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Kommando Luftunterstützung

Das Kommando Luftunterstützung ist ein neu aufgestellter großer Verband des Österreichischen Bundesheeres. Er untersteht dem Streitkräfteführungskommando und betreibt die Masse der fliegerischen Einsatzmittel zur Luftunterstützung. Das Kommando Luftunterstützung zeichnet sich durch Vielfältigkeit, Flexibilität sowie durch Einsatzerfahrung in der Auftragserfüllung im nationalen und internationalen Umfeld aus.

Aufgaben

Das Kommando Luftunterstützung hat ein vielfältiges und breit gefächertes Aufgabenfeld. Die Sicherstellung der jederzeitigen Verfügbarkeit der Lufttransportkapazität von zumindest kompaniestarken Kräften sowie der zu deren Einsatz notwendigen Führungsunterstützungs-, Kampfunterstützungs- und Einsatzunterstützungs-Kräfte in einem Lift, unter Berücksichtigung der dazu erforderlichen Aufklärung und Sicherung stellt dabei die größte Herausforderung für Einsätze im Inland dar. Mit der Sicherstellung dieser Kapazität ist auch die wichtige Aufgabe der Unterstützung bei Katastropheneinsätzen abgedeckt.

Im Ausland sind für den ständigen Bataillonseinsatz der Lufttransport von halbzugsstarken Kräften sowie die Verfügbarkeit eines Medical Evacuation (MEDEVAC)-Hubschraubers sicherzustellen. Im Rahmen des Brigadeeinsatzes ist der Lufttransport von zugsstarken Kräften in einem Lift sowie von zwei MEDEVAC-Hubschraubern sicherzustellen.

Bei allen Einsätzen ist die Unterstützung mit Elementen der Luftaufklärung vorgesehen.

Im Brigadeeinsatz ist darüber hinaus ein Feldflugplatz für insgesamt bis zu 20 Hubschrauber und gegebenenfalls leichte Flächenflugzeuge zu betreiben.

Dazu ist der Betrieb des operativen Lufttransportsystems 130 (C-130 "Hercules") jederzeit zu gewährleisten. Dies beinhaltet die Fähigkeit zur Flugplanung (Dispatch), den technischen Betrieb inklusive Teile der Basisinstandsetzung, den Lufttransportumschlag (auch für alle angemieteten Lufttransportsysteme) sowie den eigentlichen Flugbetrieb.

Im Detail sehen die Aufgaben wie folgt aus:

  • Sicherstellung der Luftunterstützung im Bereich des taktischen Lufttransportes für die Streitkräfte sowie für Assistenzeinsätze im In- und Ausland. Dazu wird im Bedarfsfall eine verlegefähige Task Force gebildet und geführt, bzw. ein Hubschrauber-Element im Ausland betrieben;
  • Sicherstellung der Luftunterstützung im Bereich der Luftaufklärung;
  • Bildung von BAE (Brigade Aviation Elements - Fliegerverbindungselementen) zur Sicherstellung der Expertise Luftunterstützung im Bereich einer Brigade, eines Militärkommandos oder einer zivilen Einsatzleitung im In- und Ausland;
  • Unterstützung von Luftraumsicherungsoperationen durch die Sicherstellung des Betriebes (Force Provider) der hiefür eingesetzten fliegerischen Einsatzmittel in den Bereichen Defensive Counter Air (bewaffnete Hubschrauber), Tactical Air Transport, Search and Rescue, MEDEVAC und Luftaufklärung;
  • Betrieb des operativen Lufttransportsystems;
  • Betrieb der Militärflugplätze in Linz-Hörsching (LOXL), Langenlebarn (LOXT), Wiener Neustadt (LOXN) und Aigen/E (LOXA) sowie von grundsätzlich zwei Hubschrauberstützpunkten (Klagenfurt und Schwaz);
  • Führung der Flugplätze in Linz-Hörsching und Langenlebarn als Base Command im Rahmen von Übungen und Einsätzen, insbesondere bei Luftraumsicherungsoperationen, sowie des Host Nation Supports.

Ziviler Partner

Seit dem Jahre 1979 besteht eine intensive Partnerschaft mit der ENERGIE AG Oberösterreich (vormals OKA).

Militärischer Partner

Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten/GER (ausgerüstet mit Bell UH1D und B105, zukünftig mit dem NH90).

Fliegerische Einsatzmittel

Der operative Lufttransport wird mit dem Transportflugzeug 130 (C-130 "Hercules") durchgeführt. Dabei ist grundsätzlich ein weltweiter Einsatz möglich. Die Planung der Einsätze erfolgt nach Auftragserteilung durch das Streitkräfteführungskommando beim Kommando Luftunterstützung.

Die Aufgabe des taktischen Lufttransportes wird schwergewichtsmäßig mit dem mittleren Transporthubschrauber S70 (S-70 "Black Hawk") bzw. dem leichten Transporthubschrauber 212 (AB.212) sowie dem leichten Transportflugzeug PC6 (Pilatus PC-6 "Porter") erfüllt. Der rasche Transport von Truppe und Material in unwegsames Gelände stellt die wesentlichste Aufgabe dar und gewährleistet der Truppe den notwendigen Handlungsspielraum.

Die taktische Luftaufklärung wird durch die Luftaufklärungsstaffel des Kommandos Luftaufklärung sichergestellt. Ihr werden zur Erfüllung der Aufträge die erforderlichen Luftfahrzeuge zugeordnet.

Zur Feuerunterstützung und Sicherung von Luftlandungen bzw. Lufttransporten steht der leichte Verbindungshubschrauber O58 (OH-58 "Kiowa") im Einsatz. Dieser ist auch besonders für Luftaufklärungseinsätze geeignet und wird bei Luftraumsicherungsoperationen gegen langsam fliegende Luftfahrzeuge im Bereich Defensive Counter Air eingesetzt.

Eine besondere Eignung für den Such- und Rettungsdienst inklusive der Durchführung von MEDEVAC-Aufgaben weist der leichte Transporthubschrauber Al3 ("Alouette" III) auf. Dieser Hubschrauber wird ebenso zur Luftaufklärung eingesetzt (derzeit im Rahmen des Assistenzeinsatzes zur Schengen-Erweiterung).

Die Luftunterstützung betreibt insgesamt 83 Luftfahrzeuge, davon 67 Hubschrauber sowie 16 Flächenflugzeuge.

Autor: Major dG Mag. Michael Exeli

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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