachtfeld (um den Rückzug des Pharaos zu rechtfertigen).

Auch der Angriff der zweiten hethitischen Welle wurde abgewehrt. Etwa drei Stunden nach Beginn der Kampfhandlungen mussten sich die Hethiter über den Orontes zurückziehen.

Konsequenzen

Am nächsten Tag - den 10. Tag des dritten Sommermonates - waren vermutlich alle Korps beider Armeen verfügbar. Manche Quellen beschreiben eine "Schlacht am nächsten Tag", vermutlich, um Ramses II., der sich angesichts der nun erdrückenden hethitischen Überlegenheit zurückzog, nicht erfolglos aussehen zu lassen. Aufgrund der Ausfälle des Vortages war die hethitische Armee der ägyptischen nun zahlenmäßig überlegen. Der Verlust der Masse der hethitischen Streitwagen, der Hauptwaffe, erklärt aber, warum Muwatalli das Gefecht dennoch nicht angenommen hat.

Eine Fortsetzung des Kampfes ergab somit für beide Seiten keinen Sinn mehr und Ramses II. zog sich nach Ägypten zurück. Vermutlich verfolgten die Hethiter die Ägypter und letztere kämpften dabei hinhaltend. Besonders intensiv dürften diese Kämpfe aber kaum gewesen sein, da die Hethiter nur mehr über einen geringen Teil ihrer Streitwagen verfügten.

Auf einen Blick

Das Beispiel der ersten - wenn auch nur einseitig - relativ genau dokumentierten Schlacht der Weltgeschichte zeigt, dass Einsatzgrundsätze und militärische Führungsverfahren nicht nur zu ihrer nachträglichen Analyse dienen können. Sie dürften auch bei ihrer Vorbereitung bereits Anwendung gefunden haben.

Beide Kontrahenten versuchten von Anfang an, Handlungsfreiheit zu erlangen: Ramses II., als er Qadesh feindfrei vermutete und Muwatalli durch seinen Vorausangriff mit den Streitwagen. Aufgrund besserer Aufklärung konnte Muwatalli diese Handlungsfreiheit anfänglich auch erringen. Durch die Zusammenfassung von Kräften (Ne’arin und verfügbare Teile) und einen rasch geführten Gegenstoß gelang es dem Pharao, die Initiative wieder zu erringen. Das dürfte auch den Ausgang der Schlacht wesentlich beeinflusst haben. Angesichts der drohenden Niederlage erscheint es aber hochgradig unwahrscheinlich, dass Muwatalli seine Infanterie nicht zum Einsatz brachte. Kein Heerführer, der ausreichende Kräfte verfügbar hat, das zu verhindern, würde die Vernichtung seiner Hauptwaffe (Streitwagen) zulassen. Die hethitische Infanterie dürfte demnach auf dem Schlachtfeld tatsächlich nicht verfügbar gewesen sein.

Muwatalli bewies eindeutig eine höhere Beweglichkeit. Die Streitwagen der Hethiter konnten frei operieren und mussten keine Rücksicht auf die Infanterie nehmen. Die ägyptischen Streitwagen dagegen waren noch auf die Korps aufgeteilt und konnten daher nicht an der entscheidenden Stelle zusammengeführt werden. Darüber hinaus zeigte auch die Führung des Muwatalli eine wesentlich höhere Beweglichkeit.

Muwatalli bewies mit seinem ersten Ansatz, wie wichtig es ist, ein klares Schwergewicht zu bilden. Durch die Zusammenfassung seiner Kräfte konnte er überlegene Kräfte der Ägypter zerschlagen. Im Gegenzug konnte Ramses II. durch Initiative und aufgrund eigener Schwergewichtsbildung die Hethiter zurückschlagen.

Der wichtigste Führungsgrundsatz war aber sicherlich die Überraschung. Durch den unerwarteten Ansatz der Hethiter in die Flanke der Ägypter wurde der Zusammenhalt des Korps P’Re zerschlagen. Auch der weitere Angriff auf das noch nicht zur Verteidigung eingerichtete Korps Amun konnte mit einem günstigen Kräfteverhältnis geführt werden. Der wuchtige Stoß in die Flanke brachte die Ägypter völlig "außer Tritt" und in der Folge stand der Ausgang der Schlacht auf des Messers Schneide - geradezu ein Paradebeispiel für die Wirksamkeit und die Auswirkungen von Führungsgrundsätzen und -verfahren.

Kurz: Die Auseinandersetzung mit antiken Schlachten gewährt unter anderem Einblicke in die Entwicklung der militärischen Führung. Es zeigt sich, dass deren Prinzipien über Jahrtausende entwickelt wurden. Die Anwendung des militärischen Führungsverfahrens in der Analyse kann - im Zusammenspiel mit Erfahrungswerten - Informationsdefizite teilweise ausgleichen. Wie das Beispiel Qadesh zeigt, ist es möglich, damit auch aus einseitigen Quellen ein gutes Gesamtbild einer historischen Auseinandersetzung zu erhalten.

___________________________________ __________________________________ Autor: Hauptmann Peter Hofer, Jahrgang 1970. Nach der Ausmusterung 1993 Verwendungen beim Jägerbataillon 17 als Zugskommandant, Kompaniekommandant und in Stabsfunktionen, derzeit Hörer am 17. Generalstabslehrgang.

Der Beitrag ist ein Auszug aus einer Arbeit des Verfassers, entstanden in Kooperation mit dem Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde (Karl Franzens-Universität Graz) im Rahmen der Lehrveranstaltung "Theorie und Praxis des Krieges im Altertum".

Literatur und Quellen Helck, Wolfgang und Westendorf, Wolfhart (Hrsg); Lexikon der Ägyptologie. Band V, Wiesbaden 1984.

Mayer, Walter und Mayer-Opificius, Ronald; Die Schlacht bei Qades. Neukirchen 1994.

Healy, Mark; Qadesh 1300 BC. Clash of the Warrior Kings. Elms Court 1993.

Beal, Richard H; The Organisation of the Hittite Military. Heidelberg 1992.

Wise, Terence and McBride, Angus; Ancient Armies of the Middle East. Elms Court 2000.

Healy, Mark and McBride, Angus; New Kingdom Egypt. Elms Court 2000.

Lang, Felix; Die Schlacht von Kadesch. In: Pallasch Heft 17/2004.

Delbrück, Hans; Geschichte der Kriegskunst. Das Altertum. Ulm 2003.

Lawrence, T. E.; Die sieben Säulen der Weisheit, München 1936.

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
Impressum | Kontakt