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Strategische Fragen zur Sicherheit in Südosteuropa - Zusammenfassung eines Vortrages an der Landesverteidigungsakademie Wien

erschienen in der Publikation "Konfliktentwicklung auf dem West-Balkan (24)" - April 2000

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Schlagworte zu diesem Beitrag:  Balkan, Südosteuropa, Politik, Strategische Analyse, Entwicklung, Sicherheitspolitik

Abstract:

Anhänger großserbischer und großkroatischer Konzepte haben versucht, das Territorium Bosnien-Herzegowinas (BiH) zu erobern und ihre antidemokratischen, anti-zivilisatorischen Ziele mit aggressiven Mitteln zu verwirklichen.

Die entscheidende Frage, die es jetzt zu stellen gilt - 4 Jahre nach dem Dayton Friedensvertrag -, ist, wie wir demokratische Potentiale stärken können, so daß sich in der Region Stabilität ausbreitet. Eine bessere Organisation demokratischer Parteien in allen Ländern Südosteuropas sowie die Schaffung von Verbindungen zwischen ihnen ist Voraussetzung für die Veränderung der Machtverhältnisse zugunsten der Demokratie.

Der Stabilitätspakt wurde mit dem Ziel initiiert, ein demokratisches "Ambiente" in der Region zu schaffen. Antidemokratische Kräfte in der Nachbarschaft BiH’s sollen so umgeformt werden, daß sie die territoriale Unabhängigkeit BiHs achten. In Zukunft wird die Unabhängigkeit und Integrität BiHs die entscheidende sicherheitspolitische Frage der Region sein.

Demokratische Kräfte in Südosteuropa versuchen, den Haß zu überwinden und ein gemeinsames politisches Leben auf die Fundamente von Achtung und Toleranz zu stellen. Die antidemokratischen Kräfte in der Region hingegen wollen am Status quo festhalten und den Haß zwischen den Nationen vertiefen. Sie versuchen zu insinuieren, daß das gemeinsame Leben zwischen den Völkern nicht möglich sei. Zweifelsohne bedarf es großer Anstrengungen, um Toleranz und Vertrauen für ein gemeinsames Leben wiederherzustellen.

Wir hatten eineinhalb Jahrzehnte (nach Titos Tod) Zeit, uns darauf zu einigen, welche politischen Konzepte wir bevorzugen. Mitte der achtziger Jahre waren diese Konzepte noch nicht klar - nun sind sie es. Im nächsten Millennium können wir davon ausgehen, daß wir Friedens- und Stabilitätskonzepte eher favorisieren als die des Nationalismus und der ethnischen Ausgrenzung. In dieser Hinsicht kann der Stabilitätspakt tatsächlich die Standards demokratischen Benehmens heben.

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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