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Das Taktische Laser-Licht-Modul des StG 77 A1

Das Taktische Laser-Licht-Modul ermöglicht Sturmgewehrschützen ein schnelles Bekämpfen von Zielen bei Tag und Nacht.

Technische Mittel sollen u. a. die Durchsetzungsfähigkeit von Soldaten im Vergleich zum Gegner heben, z. B. in der Feuerüberlegenheit bei Tag und Nacht. Denn zur Erfüllung von Aufgaben im Rahmen der gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Stichwort: Kräfte für Internationale Operationen - KIOP) oder im Rahmen Friedensunterstützender Einsätze der UNO müssen die Soldaten auch über die nötigen Werkzeuge zur Auftragserfüllung verfügen.

Im Jahre 2005 startete deshalb die Rüstungsdirektion - Amt für Rüstung und Wehrtechnik/Waffensysteme und Munition in Zusammenarbeit mit Rüstungsdirektion - Amt für Rüstung und Wehrtechnik/Waffen- und Flugkörpertechnik das Projekt Nachtsichtgeräte für Infanteriewaffen.

Nach einer intensiven Marktanalyse wurde am 19. Juli 2006 dem Planungsstab ein kostengünstiger und technisch rasch umsetzbarer Lösungsansatz präsentiert. Bereits im August leitete die Rüstungsdirektion - Amt für Rüstung und Wehrtechnik/Waffensysteme und Munition die Beschaffung von 1 100 Taktischen Laser-Licht-Modulen (TLLM) ein. Diese war mit Jahresende 2006 abgeschlossen. 2007 wurden weitere 1 000 Stück beschafft. Somit können ca. 2 000 Sturmgewehrschützen voll nachtkampffähig gemacht werden.

Das Taktische Laser-Licht-Modul ist eine aktive Zielhilfe für Handfeuerwaffen, um ein schnelles Bekämpfen von Zielen bei Tag und Nacht zu ermöglichen. Im Österreichischen Bundesheer wird es in Kombination mit dem Sturmgewehr 77 A1 verwendet. Es verfügt

  • über einen Infrarot-Zielmarkierer und einen Infrarot-Zielbeleuchter (beide nur mit Nachtsichtbrille nutzbar) sowie
  • über einen Rotlicht-Zielmarkierer und eine starke Weißlichtlampe (beides im Bereich des sichtbaren Lichtes) zum Markieren und Beleuchten von Einzelzielen oder Zielräumen.
Im Nachtkampf kann das Modul daher entweder mit Infrarot-Licht (IR) oder mit Weißlicht verwendet werden.

Mit Infrarot-Licht macht es - zusammen mit der Nachtsichtbrille "Lucie" - den Soldaten innerhalb der Einsatzreichweite der Nachtsichtbrille aktiv nachtkampffähig. Das Infrarot-Licht ist nur für Träger eines Nachtsichtgeräts sichtbar. Der Infrarot-Zielmarkierer (Infrarot-Laserlicht) dient als Zielhilfe.

Mit Weißlicht wird hingegen aktiv und für andere sichtbar ausgeleuchtet. Damit kann der Schütze das Sturmgewehr unter Verwendung der optischen Visiereinrichtung bis auf etwa 30 m Entfernung wie am Tag einsetzen. Der Rotlicht-Zielmarkierer (sichtbares Laserlicht) dient als Zielhilfe. Er kann entweder in Kombination mit dem Weißlicht aber auch alleine (z. B. bei Tageslicht) verwendet werden.

Das Taktische Laser-Licht-Modul macht die damit ausgerüsteten Soldaten erstmals - unabhängig vom Einsatz sonstiger Mittel zum Ausleuchten des Gefechtsfeldes - im Sichtbereich der Nachtsichtbrille voll nachtkampffähig.

Autor: Harald Glanzer, Oberst

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