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Die Garde

Die Garde als Eliteverband des Militärkommandos Wien repräsentiert die Republik Österreich und das Österreichische Bundesheer nach außen und nimmt gleichzeitig die Aufgaben eines infanteristischen Kampfverbandes wahr.

Die Garde ist ein Verband der infanteristischen Kampftruppen und erfüllt

  • Repräsentationsaufträge mit dauernd verfügbaren (ca. 200 Mann), bis zu bataillonsstarken Kräften,
  • Einsatzaufgaben im Rahmen von Assistenzleistungen als leichter Infanterieverband (ca. 400 Mann) und
  • Einsatzaufgaben "Schutz" nach Mobilmachung als leichter Infanterieverband mit bataillonsstarken Kräften (eine Stabskompanie, vier Gardekompanien - ca. 1 000 Soldaten).

Eine wesentliche Herausforderung dabei ist, dass sich ständig Teile im Repräsentationseinsatz befinden! So gilt es, fortwährend höchste Professionalität, Präzision der Ausbildungsplanung, aber auch Selbstdisziplin zu vernetzen!

Die Garde als Teil der Kampftruppe untersteht dem Militärkommando Wien und ist damit der einzige aktive kleine Verband, der noch einem Militärkommando unterstellt ist. (Alle anderen Militärkommanden verfügen über ein Milizbataillon.)

Das Zugehörigkeitsabzeichen

Als unverwechselbares Kennzeichen neben der Fangschnur gilt seit den Tagen der k. u. k. Leibgarde-Infanteriekompanie und des Gardebataillons der Ersten Republik der scharlachrote Spiegel mit weißem Vorstoß.

Diese Farben bilden auch das Grundelement (roter Schild, weiße Schrift) des Abzeichens. Der in Gold gehaltene Doppeladler mit dem aufgelegten Staatswappen der Zweiten Republik weist auf den Ursprung und den gegenwärtigen Auftrag des Repräsentationstruppenkörpers für Österreich hin.

Ausbildung und Einsätze

Alljährlich kommen an sechs Einrückungsterminen ca. 1 600 Grundwehrdiener zur Garde. Diese müssen den Anforderungen eines Gardesoldaten entsprechen (Mindestgröße 176 cm, keine Vorstrafen, volle Tauglichkeit). Die Ausbildung ist genau vorgegeben, zeitintensiv (sechs Wochen Grundausbildung z. B. auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig, Paradeexerzierdienst und Repräsentationsaufgaben am Wochenende, deren Zeitbedarf nicht zur Ausbildungszeit gehört) und erfordert sowohl vom frisch eingerückten Rekruten wie vom Kaderpersonal höchsten Einsatz.

Nach zehn Ausbildungswochen müssen die "jungen" Gardesoldaten das erste Mal ihre Repräsentationsfähigkeit im Rahmen einer Ehrengestellung, z. B. beim Empfang eines Staatsgastes, beweisen. Bei Bestehen der Überprüfung, verleiht der Kommandant der Garde den Soldaten die Berechtigung zum Tragen des scharlachroten Baretts.

In der folgenden Ausbildung werden die Zusammenarbeit mit der Exekutive (sicherheitspolizeiliche Einsätze) gemäß dem Grundauftrag der Garde im Bereich Objektschutz und die Vorbereitung auf den Assistenzeinsatz/Schengen intensiviert.

In den Assistenzeinsätzen seit 1990 hat die Garde bisher zweimal das Bataillonskommando gestellt und insgesamt 67 Assistenzkompanien mit jeweils etwa 150 Soldaten entsandt. Die Miliz der Garde leistet dabei einen unverzichtbaren Beitrag.

Aufgrund des sechsmonatigen Grundwehrdienstes stellen die Rahmenbedingungen, wie viermonatige effektive Nutzungsphase der Rekruten, im Schnitt drei bis vier Assistenzeinsätze des Verbandes im Jahr und die Vorgabe, ständig zwei Kompanien für die Repräsentation bereit zu haben, eine große Herausforderung dar und erfordern zu deren Bewältigung die uneingeschränkte Leistungsbereitschaft aller Beteiligten.

Gardemusik

Die Gardemusik ist ein wesentlicher Teil des Verbandes und ist sowohl national wie international bekannt. Regelmäßig setzen die Gardemusiker Aktivitäten im Wiener Kulturleben. Mehrfach vertrat die Gardemusik Österreich im Ausland erfolgreich, wie z. B. bei der Soldatenwallfahrt nach Lourdes , bei internationalen Militärmusiktreffen in Oslo, Moskau, Rom, Modena u. a.

Neben Repräsentations- und Konzertaufgaben ist die Gardemusik als Musikschule des Österreichischen Bundesheeres von großer Bedeutung und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Belebung des Blasmusikwesens in Österreich.

Partnerschaft

"Mit exzellentem Know-how und Tradition zum Erfolg". Unter diesem Motto ist die Industriellenvereinigung die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Industrie mit derzeit rund 3 500 Mitgliedern. So wie die Garde das Bundesheer repräsentiert, tut dies die Industriellenvereinigung für die heimische Industrie in Europa und auf der ganzen Welt. Im Herbst dieses Jahres begeht diese Partnerschaft ihr 30-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wird am 11. November 2009 am Schwarzenbergplatz, vor dem Haus der Industrie, der große Österreichische Zapfenstreich aufgeführt.

Dienst an der Gemeinschaft

Abseits der Hauptaufgaben sind Garde-Soldaten aller Dienstgrade seit Jahrzehnten auf vielfältige Weise auch im sozialen Bereich eingesetzt. Am bekanntesten sind die Mitarbeit bei der Aktion "Licht ins Dunkel" (rund 150 Soldaten betreuen während der Weihnachtsfeiertage die Spendentelefone), der Einsatz der Gardemusik bei Benefizkonzerten zugunsten "Rettet den Stephansdom", "SOS-Kinderdorf" und die Mitarbeit beim "Schwarzen Kreuz" rund um den 1. November.

Die Wahrnehmung der Repräsentation in vollem Umfang, zusätzlich die Musikausbildung für alle Militärmusiker des Bundesheeres sowie das Bereitstellen aller Kräfte für Aufgaben unterschiedlichster Intensität werden auch in Zukunft, fordernd wie bisher, den dienstlichen Alltag der Garde prägen; stets getreu dem Wahlspruch "Österreichs Garde - Ehre und Pflicht!".


Autor: Hauptmann Mag. (FH) Markus Matzhold, S6 & Adjutant.

Erreichbarkeit der Garde/Öffentlichkeitsarbeit:

E-mail: garde@bmlvs.gv.at Tel.: 050201/1042091

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