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Editorial

Mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957 wurde nicht nur der Grundstein für die Europäische Union gelegt, sondern auch die längste Friedensperiode in der neueren Geschichte Europas begründet. Dies sollte für uns Anlass genug sein, die internationale Rolle des Österreichischen Bundesheeres bei der Verwirklichung europäischer Ziele zu reflektieren.

Auch wenn der "Große Vaterländische Krieg" in Europa auf absehbare Zeit abgesagt ist, muss klar sein, dass es langfristig ohne militärische Kräfte und Mittel keine europäische Sicherheit geben wird. Die Herausforderungen sind heute andere als im "Kalten Krieg", und sie finden in anderen Weltgegenden statt.

Österreich hat sich durch den EU-Beitritt vertraglich verpflichtet, diese Herausforderungen im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik solidarisch anzunehmen. EUFOR ist Realität, die Übernahme von Führungsverantwortung durch ranghohe österreichische Offiziere ist nichts Außergewöhnliches mehr, die Teilnahme Österreichs an den EU Battlegroups wird vorbereitet.

TRUPPENDIENST publiziert daher verstärkt Artikel zu europarelevanten Themen, insbesondere zu den Aspekten der ESVP. Warum tun wir dies in einer Zeitschrift, die sich mit dem Aufgabenbereich der unteren und mittleren Führung beschäftigt?

Die jüngsten EU-geführten Operationen, insbesondere EUFOR RD CONGO, haben deutlich gezeigt, dass sich die Anforderungen an den Aufgabenbereich der unteren Führung stark nach oben verändert haben. Generale führen kompaniestarke Kräfte mit strategischem Auftrag. Die Beherrschung der Gefechtstechniken und das Wissen um taktische Abläufe alleine sind dafür zu wenig. Daher muss sich schon die untere und mittlere Führungsebene der politischen Zusammenhänge und der militärischen Ziele einer Operation bewusst sein, um den Erfolg eines derartigen Einsatzes zu gewährleisten.

Dr. Jörg Aschenbrenner, Chefredakteur TRUPPENDIENST

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