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Die Wehrstruktur der Slowakischen Republik

erschienen in der Publikation "Gaminger Gespräche 1998 (14)" - Februar 1999

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Schlagworte zu diesem Beitrag:  Slowakei, Streitkräfte, Beschreibung, Entwicklung, Modifizierung, Armee

Abstract:

Die unabhängige Slowakische Republik (SR) ist am 1.1.1993 durch die Teilung der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik entstanden und in die europäische und Weltpolitik in einer schwierigen Zeit des geopolitischen Umbruchs der modernen Geschichte, die vom Zerfall der bipolaren Welt gekennzeichnet war, eingestiegen.

Die SR zählt 5,3 Mio. Einwohner, ihr Staatsgebiet ist 49.036 km2 groß. Die Staatsgrenzen haben eine Länge von insgesamt 1.161 Kilometer, davon 508 mit Polen, 261 mit Tschechien, 96 mit Ukraine, 631 mit Ungarn und 115 mit Österreich. Von der Gesamtzahl der Bevölkerung unterliegen mehr als 1,1 Mio. Bürger der Wehrpflicht; davon sind 460.000 jünger als 40 Jahre.

Seit dem Beginn ihrer Unabhängigkeit leistet die SR zur internationalen Zusammenarbeit bei der Friedenserhaltung einen aktiven Beitrag. Schon im März 1993 billigte der Nationalrat der SR die Entsendung eines selbständigen Pionierbataillons für die UN-Einsätze UNPROFOR und später in UNTAES. Außerdem erfüllen slowakische Soldaten bis heute ihre Aufgaben in sieben anderen Missionen (UNAVEM II, III und UNOMA in Angola, UNOMIL in Liberia, UNOMUR in Uganda und Ruanda, ECMM im früheren Jugoslawien). Auf einem Truppenübungsplatz in der Slowakei wurden 900 Mann aus Pakistan und 291 aus Bangladesh für UNPROFOR ausgebildet.

Als junger Staat entwickelte sich die SR in komplizierten Transformationsprozessen der postkommunistischen Gesellschaft und Wirtschaft sowie des Aufbaus des Staatsorganismus, einschließlich der Streitkräfte. Wir hatten die Aufgabe, die Führungsorgane der Armee - das Verteidigungsministerium und den Generalstab der Armee - neu aufzubauen. Es mußte die Sicherheits- und Verteidigungspolitik des Staates geformt werden, deren Grundsätze in der Verteidigungsdoktrin der SR zusammengefaßt sind. Es wurden die "Aufbaukonzeption der Armee der SR bis zum Jahre 2000" und die "Grundziele und Grundsätze der nationalen Sicherheit der SR" beschlossen. Bei ihrer Bildung sind wir von der Tatsache ausgegangen, daß die Wahrscheinlichkeit der Entstehung eines globalen bewaffneten Konflikts im nächsten Jahrzehnt sehr gering ist. Dennoch kann man die Möglichkeit eines lokalen konventionellen und subkonventionellen Konflikts oder einer nichtmilitärischen Bedrohung der SR einschließlich eines sogenannten "irregulären Krieges" nicht ausschließen. Andererseits sind wir mehr denn je Zeugen des politischen Willens, Konflikte - wo auch immer auf der Erde - gemeinsam noch im Anfangsstadium zu lösen. Es werden nicht nur neue Sicherheitsstrukturen, sondern auch internationale militärische Institutionen und Organe geschaffen, die sich auf die Eliminierung entstehender bewaffneten Konflikte vorbereiten.

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