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Die Auswirkungen des Terrorismus auf die internationale Sicherheit

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2002" (ISBN: 3 8132 0799 6) - Dezember 2002

Schlagworte zu diesem Beitrag:  USA, Sicherheitspolitik, Terror, Begriff, Gegenmaßnahmen

Abstract:

Die Auswirkungen des Terrorismus auf die internationale Sicherheit

Abschreckung und Eindämmung waren die Hauptpfeiler der Doktrin im Kalten Krieg. Die neue Meinung des Pentagon ist, dass die Taktik der Abschreckung gegen einen Feind, der kein Gebiet zu verteidigen hat, wahrscheinlich nicht mehr wirksam sein wird.
Terrorismus als Zwangsmittel zur Erreichung politischer Ziele durch die Androhung von Gewalt gegen die Zivilgesellschaft ist eine Strategie der Schwachen im Kampf gegen die Starken. Strategie verlangt aber nach Organisation und Organisation bedarf einer Basis. Der Al Quaida ihren Stützpunkt zu nehmen war der ganze Sinn der Aktivitäten in Afghanistan.

Zu verhindern, dass Terroristen ihre Ziele erreichen, enthält ein Abschreckungsmoment, denn diese können die Auswirkungen ihrer Aktionen nicht ignorieren. Das Ziel der Anschläge des 11. September 2001, die Vereinigten Staaten durch einen Akt des Superterrorismus davon zu überzeugen, sich aus dem Nahen Osten und Zentralasien und den Konflikten der islamischen Welt herauszuhalten, wurde nicht erreicht. Der Anschlag war so spektakulär, dass die Vereinigten Staaten diesen erwidern mussten und so immer mehr in diese Regionen und Konflikte hineingezogen wurden.

Ein Abschreckungsmoment enthält auch die sich im gegenwärtigen "Krieg gegen den Terror" etablierende Norm, die neben der Produktion und Verwendung von Massenvernichtungswaffen auch terroristische Aktivitäten überhaupt ächtet. Kriterien für die Legitimität humanitärer Intervention könnten auch als Ansatzpunkt für die Überlegungen zur weiteren Kriegsführung gegen den Terrorismus dienen. Dabei darf aber der politische Kontext nicht aus den Augen verloren werden: Beim einen geht es darum, die Schwachen vor den Starken, beim anderen, die Starken vor den Schwachen zu schützen.

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