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Keine Akzeptanz - Das Kardinalproblem hegemonial-imperialer Politik der USA

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2003" (ISBN: 3-8132-0813-3) - Dezember 2003

Schlagworte zu diesem Beitrag:  USA, Politik, Sicherheitspolitik, Außenpolitik, Verteidigungspolitik, Machtpolitik, Welt, Politische Theorie

Abstract:

Wenn man Hegemonie/Führung und Imperium/Herrschaft klar unterscheidet und den möglichen Übergang von einer hegemonialen zu einer imperialen Politik berücksichtigt, wird das Akzeptanzproblem in seiner Bedeutung für die gegenwärtige Weltpolitik erkennbar. Während Hegemonie/Führung nicht ohne Akzeptanz auskommt, ist Imperium/Herrschaft nicht auf freiwillige Zustimmung angewiesen, stößt jedoch auf Gegenkräfte, die sich nicht unterordnen, sondern das nicht-herrschaftlich organisierte Staatensystem bewahren wollen. Die USA haben mit ihrer neuen Nationalen Sicherheitsstrategie und deren Anwendung im Irak-Konflikt den Weg in Richtung hegemonial-imperiale Politik eingeschlagen. Dadurch entstand ein ordnungspolitischer Dissens, der fortwirkt. Während die amerikanische Führung im Anti-Terror-Krieg bedingt akzeptiert wurde und nach wie vor wird, stößt die imperial ausgerichtete Neuordnungspolitik der USA auf die anti-imperiale Gegentendenz in der Staatenwelt, sogar bei den wichtigsten kontinental-europäischen Verbündeten. Seither lautet die Alternative für die USA: Entweder weiter zu schreiten auf dem imperialen Weg (bei fehlender Akzeptanz und mit der Wahrscheinlichkeit des Scheiterns der Neuordnungspolitik) oder zurückzukehren zu einer gemäßigten Hegemonialpolitik, die - in Verbindung von kooperativer Balance-Politik und Mitführung - eine bedingte Akzeptanz findet.

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