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Zur Raketenabwehr, der militärisch-technologischen Lücke und der Rolle der europäischen Rüstungsindustrie als sicherheitspolitischer Wegbereiter

erschienen in der Publikation "Perspektiven einer europäischen Raketenabwehr (2/02)" (ISBN: 3-902275-02-2) - März 2002

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Schlagworte zu diesem Beitrag:  Europa, Rüstung, Rüstungsindustrie, Sicherheitspolitik, Verteidigungspolitik, Rüstungspolitik

Abstract:

Als Folge zunehmend begrenzter Forschungs- und Entwicklungsbudgets, schrumpfender Märkte und reduzierter Beschaffungsprogramme mit abnehmendem Auftragsvolumen erfolgte in Europa in den letzen Jahren eine Konsolidierung der Rüstungsindustrie in bis dahin unbekannter Größenordnung. Die Bewegungen und Machtverschie bungen am europäischen Rüstungsmarkt führen aufgrund der technologischen Fähigkeiten der neuen Konzerne zu erstmaligen Optionen für einen europäischen Beitrag zu einer gemeinsamen Raketenabwehr mit den USA, die sich die Politik zu nutzen machen könnte.

Der Trend zu Kooperationen (von der Gründung von Gemeinschaftsunternehmen bis zu Fusionen) geht jedoch inzwischen über die Grenzen Europas hinaus. Durch die Initiierung rüstungstechnischer Kooperationen zwischen den USA, Russland und Europa und die daraus resultierenden gegenseitigen Abhängigkeiten eröffnen sich neue Optionen für überregionale sicherheitspolitische Kooperationen, wie z.B. Bei der Problematik der geplanten Raketenabwehr.

Rüstungskooperationen gewinnen eine neue sicherheitspolitische Rolle und wachsen über ihre bisherige Bedeutung hinaus. Die gerade begonnene Entwicklung verfügt über das Potenzial, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Handlungsspielräume zu erweitern.

Die terroristischen Anschläge vom 11. September haben die außen-, sicherheits- und verteidigungspolitischen Konstellationen grundlegend verändert. Es ist deutlich geworden, dass der internationale Terrorismus eine der großen weltweiten Herausforderungen der Zukunft ist. Mehr denn je ist die internationale Gemeinschaft gefordert, noch zielstrebiger eine eurasisch-transatlantische Sicherheitsordnung zu schaffen. Die europäische Rüstungsindustrie kann zu einem wesentlichen Wegbereiter für diese zukünftige, bisher nicht existierende, Ordnung werden.

Die bisherigen transnationalen Industriekooperationen basieren jedoch auf rein wirtschaftlichen Überlegungen und sind nicht das Ergebnis einer sicherheitspolitischen Strategie. Hier ist ein staatliches Engagement in Form eines politischen Konzepts und einer zielgerichteten Koordinierung gefordert.

Durch seine Partizipation an einer gemeinsamen europäischen Rüstungsindustriepolitik kann auch Österreich helfen, den Weg für eine mögliche eurasisch-transatlantische Sicherheitsordnung zu ebnen.

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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