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Die Irakischen Schiiten nach dem Fall Saddam Husseins

erschienen in der Publikation "Irak 2003" (ISBN: 3-901328-93-9) - 2003

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Schlagworte zu diesem Beitrag:  Irak, Innenpolitik, Bevölkerung, Bevölkerungspolitik, Religion, Schiiten, Gesellschaft, Gesellschaftspolitik, Soziologie, USA, Jihad

Abstract:

Mit knapp 60% Anteil an der Gesamtbevölkerung ist die Schia die größte islamische Konfession im Irak. Ihre politischen und religiösen Führer spielen in der Nachkriegsordnung des Landes eine bedeutende Rolle, die - darin sind sich die meisten Beobachter einig - eher noch zunehmen wird. Das hat zur Befürchtung geführt, dass im Irak ein Iranhöriges schiitisch-fundamentalistische Theokratenregime installiert werden könnte. In diesem Artikel wird der Versuch unternommen, vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und politischen Neuanfanges und dem anhaltenden bewaffneten Widerstand gegen die Besatzungsmächte (Kapitel 3 und 4) die verschiedenen politischen Akteure vorzustellen und den iranischen Einfluß auf sie, so überhaupt vorhanden, abzuschätzen (Kapitel 5, 5.1 und 5.4). Dabei wird auf die wichtigen Strukturen der irakischschiitischen Klerikerfamilien und auf dem unter der Oberfläche glimmenden Disput zwischen der offiziellen theologisch-politischen Linie der Islamischen Republik Iran und den schiitischen Richtungen außerhalb Irans eingegangen. Schließlich wird die Frage nach der Möglichkeit zu einer demokratischen Entwicklung gestellt (Kapitel 6). Mit Yitzhak Nakash ist der Verfasser der Meinung, dass die Verantwortung für die Zukunft des Iraks hauptsächlich bei seiner Bevölkerung liegt,1 aus der eine glaubwürdige und fähige irakische Führungsschicht hervorgehen muss. Der Analyse jenes klerikal-schiitischen Teils der politischen Akteure des Landes, die einen Teil dieser Führungsschicht bilden oder bilden können, dienen die folgenden Ausführungen. Arabische und persische Titel und Fachausdrücke wurden möglichst einfach und in der eingebürgerten englischen Umschrift (z.B. Marja, Chalabi, Jalal ...) wiedergegeben. Alle zitierten Titel werden bei nochmaligem Zitat mit Autor und Kurztitel angegeben. Das volle Zitat wird beim ersten Mal und im Literaturverzeichnis (Kapitel 7) angegeben. Online-Tagebücher, sogenannte "Blogger"2 (Kapitel 7.3.3), werden mit Namen (bzw. Pseudonym), Name des Blog und Datum zitiert, unter dem man die entsprechenden Stellen in den Archiven der jeweiligen Leitseiten (homepages) leicht finden kann.

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