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Der Frontwechsel des Journalisten und andere Krisen

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2003" (ISBN: 3-8132-0813-3) - Dezember 2003

Schlagworte zu diesem Beitrag:  Medien, Journalismus, Krieg, Staat, Beispiel, DDR, Golfkrieg II, Desert Storm

Abstract:

Der Irak-Krieg und die wirtschaftliche Krise zeitigen beide auf ihre Art Gefahren für den Journalismus: Das neue (oder - siehe Vietnamkrieg - doch nicht so neue) Phänomen des "Embedded Journalist" bringt Gefahren mit sich für die dem Ziel der Objektivität und Unabhängigkeit verpflichtete Berichterstattung. Eine Kopernikanische Wende im Fernsehjournalismus, der unter immensem Konkurrenzdruck immer noch dramatischer, hautnah und simultan zu den Ereignissen berichten will, sodass die distanzierte Analyse auf der Strecke bleibt? Oder ein Phänomen, das vorübergeht wie jede Mode? Handfeste Gefahren für den Journalismus bringt aber auch die wirtschaftliche Krise mit sich - unter ökonomischen Zwängen geraten Unabhängigkeit und Qualität mancher Medien unter Druck.

Die "kritische Urteilsfähigkeit" zu bewahren, zu pflegen und zu vermitteln ist die vornehmste Aufgabe der Medien im demokratisch-menschenrechtlichen Gefüge. Sie sollte Vorrang haben vor Information um der Information willen und Unterhaltung um der Unterhaltung willen - Vorrang vor dem zur Medienmode gewordenen "Infotainment". Ob der "Embedded Journalist", der Patriotismus versprühende "Anchorman" und die krisengeschüttelte Tageszeitung diesem hohen Anspruch weiterhin vollumfänglich zu genügen vermögen, ist eine offene Frage.

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