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"EURO 08" - Das Bundesheer schützt und hilft

Die Sicherung des Luftraumes über den Austragungsstätten der Fußball-Europameisterschaft "EURO 08" ist seitens des Bundesministeriums für Landesverteidigung ebenso vorgesehen wie umfangreiche personelle und logistische Leistungen für das Bundesministerium für Inneres und die Austragungsorte.

Nach dem Planungsstand vom Februar 2008 sind - abhängig von der Bedrohungssituation - im Bereich der Luftraumsicherung

  • der Einsatz fliegerischer Einsatzmittel,
  • die Vorbereitung möglicher Fliegerabwehreinsätze,
  • zusätzliche Radarbedeckungen,
  • Luftraumbeschränkungsgebiete über den Spielorten und
  • die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten

geplant. Darüber hinaus werden für die Dauer der "EURO 08" u. a. Abkommen mit Nachbarländern hinsichtlich eines Luftlage-Datenaustausches und der Austausch von Verbindungsorganen angestrebt.

Im Bereich der Leistungen für das Bundesministerium für Inneres (BMI) sind ebenfalls zahlreiche Maßnahmen vorgesehen. Dazu zählt der Austausch von Verbindungsorganen des Bundesministeriums für Inneres und des Bundesministeriums für Landesverteidigung auf allen Ebenen. Für mögliche sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze werden (nach dem derzeitigen Planungsstand) Lufttransportkapazitäten für Sondereinsatzkräfte der Polizei sowie ABC-Abwehrkräfte, insbesondere Experten und Laboreinrichtungen, bereitgehalten. Auf Basis einer Unterstützungsleistung werden Kfz-Transportmittel zur Verlegung von polizeilichen Ordnungsdienstkräften bereitgestellt.

Zu den logistischen Unterstützungsleistungen für das Bundesministerium für Inneres zählen u. a. die Bereitstellung von (militärischen) Unterkünften sowie die Verpflegung von mehr als 2 700 Polizisten, vorrangig an den Austragungsorten. Die Verpflegung wird im Rahmen des Routinedienstes in mehreren Kasernen rund um die Austragungsorte erfolgen.

Bei den Leistungen für die Bundesländer bzw. Veranstaltungsorte ist primär an so genannte präventive Vorhaltungen für potenzielle Einsatzszenarien gemäß § 2 Abs. 1 lit. c Wehrgesetz gedacht. Darunter fällt u. a. die Bereithaltung

  • einer verminderten ABC-Abwehrkompanie für Berge- und Dekontaminationsaufgaben,
  • von Sanitätsfahrzeugen sowie
  • von Hubschraubern zum Verletztentransport

für jeden Spielort und Spieltag, jeweils vier Stunden vor Spielbeginn bis zwei Stunden nach Spielende.

Als weitere Unterstützungsleistungen werden - ebenfalls für jeden Spielort und Spieltag, jeweils vier Stunden vor Spielbeginn bis zwei Stunden nach Spielende - die an den Spielorten vorhandenen militärischen Krankenanstalten sowie ein mobiles Patientendekontaminationselement betriebsbereit gehalten. Rund 200 Soldaten und Soldatinnen dienen als "Kranken- und Verletztenträger" bei möglichen Großschadensereignissen in Klagenfurt, Innsbruck und Salzburg. In Wien werden dafür 300 bis 400 Soldaten bereitgehalten.

Die Führung der Kräfte des Österreichischen Bundesheeres erfolgt auf Ebene der Austragungsorte durch das zuständige Militärkommando im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Auf operativer Ebene führt das Streitkräfteführungskommando, dem das Kommando Einsatzunterstützung auf Zusammenarbeit angewiesen ist. Die Sektion IV (Einsatz, vormals Führungsstab) stellt die ressortübergreifende Koordinierung auf militärstrategischer Ebene sicher. Die gesamtstaatliche Koordinierungskompetenz für das Krisen- und Katastrophenmanagement obliegt dem extra dafür eingerichteten Police Information and Coordination Center (PICC) im Bundesministerium für Inneres.

Autor: Oberstleutnant Reinhard Koller, MSD

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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