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Zukünftige Auswirkungen der energiepolitischen Abhängigkeiten Chinas und Asiens vom Mittleren Osten und von Zentralasien

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2002" (ISBN: 3 8132 0799 6) - Dezember 2002

Schlagworte zu diesem Beitrag:  China, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Energiepolitik, Bedarf, Rohstoffe, Energie, Auswirkungen, Geopolitik

Abstract:

Zukünftige Auswirkungen der energiepolitischen Abhängigkeiten Chinas und Asiens vom Mittleren Osten und von Zentralasien

Eine entscheidende Frage der globalen politischen Stabilität betrifft die Sicherstellung der zukünftigen internationalen Energieversorgung und die Schaffung der notwendigen innenpolitischen, ökonomischen, ökologischen und sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen für eine "nachhaltige Entwicklung". Dabei kommt vor allem der VR China und der Region Asien als einer aufsteigenden regionalen Wirtschaftsmacht entscheidende strategische Bedeutung am Beginn des 21. Jahrhunderts zu, da diese Region nur über sehr begrenzte Energieressourcen verfügt und auf absehbare Zeit in immer größerem Ausmaß Erdöl- und Erdgas vor allem aus dem Mittleren Osten beziehungsweise dem Persischen Golf und zukünftig wohl auch verstärkt aus Zentralasien importieren muss. Die daraus resultierenden ökonomisch-politischen Interdependenzen vor allem zwischen China und den Staaten des Persischen Golfes sowie Pekings traditionelle Bevorzugung bilateraler Beziehungen auch in seiner Energiepolitik und internationalen "Öldiplomatie" schaffen jedoch nicht nur energiepolitisch, sondern auch außen- und sicherheitspolitisch zahlreiche Herausforderungen. Diese können die regionale und globale politische Stabilität einerseits bei verstärkter Kooperation stärken, aber auch vor dem Hintergrund einer verstärkten Energieressourcenkonkurrenz vor allem zwischen China, Indien, Japan und den USA gefährden. Auch Europa ist wegen seiner steigenden Energieimporte von außerhalb Europas zunehmend von diesen geoökonomischen und geopolitischen Entwicklungen betroffen. Daher sollte die EU mit China auf allen Feldern energiepolitisch und damit auch außen- sowie sicherheitspolitisch verstärkt kooperieren, um multilaterale Lösungsstrategien der Energie- und damit auch Außen- und Sicherheitspolitik auf Seiten Chinas zu fördern.

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